Dienstag, 27. März 2012


Das Bootshaus - Patrick McGinley 

Das Buch ist im Beltz Gulliver Verlag erschienen, hat 232 Seiten und kostet 7,95€ als Taschenbuch. Ebenfalls gibt es eine broschierte Ausgabe aus dem Script 5 Verlag, von welcher ich nun aber keine weiteren Daten habe. Außer, dass das Cover schöner ist. 

Alma macht mit ihrer Mutter Urlaub auf dem Land. Sie will vergessen was geschah, einfach Abstand nehmen von zuhause. Doch was als wunderschöner Aufenthalt in einer entspannenden Naturlandschaft beginnt, entpuppt sich bald als Almas größter Alptraum. Kurz nach ihrer Ankunft erfährt sie, dass nahe liegenden Weiher vor einem Jahr ein Mädchen ertrunken ist. Schon bald ist Alma klar, dass das kein Unfall war. Denn in ihren Träumen begegnet sie immer wieder ihrem toten Bruder, der ihr versucht etwas zu sagen. Und als sie eines Morgens aufwacht, bemerkt sie, dass etwas von ihr Besitz ergriffen hat. Etwas, das sich rächen möchte... und Alma ist das Werkzeug. 

Wenn ihr euch den Trailer bei Amazon mal anschaut, läuft euch sicher die Gänsehaut über den Rücken. Bei Horrorfans wie mir, kribbelt es im Bauch und in den Fingern: Ich muss es lesen, dachte ich mir nur.
Nun, kurz gesagt, das Buch ist gut. Es war für mich nun nicht perfekt, nichts Herausragendes, aber im Grunde doch irgendwie nach meinem Geschmack. Die Spannung wird aufrecht erhalten auch wenn es ab und an Passagen gibt, die man überspringen würde, wenn man könnte. Aber sie gehören zur Geschichte dazu und ohne sie würde man am Ende vielleicht nicht alle Fragen geklärt haben. 
Der Stil ist auf hohem jugendlichen Niveau. Keine Umgangssprache, sehr gut gewählter Wortschatz, der auch von der Reife der Protagonistin zeugt. Hat mir sehr gut gefallen. 

Die Charaktere war auch recht gut. Man hätte die Nebenpersonen noch etwas stärker ausbauen können. Die Sympathie und Antisympathie ging mehr oder weniger nur von Alma, der Protagonistin aus. Nicht wirklich vom Leser selbst. Praktisch hat man Alma nach der Nase getanzt. Hat sie jemanden seltsam gefunden, fand man das auch. Hat sie jemanden gemocht, mochte man denjenigen auch. Im späteren Verlauf hat sich das allerdings endlich etwas geändert und man konnte sich dann doch auf seine eigene Meinung verlassen und dieser auch nachgehen. 
Wie man also heraushört, ist Alma ein starker Charakter. Sie ist realistisch gezeichnet und kam immer sehr echt rüber während dem Lesen. Ich stand mit ihr am Bootshaus, ich fühlte ihre kalte Angst... Es war teilweise faszinierend wahrhaftig. 

Fakt ist, wenn man Zeit hat, um sich auf das Buch zu konzentrieren... kommt man nicht mehr davon los. Ich würde mir im Nachhinein wünschen, dass ich mir mehr Zeit am Stück genommen hätte. Doch durch die ganzen Sonnentage im Moment, habe ich wieder nur abends gelesen, was ein Fehler war. In einem Rutsch - das ist die richtige Methode für dieses Werk. 

Ich kann euch nicht mehr zu dem Buch sagen. 
Stil: Super
Charaktere: Gut
Thematik: Für mich genial

Lest es und habt Spaß damit. Und vergesst nicht, mir eure Meinung am Ende mitzuteilen.
Und bevor ich es vergesse, das Buch ist sehr jugendfreundlich. Ein leichter Grusel für Zwischendurch, nichts Spektakuläres. Also, auch die jungen Leser werden ihre Freude damit haben, ohne davon Schaden zu tragen.

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