Dienstag, 19. Juni 2012


Jennifer Smith - Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick


Das Buch ist im Carlsen Verlag erschienen, hat 224 Seiten und kostet 16,90€ als Hardcover.


Hadley könnte sich wirklich etwas Schöneres vorstellen, auf der Hochzeit ihres Vaters die Brautjungfer zu spielen. Und das noch für eine Frau, die ihr ein Dorn im Auge ist, obwohl sie sie nicht mal kennt. Denn wegen dieser Frau hat Hadleys Vater sich von der Familie getrennt und ist in England mit der Neuen abgetaucht. Doch sie stellt sich dazu bereit, die Hochzeit zu besuchen und verpasst leider den Flug. Oder Gott sei Dank? Wer weiß, denn Hadley lernt am Flughafen einen total tollen Typen kennen und ihr bleiben genau vierzehn Flugstunden, um sein Herz zu erobern.


Um sogleich auf den Inhalt zu sprechen zukommen, muss ich sagen, dass mir die Thematik an sich anfangs recht gut gefiel. Schnell wurde mir aber auch bewusst, dass ich mir durch eine Rezension auf Youtube viel zu viel erwartet hatte. Ich dachte, ich wäre begeistert von dem Buch, wenn ich es zuschlage und ich würde die Personen mögen und würde die Verliebtheit spüren, die zwischen den beiden Protagonisten heranwächst. Aber nichts dergleichen ist geschehen. Ganz im Gegenteil, ich konnte keine Verbindung zu irgendwem in der Geschichte aufbauen. Das einzige, was ich konnte, war Hadleys Gedanken nachzuvollziehen. 
Die Dialoge in dem Buch waren meiner Meinung nach das einzige, was man hätte lesen müssen, um der Geschichte zu folgen. Jegliche Sätze dazwischen brachten die Geschichte nicht weiter und schienen irgendwie unnötig. 
Die Abschnitte, in denen man Hadleys Vergangenheit erlebt, die Erlebnisse mit ihrem Vater vor der Trennung verfolgt, waren noch recht interessant, konnten an meiner Meinung aber letztendlich auch nichts mehr ändern. 

Die Charaktere waren an sich sehr sympathisch, aber nichts Besonderes. Hadley war jemand, dem man gern zugehört hat, den man auf die Buchlänge verkraften konnte. Leider fand ich aber zu den Charakteren keine Bindung. Somit wirkte das Buch für mich schwach. 

Ich bedauere es, dass meine Meinung über das Buch so negativ ausfällt, aber leider konnte mich daran absolut nichts begeistern. Da frage ich mich wirklich, weshalb schlechte Bücher gedruckt werden und die wirklich guten Autoren auf ihren Werken zuhause sitzen bleiben. 

Euch jedoch wünsche ich viel Spaß. Bildet euch eure eigene Meinung über das Buch. 

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Montag, 11. Juni 2012


Em Bailey - Du denkst, du weißt wer ich bin



Daten.
Verlag: Egmont INK Verlag
Preis: 17,99€
Seitenzahl: 352 Seiten
Genre: Jugendthriller
Erscheinungsdatum: Februar 2012
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Gekauft: Pieper Buchhandlung 



Die Gerüchte über Miranda lassen Olive vorerst kalt. Doch als die Neue urplötzlich Katies beste Freundin ist, lässt sie aufhorchen. Olive bemerkt nicht als einzige, dass Katie neben Miranda regelrecht zu verblassen beginnt. Sie lässt ihr Aussehen schleifen, wird immer dünner, immer blasser - Und Miranda scheint Katies Platz auf der Beliebtheitsskala gnadenlos einzunehmen. Olive geht dem Ganzen auf die Spur, und gemeinsam mit ihrer Freundin Alice versucht sie herauszufinden, ob Miranda Vaile ja doch eine Mörderin ist... 



Die Handlung des Buches ist wirklich gut. Es kommen immer wieder Punkte, an denen man glaubt, 'jetzt muss doch endlich alles ans Licht kommen', aber das Buch ist noch lange nicht zu Ende. Es gibt sehr viel zu erfahren und sehr viel mitzuerleben. Der Stil ist auch richtig gut zu lesen, spannend von der ersten bis zur letzten Seite, locker und leicht, aber nichts Besonderes. Einfach gut eben. 
Die Autorin hat mit den Charakteren neue Welten erschaffen. Miranda ist eine Person, wie sie sich jeder vorstellen kann. Ein grausames Biest, die sich alles nimmt, was sie will. Und andere kommen dadurch zu schaden. Aber niemand merkt es, weil jeder ihrem Charme erliegt. Oder sonst etwas, dass Miranda an sich hat, mit dem sie andere Menschen an sich bindet. 
Olive ist ebenfalls ein äußerst interessanter Charakter. Sie spürt, dass mit Miranda etwas nicht stimmt und versucht alles was in ihrer Macht steht, um das Geheimnis zu lüften. Doch so einfach ist das nicht, denn Olive war krank. Sie hat eine Therapie hinter sich und ihre Mutter und wie sie glaubt auch viele andere, würden ihr kein Wort glauben. 
Miranda zeigt bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihr böses Gesicht und als Leser bekommt man da des Öfteren mal Gänsehaut. Alles in allem also super gemeistert. 

Wie sollte es anders sein, gibt es auch in diesem Jugendbuch auch eine kleine Liebesgeschichte. Diese hält sich jedoch ziemlich im Hintergrund und eigentlich hätte man sich diese sogar ein bisschen präsenter erhofft. Aber eigentlich war alles genau richtig aufgeteilt. 

Bis zum Schluss war nicht klar, wie die Geschichte enden wird und es gab viele verzwickte Situationen, durch die man sich winden musste. Viele Informationen, mit denen man arbeiten konnte, aber doch hätte man den wirklichen Schluss nicht herausfinden können. 
Die Geschichte hat definitiv potenzial und ich werde weiteres von der Autorin lesen, sobald es erscheint. 

Das einzige, was mich in dem Buch gestört hat, war die Sache, dass einige Probleme oder Konflikte so gelöst werden, wie sie gelöst werden. Mir kam es an vielen Stellen einfach etwas unrealistisch vor, dass immer einer zu Hilfe kam. Egal wo Olive sich befand. Wenn man nicht gerade einen 24-Stunden-Stalker hat, wird dies kaum möglich sein. 

Aber das hat der Geschichte keinen Abbruch getan, dennoch war sie einfach spannend und super gestaltet. Vier Sterne hat das Buch sich ganz sicher verdient. Auch wenn ich sagen muss, dass ich nicht die beste Bindung zur Story und den Charakteren hatte. 



Bewertung.
Aufmachung: 3,5/5
Idee der Geschichte: 3,5/5
Umsetzung: 4/5
Sprache: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Unterhaltungswert: 4/5
Nachdenklichkeit: 3/5
Überraschungseffekte: 4/5
Bildungswert: 2,5/5
Länge/Schnelligkeit: 4/5

Punkte insgesamt: 36/50

4 Sterne