Samstag, 3. Dezember 2011


Morgen ist ein neuer Tag - Konsalik

Das Buch ist im Goldmann Verlag erschienen und ist neuwertig, nach meinen Informationen, nicht mehr zu erhalten. 

Fritz Bergschulte kehrt nach zwölf Jahre russischem Schweigelager zurück in seine Heimat nach Minden. Voller Freude und hohen Erwartungen auf Frau und Kind, geht er zu seinem alten Hause, das er selbst erbaut hat. Doch als er dort einen fremden Mann antrifft, ist er wie vor den Kopf gestoßen. Der Mann offenbart ihm bedauernd, dass seine Frau ihn vor ein paar Jahren für tot erklären ließ und daraufhin das Haus verkauf hat. 
Geschockt darüber besucht Fritz seine Schwiegereltern und sucht dort Unterschlupf. Von dem Schwiegervater erfährt er dann, dass seine geliebte Frau Lina, einen neuen Mann geheiratet hat. Seinen besten Kameraden aus dem Schweigelager. 
Fritz lässt sich jedoch nicht einfach wegnehmen, was ihm gehörte und er beginnt zu kämpfen. Um Gerechtigkeit, um sein totes Leben und um seine große Liebe. 

Für Fritz gibt es in diesem Buch einige Niederschläge zu erfahren. Es gibt für den Leser noch einige Intrigen zu entdecken und zwischendurch wird man immer wieder auf eine unsichere Fährte gelockt. 
Das Buch ist somit spannend, fesselnd, ein Stück weit traurig. 
Die Stimmung, die Konsalik bereits auf der ersten Seite, mit den ersten Sätzen, aufbaut ist fast magisch. Er weiß, wie man Worte benutzt und wie man sie richtig setzt. Nie zuvor habe ich mich an eine solche Art von Roman gewagt und umso mehr bin ich erstaunt, dass er mir so gut gefallen hat. 

Folgend der Thematik ist die Stimmung anfangs und auch ab und an mittendrin sehr bedrückend. Doch Konsalik schafft es mit seinem Schreibstil, dass man sich mittendrin fühlt, so als würde man von oben herab zuschauen. 

Auch die Personen sind einfach gut. Obwohl natürlich nicht bei jedem Charakter, der darin vorkommt, bis aufs Detail gegangen wird, haben die meisten, und vor allem die wichtigsten, doch ein richtig unverwechselbares Wesen. Jeder hat Merkmale, jeder hat Charakterzüge und sicherlich kann jeder Sympathien finden in diesem kleinen Roman. 

Das Buch ist nicht dick, es hat bloß 220 Seiten. Obwohl es kurz ist, alte Lektüre ist, ist es eben doch so was wie Kult und ich möchte anmerken, dass dieser Mann mit seinen Büchern weltberühmt wurde. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich einige Menschen diesen Büchern und diesem Autoren noch widmen würden. Nicht als Zeitvertreib, oder als Klobuch, sondern wirklich als ernsthafte Lektüre. Denn die Geschichte von 'Morgen ist ein neuer Tag', bleibt einem wirklich im Gedächtnis. Und von Langeweile ist in diesen Zeilen keine Spur. Es geht langsamer zu, aber zur Situation passend. 

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