Dienstag, 3. Januar 2012



Die Gestoßenen / Das Mondgeheimnis von Stefan M. Fischer

Diese beiden Bücher sind im Staubkorn Verlag erschienen und kosten 11,99€.


Die Gestoßenen

Die Gestoßenen ist ein extrem skurriler Fantasyroman und es ist sehr schwer, diese Handlung in eigene Worte zu fassen. Deswegen werde ich euch nun bei diesem Buch den eigentlichen Klappentext aufschreiben, damit wir überhaupt mit einer sinnvollen Rezension anfangen können. 

Veganer-Zombies, tollwütige Elfen, Drachen, die Wasser speien. Andersartige werden nach Abandonien verbannt. 
Als die siamesische Zwillingswespe das Gerücht verbreitet, dass sich die Abandonier gekreuzt und rachsüchtige Bestien hervorgebracht haben, rufen die Oberen zu einem Feldzug auf.
Tarabas sieht seine Chance gekommen, als größter Zauberkrieger in die Geschichte einzugehen und schließt sich dem Heer an, das die Abandonier vernichten soll. Doch durch einen unverzeihlichen Fehler muss er fliehen. 
Sein Weg führt ihn ausgerechnet nach Abandonien... 

Das Buch ist voll von neuen Entdeckungen. Für manche vielleicht wirklich zu viel Fantasy. Ich würde sogar behaupten, dass es für Fantasyliebhaber vielleicht etwas zu 'strange' sein könnte.
Es gibt allerdings auch wundervolle Charaktere, die man eben sonst noch nirgends gesehen hat. Eine supersüße Elfe mit Sprachfehler, einen Hornissengeneral, den ich allein bei meiner Vorstellung vor dem inneren Auge schon witzig fand. Also, es ist definitiv lesenswert. 

Der Schreibstil des Autors ist sehr vielseitig, was man schnell bemerkt, wenn man mehrere Bücher aus anderen Genres von dem Autor liest. Der Schreibstil ist immer gut und unterhaltsam. In diesem Buch auch teilweise ironisch und humorvoll auf seine ganz eigene Art. Ich kann behaupten, dass in den Werken von Stefan M. Fischer wirklich viel Persönlichkeit und Wiedererkennungswert liegt, was ich jedem Autor sehr hoch anrechnen würde. 

In diesem doch recht dünnen Buch steckt so viel. Vor allem so viel lebhafte Fantasie. Ich würde am liebsten von all diesen Wesen nun erzählen, die es dort gibt, aber dann würde ich so viel vorwegnehmen, was ihr einfach selbst entdecken solltet. Und das solltet ihr wirklich, es wird sich lohnen. 


Das Mondgeheimnis

Bevor ich mit dem Inhalt des Buches beginne, möchte ich noch einmal auf den Autorentext bei Amazon zu sprechen kommen. Dass Stefan ein sehr freundlicher und interessanter Mensch zu sein scheint, steht für mich außer Frage. Doch die Tatsache, weshalb er zum Geschichtenschreiben gefunden hat, berührt mich irgendwie. Da es bei Amazon genannt wird, denke ich, dass ich es auch erwähnen darf. Stefan M. Fischer hat zum Schreiben gefunden, nachdem seine Mutter verstarb. Anfangs war das Schreiben für ihn eine Art Therapie, dann wurde es Leidenschaft. Nun, ich erwähne es, weil diese Tatsachen mich selbst betreffen. Und vielleicht noch viele andere. Denn alle die schreiben, wissen, dass es wirklich gut tut. Man kann alle Gefühle rauslassen, niemanden stört es, niemand hört es und niemand kann sich beschweren. Auf dem Papier, in Geschichten, kann man tun und lassen, was man will. Und man kann sich die Seele wieder rein schreiben. Es ist ein tolles Gefühl. 
In 'Das Mondgeheimnis' klingt dies irgendwie aus dem Schreibstil heraus. Natürlich ist nichts in dem Buch zu gefühlvoll, zu romantisch oder zu poetisch. Doch es steckt trotzdem viel Lebenserfahrung darin. Niederschläge und glückliche Momente. Doch wenn ich zu viel rede, kommen wir nie zum Punkt. Deswegen höre ich hier auf und komme nun zur Handlung.

Alena ist eine gezeichnete Persönlichkeit. In ihrer Kindheit wurde sie missbraucht und mit dem Alter hat sie mehr oder weniger gelernt, damit zu leben. Sie ist auch in einer Beziehung mit Vlado. Doch Vlado scheint nicht ganz ihr Typ zu sein und vor allem hegt sie keine echten Gefühle für ihn. Doch in der Geschichte lernt sie einen Maler namens Ondrej kennen und sie muss sich entscheiden, ob sie ihre Vergangenheit offenlegt. 

Nun meine Lieben. Damit wäre die Geschichte eigentlich noch lange nicht erzählt. Denn da gibt es noch die Freundin Magda und Petr und Alenas Mutter. Und das allerwichtigste: Das Mondgeheimnis. Doch was es mit alldem auf sich hat, lest ihr bitte selbst. Und das ist nicht nur so dahingeredet. Ich will wirklich, dass ihr dieses Buch lest. Hätte ich über Weihnachten nicht so viel zu tun gehabt und wäre ich nicht so müde gewesen, hätte ich das Buch schon viel schneller zu Ende gelesen. 
Das Buch scheint irgendwie einen gewissen Suchtfaktor wachzurufen. Man will wissen, was Alena verbirgt, wie es mit ihr weitergeht... einfach alles. Und dazu hat der Autor mit seinem Schreibstil natürlich wieder ganze Arbeit geleistet. Fesselnd, lebhaft, sprachlich wunderschön und doch nicht übertrieben. 

Für mich ist der Autor immer wieder eine Option und ich bin sehr froh, dass er mir diese Bücher bereitgestellt hat. Sie sind ein Segen und immer wieder etwas, das ich lesen würde. Alleine die Tatsache, dass Fischer in so verschiedenen Genres schreiben kann und sie dermaßen perfektioniert. Das ist klasse. Und ich bin froh, dass er dieses Talent in sich entdeckt hat. 

Für alle, die nun noch nicht beschlossen haben, eines seiner Bücher in Angriff zu nehmen, die verweise ich nun auf Amazon. Ihr solltet euch die Bewertungen anschauen. Und danach noch einmal darüber nachdenken. 

Ich jedenfalls klinke mich hier aus und wünsche euch viel Spaß mit Alena und dem Mondgeheimnis, oder mit Tarabas und den andersartigen Wesen Abandoniens. 

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