Samstag, 1. Oktober 2011


Stephen King - Das Mädchen

Trisha fährt mit Mutter und Bruder in einen Wald mit Wanderweg, auf dem sie spazieren wollen. Als ihre Mutter und ihr Bruder sich zu streiten beginnen, entzieht sich Trisha der Situation und geht zum Pipi machen in den Wald. Doch als sie den Rückweg antreten möchte, merkt sie schnell, dass sie sich verirrt hat. Für Trisha beginnt eine quälende Zeit mit Hunger, Durst, Stechmücken und Angst in Einsamkeit und Dunkelheit. Doch als wäre das nicht schon genug des Übels, scheint Trisha etwas heimzusuchen. Immer und immer wieder...

Ich war nie ein Freund von den Büchern von Stephen King. Ich liebe seine Ideen, er fasziniert mich als Mensch und ich mag die Verfilmungen. Doch seine Bücher sind für mich ein Graus. Ebenso dieses hier. 

Die ersten hundert Seiten erfährt man eigentlich bloß etwas über Trishas Familienverhältnisse und Erinnerungen. Ist ja in einem gewissen Maße ganz okay und auch wichtig für die Charaktere jedes Buches. Aber bitte nicht mit solchen Dingen überhäufen. Das hat nämlich alles überhaupt nichts mit der Geschichte zu tun und man hätte es einfach wegstreichen können. 
Dazu wird dauernd wieder erwähnt, wie viele Mückenstiche sie denn nun hat und wie sehr sie wehtun. Sie geht immer dem Bach nach, weil sie mal gehört hat, dass man mit dieser Vorgehensweise aus jedem Wald herausfinden würde. Ihr Rücken tut weh, sie bekommt Magenprobleme, träumt von Zuhause und empfängt mit einem kleinen Radio, das sie bei sich trägt, die Übertragungen der Baseballspiele.
Für Baseballfreunde also sicher sehr unterhaltsam, aber nicht für die breite Masse. Mich persönlich hat es einfach nur gestört und gelangweilt. 

Ich habe ewig darauf gewartet, dass das Buch an Fahrt annimmt und, dass vor allen Dingen endlich mal etwas passiert. Als es dann - eines Tages, nach vielen quälenden Seiten - soweit war, war ich mal wieder enttäuscht. Die Idee an sich, war mal wieder ganz gut, aber 50 Seiten hätten auch gereicht. Den Rest hätte man wirklich streichen können, da auf jeder Seite immer das selbe passiert. 

Aufgrund fehlender Gewalt und Blut, ist das Buch natürlich sehr für Jugendliche und Zartbesaitete geeignet. Allerdings muss ich auch sagen, dass das Cover tausend Mal gruseliger ist, als die gesamte Geschichte. 

Ich habe dieses Buch gelesen, in der Hoffnung, dass ich meine Meinung über Stephen Kings Schreibstil noch ändern werde. Leider ist dies nicht der Fall. Ich werde ihn als Mensch und seine Ideen allerdings weiterhin bewundern. 

Übrigens ist das Nachwort gut geschrieben ;D

Mehr wie zwei Sterne kann ich dem Buch leider nicht abgewinnen. 

**

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