Freitag, 30. September 2011


Sieben Minuten nach Mitternacht - Patrick Ness



Daten.
Verlag: Goldmann
Preis: 16,99€
Seitenzahl: 216 Seiten
Genre: Roman
Format: Gebunden
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren
Erscheinungsdatum: August 2011
Gekauft: Rezensionsexemplar 



''Es ist nicht wichtig, was du denkst. Wichtig ist nur, was du tust.'' Zitat, Seite 202


Patrick Ness hat diese Geschichte für Siobhan Dowd niedergeschrieben, da sie selbst es nicht mehr konnte. Auch sie ereilte der Tod, doch die Idee für 'Sieben Minuten nach Mitternacht' blieb. Patrick Ness hat sich auf Nachfragen hin dazu bereit erklärt, die Geschichte auf seine Weise zu schreiben. Ich bin mir sicher, sie hätte Siobhan Dowd gefallen. Sie hätte sie geliebt, genau wie wir alle. 


Der kleine Conor muss in seinem Leben viele Hürden meistern. In der Schule wird er von den einen gemobbt, von den anderen gar nicht erst wahrgenommen. Doch das ist nur sein kleinstes Problem, denn seine Mutter ist schwer krank. So schwer, dass er an den Tagen nach ihren Behandlungen, den Haushalt ganz alleine schmeißen muss. Nicht einmal nachts kommt Conor zur Ruhe, weil ihn ein schrecklicher Alptraum quält. Doch eines Nachts, um Sieben Minuten nach Mitternacht, erscheint ein Monster an seinem Fenster. Durch dieses Monster wird Conor bewusst, dass dieser Alptraum etwas ganz Bestimmtes mitteilen will. Und der Junge ist dazu gezwungen, sich nicht nur dem Monster zu stellen, sondern auch der Wahrheit. Seiner eigenen Wahrheit. 


Dieses Buch ist wirklich für jeden geeignet. Doch Jugendliche in einem Alter, in dem nur Jungs/Mädchen und der neuste Klatsch und Tratsch von Bedeutung sind, sollten vielleicht überlegen, ob sie überhaupt bereit dafür sind, eine solch tiefgründige Geschichte zu lesen und auf sich wirken zu lassen. Ich hätte mich in diesem Alter wahrscheinlich eher nicht dafür interessiert. 

Gleich die ersten Seiten zeigen, dass einen in diesem Buch etwas ganz Großes erwartet. Der Schreibstil ist unglaublich einfühlsam und packend. Conor schließt man sofort ins Herz, am liebsten würde man ihn so richtig dolle in den Arm nehmen und versprechen, dass alles wieder gut wird. 
Die düstere Stimmung wird durch die Illustrationen noch mehr hervorgehoben. 

Die Geschichte von Conor berührt zutiefst, sodass wohl fast kein Leserauge trocken bleibt. 
Es wird so viel vom Leben und vom Tod erzählt, ohne diese Dinge beim Namen zu nennen. 
Jede einzelne Zeile geht unter die Haut. Die Handlungen, Stimmung und die Gefühle in diesem Buch sind so glaubhaft geschildert, sodass sich die Dramatik förmlich durch den eigenen Körper zieht. 

Ein Buch mit Tiefgang und einer wundervollen Lehre des Lebens. 
Bitte nicht ohne Taschentücher.



Bewertung:
Aufmachung: 5/5
Idee der Geschichte: 5/5
Umsetzung: 5/5
Sprache: 4,5/5
Charaktere: 4/5
Unterhaltungswert: 4,5/5
Nachdenklichkeit: 5/5
Überraschungseffekte: 3,5/5
Bildungswert: 4/5
Lesetempo: 4,5/5

Punkte insgesamt: 45/50 

5 Sterne

Mittwoch, 28. September 2011


Nur ein Hauch von dir - S.C.Ransom


Daten.
Verlag: Fischer Schatzinsel Verlag
Preis: 16,95€
Seitenzahl: 384 Seiten
Genre: Jugendfantasy
Erscheinungsdatum: Dezember 2011
Altersempfehlung: 12 - 14 Jahre
Gekauft: Pieper Buchhandlung



