Freitag, 15. Juli 2011


Bevor ich sterbe - Jenny Downham

Tessa ist 16 und hat Leukämie. Die Ärzte geben ihr nur noch wenig Hoffnung, sie weiß, wie wird sterben. Sie möchte ihre letzte Lebenszeit noch nutzen und schreibt sich eine Liste mit Dingen, die sie noch tun möchte, bevor sie stirbt. Irgendwann in der Geschichte trifft sie auf Adam und muss sich dann die Frage stellen: Darf man lieben, wenn man stirbt? 

Die Charaktere in dem Buch ist sehr gut ausgearbeitet. Tessa ist sehr authentisch und wirkte auf mich während des Lesens sehr echt. Ich konnte mich in sie hineinfinden und ihre Handlungen sehr gut nachvollziehen. Ihre beste Freundin Zoey kam mir persönlich etwas unsympathisch und seltsam vor. An manchen Stellen schien sie nicht unbedingt eine wahre Freundin zu sein, sondern eher sehr genervt von Tessas Situation. 
Der Stil der Geschichte ist sehr flüssig. Die Kapitel sind kurz, was für mich einen großen Pluspunkt an den Tag gebracht hat. Es gibt keine Lückenfüller, jeder Satz wird gebraucht und keiner ist überflüssig.
Das Buch ist sehr emotionsgeladen, man kann lachen und weinen, mit den Personen einfach leben. 
Ich hätte mir allerdings ein paar wenige Emotionen mehr erwartet, da viele Menschen bei diesem Buch weinen mussten. Leider hat mich das Buch nicht zu Tränen gerührt, aber trotz allem, musste ich erst einmal innehalten, als ich das Buch zugeklappt habe. Es macht sehr nachdenklich und ich finde, das sollte dieses Buch auch tun. 
Trotz allem wird in diesem Buch kein Mitleid erregt. Eigentlich wird die Krankheit in dem Buch nicht so schlimm dargestellt, wie sie ist. Tessa hat keine Angst vor dem Tod, sie hat keine seelischen Tiefpunkt, die einen selbst mit runterziehen. Im Grunde ist das Buch eine wundervolle Geschichte. 

*****

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen