Samstag, 28. Januar 2012


Haut so weiß wie Schnee - Andrea Steinert

Das Buch ist im Baumhaus Verlag erschienen, hat 304 Seiten und kostet 12,99€ als Hardcover.

Ein Kosmetikkonzern hat es auf Jettes Blut abgesehen, denn nach den Worten der Vorsitzenden von Stayermed hat Jette ein Gen in sich, das ihre Haut makellos macht. Dieses Gen wollen sie haben und dafür geht Stayermed über Leichen. Eher sie es selbst ahnt, ist Jette auch schon in großer Gefahr. Doch Jonah, ein blinder Junge, ist an ihrer Seite und er weiß verdammt viel über das Kosmetikkonzern und die Pläne der kriminellen Männer von Stayermed...

Im Moment scheine ich kein großes Glück mit Büchern zu haben, denn auch dieses hat mich wie sein Vorgänger überhaupt nicht begeistern können. Ich kann nicht mal sagen, dass ich mir von dem Buch viel erwartet hätte, doch nicht mal annähernd konnte es die drei Sterne erreichen. 

Die Story kam für mich einfach nur flach rüber, weil überhaupt keine Liebe zum Detail spürbar war. Ich konnte mich zwar in die Geschichte einfinden und hatte alles vor Augen, doch das machte die Sache nicht besser. Der Stil an sich war auch schön zu lesen, einem Jugendbuch angepasst, locker und einheitlich. Allerdings hab ich mich wirklich gelangweilt. Es kam wirklich kein Gefühl bei mir an. 
Wenn mein Blut von einem Kosmetikkonzern gejagt werden würde, würde ich mir jedenfalls Gedanken darüber machen und ich hätte Angst. Jette allerdings nimmt das alles einfach so hin, als wäre das normal. 
Daher war die Story für mich nicht nur langweilig, sondern auch unglaubwürdig. 
Am Anfang war es noch ein wenig interessant zu erfahren, was es mit dem Stayermed auf sich hat, was sie vorhaben und wie der blinde Jonah zu Jette findet. Aber irgendwann ging mir das ganze wissenschaftliche und geschäftliche Gerede einfach auf die Nerven. Ich wollte ein Buch lesen und keine Ausbildung zur Aktien-Hochtreiberin machen oder sonst etwas in der Richtung. 

Jette konnte ich mir in dieser Geschichte keineswegs als so ein unfassbar hübsches Mädchen vorstellen. Sie kam mir eher wie ein gelangweiltes, griesgrämiges Etwas vor, dass ab und zu mal spricht und sich bewegt. Tut mir leid, wenn ich das jetzt so krass ausdrücke, aber ich möchte euch eben mein Empfinden so gut wie möglich schildern. Jonah war ein recht angenehmer Charakter, jedoch schien er irgendwie etwas flach. Ich weiß nicht warum, aber er war für mich irgendwie gar nicht so präsent, obwohl er ständig anwesend war.  

Das Buch konnte für mich einfach keine Atmosphäre bilden, in der man gerne ist. Ich meine, selbst in einem Thriller voller kranker Serienkiller fühle ich mich wohler, als dort. Da gibt es wenigstens Angst und Adrenalin. Hier gibt es nichts. 

Leider kann ich das Buch nicht weiterempfehlen. 

**

Kommentare:

  1. Das ist schade, versprechen Titel und Inhalt doch eine brisante Story. Wo die Inhaltsangabe auf Amazon noch schön drumrum schreibt, hast du es auf den Punkt gebracht. Das Buch wandert nicht auf meine Wunschliste ;)

    AntwortenLöschen
  2. Ich finde es schön, dass du ehrlich schreibst, dass dir das Buch nicht gefällt und du es nicht weiter empfehlen würdest. Solche Rezis sind auch wichtig.

    AntwortenLöschen