Alex ist eine Vorzeigeschülerin, umringt von ihrer Clique und gut behütet von ihren Eltern. Als sie am Ufer einen silbernen Armreif findet und ihn sich arglos überstreift, blitzen in ihrem Gedächtnis immer wieder Bilder eines wunderschönen Jungen auf. Und auch der blaue Opal, der große blaue Stein im Armreif, scheint sich hin und wieder zu verdunkeln und es huschen Schatten über ihn. Als sie dem Jungen in der St.Pauls Cathedral begegnet, stellt sie fest, dass sie die Einzige ist, die ihn sehen kann. Beim Versuch sich diesem Jungen zu nähern, greift ihre Hand ins Leere. Als auch noch Liebe zwischen den beiden auflebt, ist sich Alex nicht mehr sicher, ob es klug ist, sich in einen Geist zu verlieben. Kann sie ihm vertrauen? Was ist sein Geheimnis? Ist wirklich alles so, wie es scheint?



Charaktere.
Die Charaktere in dem Buch sind eigentlich recht gut gezeichnet. Allerdings konnte ich mit niemandem so richtig Freundschaft schließen und mich langweilten die Charaktere teilweise sogar ein wenig. Alex ist ein stinknormales Mädchen ohne viele Erkennungswerte. Wenn sie nicht die Hauptperson der ganzen Geschichte wäre, würde sie in dem Buch untergehen. Callum, der Geist, ist da schon ein wenig interessanter. Er hat eine sehr geheimnisvolle Geschichte, die er teilweise selbst nicht genau ergründen kann. Er ist ein Versunkener. Die Versunkenen sind Menschen, die an einer ganz bestimmten Stelle in der Themse ums Leben kamen. Sie ertranken, und müssen seitdem ihr 'Leben' als trauriger Geist weiterführen. 

Schreibstil.
Der Schreibstil ist leicht und locker und sehr flüssig zu lesen. Das ist aber auch wiederum das einzig Gute daran. Nach dem Trailer zum Buch habe ich wirklich gedacht, dass mich dort hätte mehr erwarten können. Die Geschichte, die dahintersteckt hat unglaublich viel Potenzial, das aber meiner Meinung nach nicht genutzt wurde! 


Bewertung.
Aufmachung: 3/5
Sprache: 3/5
Setting:2,5/5
Charaktere: 3,5/5
Unterhaltungswert: 3/5
Nachdenklichkeit: 2/5
Überraschungseffekte: 2,5/5
Länge/Schnelligkeit: 3,5/5

Punkte insgesamt: 23/35

3 Sterne




Montag, 19. September 2011


Die Frau meines Lebens - Nicolas Barreau

Der pariser Buchhändler Antoine trifft in seinem Lieblingscafé auf die Liebe seines Lebens, Isabelle. Als er ihren durchaus attraktiven Begleiter sieht, wird er etwas skeptisch. Doch Isabelle schiebt Antoine beim Gehen ihre Nummer zu. Voller Freude geht Antoine um drei Uhr in den Park um seine Isabelle anzurufen. Doch dann das Unglück: Die letzte Ziffer der Telefonnummer ist verwischt. 
Die Suche nach Isabelle beginnt. Lieblich, lustig und ein wenig spannend. 

Die Charaktere im Buch sind gut gezeichnet, allerdings fehlt dem Leser die Möglichkeit, richtige Sympathien zu ihnen aufzubauen. Dazu ist das Buch meiner Meinung nach zu kurz und es wird auch nicht allzu sehr auf die Personen eingegangen. Trotz allem macht es Spaß, Antoine durch die Geschichte zu begleiten. 

Der Stil ist leicht und locker zu lesen, was das Buch noch interessanter macht. Man kann sich in dieser kleinen Geschichte verlieren und einfach mal ein wenig auf Reisen gehen. Dazu ist Paris sicher eine gute Wahl. 

