Dienstag, 11. Oktober 2011

Creepers-Der Fluch der Hexe - Joanne Dahme



Daten.
Verlag: Baumhaus Verlag
Preis: 12,99€
Seitenzahl: 272 Seiten
Genre: Jugend-Mystery
Format: Gebunden
Altersempfehlung: Ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum: April 2011
Gekauft: Pieper Buchhandlung


Courtney zieht mit ihren Eltern in ein altes Haus am Rande der Kleinstadt Murmur in Massachusetts. Das Haus am zweihundert Jahre alten Memento-Mori Friedhofs hat so seine Eigenarten. Zum Beispiel ist es überwuchert von hartnäckigem Efeu, den der Vater von Courtney immer wieder vergeblich versucht zu entfernen. Nicht lange nach der Ankunft im neuen Zuhause, begegnet sie den etwas seltsamen aber freundlichen Zeitgenossen Mr.Geyer und Tochter Margaret. Die beiden erzählen ihr bei einer Führung über den Friedhof, welche sie zu den unheimlich verzierten Gräbern führt, von Prudence. Prudence war eine Vorfahrin von den beiden und verstarb vor etwa zweihundert Jahren im Kindesalter. Sie lebte mit ihrem Vater auf dem Grundstück, auf dem nun auch Courtney lebt. Margaret und ihr Vater weihen sie Stück für Stück in ihre Familiengeheimnisse ein. Courtney ist fasziniert von diesen mythischen Geschichten und bietet ihre Hilfe an, einen Jahrhundert währenden Fluch zu brechen. Doch dieser hat nicht nur das Haus und Friedhof mit Efeu befallen. Etwas geschieht auch IM Haus... 


Nicht nur das Äußere dieses Buches ist einfach klasse, sondern das Innenleben haut wirklich vom Hocker. Viele Seiten sind mit Efeuranken bestückt, die Seitenränder in leichtem Grün. Vor jedem neuen Kapitel kommen beispielsweise Zeitungsausschnitte, die ebenfalls ganz in Grün gehalten sind, da die Farbe und der dazugehörige Efeu eben ein ganz großer Teil des Buches sind. Wenn man den Aufbau also betrachtet, ist das Buch perfekt. Mich würde es freuen, wenn alle Bücher so mühevoll aufgearbeitet werden würden. 

Durch die Ich-Perspektive bekommt man natürlich eine sehr dichte Bindung zu Courtney, obwohl mir bei ihr doch die Charakterzüge fehlten. Sie blieb für mich sehr blass und am Ende wusste ich nicht mal mehr, wie sie denn überhaupt aussah. Margaret und Mr.Geyer waren etwas seltsame Gestalten, die um einiges dichter beschrieben wurden. Man spürte, dass sie anders waren und das ist für mich schon mal ein sehr positives Punkt, dass das geschah, ohne viel Beschreibungen, und dass man immer wieder darauf hingewiesen wird. Auch die Eltern von Courtney waren sehr angenehme Personen.

Der Stil der Autorin ist einfach und flüssig zu lesen. Schwer zu erklären ist für mich der Spannungspunkt. Es ist nicht so, dass es wirklich richtig spannend war. Die Atmosphäre war eher ganz ruhig und idyllisch. Und doch irgendwie knisternd. Man spürte immer, es ist irgendwas. Und aus diesem Grunde las man weiter, ohne viel nachzudenken. Aber so richtig spannend war es halt nie. Doch der Punkt ist ja, dass ich trotzdem immer weiterlas und mich in dem Buch wirklich wohl fühlte. Deswegen war es für meinen Geschmack eigentlich ganz gut. Allerdings fühlte ich mich richtig herbstlich beim Lesen, obwohl das Buch im Hochsommer spielt. 



Bewertung:
Aufmachung: 5/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Sprache: 3,5/5
Unterhaltungswert: 4/5
Nachdenklichkeit: 3/5
Überraschungseffekte: 3,5/5
Bildungswert: 3,5/5
Lesetempo: 5/5

Punkte insgesamt: 39/50

4 Sterne


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