Das Buch bekommt von mir nur 3 Sterne, da es einfach nicht ganz mein Fall war, aber dennoch eine gut umgesetzte Geschichte enthält. 

***

Mittwoch, 14. September 2011


Bodyfinder - Kimberly Derting



Daten.
Verlag: Coppenrath Verlag
Preis: 16,95€
Seitenzahl: 343 Seiten
Genre: Jugendthriller 
Format: Gebunden
Altersempfehlung: 12-17 Jahre
Erscheinungsdatum: September 2010
Gekauft: Rezensionsexemplar 



Violet scheint auf den ersten Blick ein ganz normales Mädchen zu sein, das Parties liebt und gerne Zeit mit ihrem besten Freund Jay verbringt. Doch das ist nicht alles. Violet besitzt die Gabe tote Wesen aufzuspüren. 
Jeder vom Tod gezeichnete Mensch, jedes tote Tier strahlt ein gewisses Echo aus, was Violet deutlich in sich spürt. So hat sie schon manch toten Körper in ihrem Leben gefunden. 
Als ausgerechnet in ihrer Kleinstadt Buckley, ein Serienmörder sein Unwesen treibt, und junge Mädchen entführt und tötet, findet Violet keine Ruhe mehr. Die Echos um sie herum werden stärker und der Mörder schneller. Als dann noch Mädchen spurlos verschwinden, die Violet persönlich kennt, gibt es für sie nur einen Entschluss. Sie muss den Mörder finden, bevor er noch mehr anrichtet. Ihr Freund Jay weicht ihr dabei nicht von der Seite...



Charaktere.
Die Charaktere in diesem Buch ist wirklich authentisch und wundervoll gezeichnet. Violet ist trotz ihrer Gabe ein ganz normales tolles Mädchen, mit dem sich so gut wie jede Leserin identifizieren kann. Auch Jay ist ein toller Freund für Violet und richtig sympathisch. In dem Buch kommen die beiden sich näher. Jay hat sich über den Sommer sehr verändert. Aber Violets Gefühle für ihn auch. 
Man schließt sie und Jay gleich ins Herz und am Ende des Buches ist es so, als hätte man wirklich neue Freunde gefunden. Und diesmal fiel es mir persönlich gar nicht schwer Abschied zu nehmen. Vielleicht weil im Herbst 2011 schon der zweite Teil erscheinen soll, und ich sie bald wieder sehen werde. 

Handlung & Stil. 
Das Buch ist in zwei Perspektiven geschrieben. Einmal die Sicht von Violet, die allerdings aus der dritten Person geschildert wird, und einmal die Sicht des Mörders durch einen Ich-Erzähler. Wobei die Kapitel aus der Sicht des Mörders in Grenzen gehalten worden sind. 
Ansonsten sind die Kapitel wirklich kurz und sehr flüssig zu lesen, was bei mir persönlich immer gleich riesige Pluspunkte sammelt. Leider ist es am Ende wiederum schade, dass es so schnell vorbei war. 
An einer gewissen Stelle hätte ich mir mehr Schockmomente gewünscht. Nun kann ich natürlich nicht verraten welche Stelle das ist, aber vielleicht werdet ihr das nach dem Buch auch so sehen. Vielleicht aber auch nicht, jeder hat ja eine andere Vorstellung von einem spannenden Buch. 

Sonstiges. 
Am Ende des Buches gibt es noch eine Danksagung und ein Interview mit der Autorin Kimberly Derting. Das Interview solltet ihr unbedingt nach dem Buch lesen, es ist wirklich gut. 
Auch ansonsten gibt es wirklich nicht mehr zu sagen, als dass das Buch wirklich erste Klasse ist. 
Ich hatte unglaublich viel Spaß damit und freue mich auch genauso sehr auf den zweiten Band. 
Das Buch bekommt von mir fünf Sterne, weil es einfach auf jeder Seite toll war und auch das Cover einfach ein echter Hingucker ist.



Bewertung.
Aufmachung: 4/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 4/5
Sprache: 3/5
Charaktere: 3,5/5
Unterhaltungswert: 4/5
Nachdenklichkeit: 2,5/5
Überraschungseffekte: 3,5/5
Bildungswert: 2,5/5
Länge/Schnelligkeit: 4,5/5

Punktzahl insgesamt: 35,5/50

4 Sterne



Donnerstag, 8. September 2011


Wer schön sein will, muss sterben - Michelle Jaffe



Daten.
Verlag: Fischer FJB Verlag
Preis: 16,95€
Seitenzahl: 448 Seiten
Genre: Jugendthriller 
Format: Gebunden
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Erscheinungsdatum: August 2011
Gekauft: Pieper Buchhandlung 



Die 16jährige allseits beliebte Jane wird nach einer Party halbtot in einem Rosenstrauch gefunden. Jemand hatte sie angefahren und einfach liegen gelassen. Nun stellt sich die Frage, wer Jane hatte töten wollen, denn schließlich gehörte sie zu den beliebtesten Mädchen der ganzen Schule. 
Das Schlimmste ist, Jane kann sich an den Abend der Party nicht erinnern. Halbe gelähmt liegt sie im Krankenhaus, während sie sich erholt und versucht krampfhaft herauszufinden, was passiert ist. Zum Glück kommt die Erinnerung Stück für Stück zurück. Doch damit auch die panische Angst vor dem unbekannten Täter...


Mein Fazit.
Der Stil der Autorin ist fesselnd. Leider hatte ich am Anfang etwas Probleme, mich in die Geschichte einzufinden, da in den einzelnen Kapiteln, immer wieder Zeitsprünge versehen sind. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, genau wie an ein paar Logikfehler, die mir leider nicht entgangen sind. Zum Beispiel sagt Jane in dem einen Satz, dass sie sich mit ihren Freundinnen bloß ein einziges Mal gestritten hat, zählt aber im nächsten Abschnitt, die ganzen anderen Streits auf, die es in dem Satz vorher, noch nicht gab. Davon abgesehen konnte man sich aber gut mit der Geschichte und Jane auseinandersetzen. 
Die Kapitel enden so gut wie alle in einem Cliffhanger, sodass es einem wirklich schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Dazu wird das Buch in fünf Tagen geschildert, die wiederum in Kapitel unterteilt sind. Das Buch beginnt bei Donnerstag und endet an einem Montag. 
Die Charaktere waren leider recht flach gehalten und man konnte sie manchmal wirklich nur anhand der Namen auseinanderhalten. Über einige hat man mehr erfahren, über andere weniger. Im Grunde hielt es sich aber ziemlich die Waage. Trotzdem waren die Charaktere eigentlich recht gut, vor allem zu Jane kann man mit der Zeit doch eine Bindung aufbauen.
Die Handlung ist im Grunde nicht allzu verwirrend, man übt sich irgendwann darin, selbst alles zusammenzufügen. Man spekuliert das ganze Buch über, wer der Täter sein könnte und man glaubt auch, man hätte recht. Es gibt wirklich einige Charakter im Buch, denen man es im Laufe des Buches zutrauen würde. Aber selbst wenn man sich auf eine Person festgebissen hat, wird man am Ende eines besseren belehrt. So war es jedenfalls bei mir. Vielleicht gibt es Leser, die wirklich mit ihrer Vermutung richtig lagen. Allerdings wird man oft genug auf eine falsche Fährte gebracht. 



Bewertung.
Aufmachung: 3/5
Idee der Geschichte: 3,5/5
Umsetzung: 3,5/5
Sprache: 3/5
Charaktere: 3/5
Unterhaltungswert: 4/5
Nachdenklichkeit: 3/5
Überraschungseffekte: 4/5
Bildungswert: 2/5
Länge/Schnelligkeit: 4/5

Punktzahl insgesamt: 33/50 

4 Sterne