Dienstag, 31. Juli 2012



Julia für immer - Stacey Jay


Daten.
Verlag: Egmont INK Verlag
Preis: 17,99€
Seitenzahl: 352 Seiten
Genre: Jugendfantasy
Erscheinungsdatum: Februar 2012
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Gekauft: Rezensionsexemplar 



Romeo und Julia mal anders. Von der großen Liebe dieser beiden Figuren aus Shakespeares Stück ist nichts mehr zu spüren. Romeo hat seine Liebe zu Julia verraten und sie für die Unsterblichkeit ermordet. Seit 700 Jahren ist er als Söldner unterwegs und versucht die Liebenden voneinander zu entfernen. Doch auch Julia ist noch immer am Leben und kämpft auf der Seite der Botschafter des Lichts für die wahre Liebe. Romeo und Julia sind Gegner, immer und immer wieder. Wieder stellt sich die Frage, wer dieses Spiel von Gut und Böse gewinnt. Doch was, wenn sich dieses Mal die Liebe dazwischenstellt? Die Liebe, zwischen Romeo und Julia, die neu entfachen könnte? ...


Handlung.
Die Story war im Großen und Ganzen ganz okay, hätte aber auch noch etwas besser sein können. Für mich war sie nicht düster genug, nicht rasant genug, obwohl doch einiges vorfällt. Aber irgendwie hat das Buch mich einfach nicht vollkommen eingenommen.  

Charaktere.
Die Charaktere im Buch waren für meine Bedürfnisse nicht ganz ausgereift. Von Romeos Boshaftigkeit oder dunkler Seite hab ich nicht viel bemerkt. Mich hat er einfach nur genervt. Die Dialoge zwischen den beiden waren nervig und die Dialoge zwischen anderen Menschen im Buch, die verliebt waren oder irgendwie eng zueinander standen, einfach nur kitschig. 
Allerdings urteile ich über das Buch nicht so hart, wie es sich für euch nun anhören mag. Es war gut. Es war wirklich gut und unterhaltsam. Die paar Punkte, die mir daran nicht gefallen haben, konnte ich übersehen und trotz allem die Geschichte genießen.  

Stil.
Der Stil ist wie in jedem Jugendbuch gut und leicht zu lesen. Es ist nichts Anspruchsvolles und nichts Besonderes, was mich ab und an mittlerweile etwas nervt in diesem Genre, aber da kann das Buch ja nun nichts dafür. Irgendwie hat in den Jugendbüchern keiner mehr seinen eigenen Stil. Man kann die Autorinnen nicht mehr unterscheiden. 
Etwas weniger Kitsch, mehr Action, dann hätte das Buch vielleicht seine vier Sterne bekommen. So hat es nur drei erreicht, was aber auch noch okay ist.


Bewertung.
Aufmachung: 3/5
Sprache: 3/5
Setting: 2,5/5
Charaktere: 3/5
Unterhaltungswert: 3/5
Nachdenklichkeit: 2/5
Überraschungseffekt: 3/5
Länge/Schnelligkeit: 3,5/5

Punktzahl insgesamt: 23/35

3 Sterne




Samstag, 14. Juli 2012


Ashby House - V.K.Ludewig

Das Buch ist im deutschen Taschenbuch Verlag erschienen, hat 320 Seiten und kostet 9,95€ als Taschenbuch. 

Ashby House erwartet an einem kalten Januartag seine neuen Besitzer. Die weltberühmte Fotografin Lucille Shalott reist mit ihrer Schwester Laura an, mit der sie gewaltig auf Kriegsfuß steht. Kaum angekommen ist Lucille plötzlich wie vom Erdboden verschluckt und Laura macht sich mit Butler Steerpike auf die Suche. Als die beiden den verbotenen zweiten Stock mit legendärem Turmzimmer betreten, erwacht Ashby House plötzlich zum Leben und geht zum Gegenangriff über...


Wenn man sich, wie ich, für mysteriöse und paranormale Dinge interessiert, sollte man sich vorher noch einmal klar machen, dass dieses Buch als Roman gekennzeichnet ist. Spannung ist zwar in einem gewissen Maße vorhanden, aber eben nicht so, als dass man einen Adrenalinschub nach dem anderen bekommt. Im Gegenteil, das ganze Buch ist voll von Beschreibungen, Dialogen und langwierigen Szenen. Insgesamt erfährt man dadurch aber viel über die vorherigen Besitzer von Ashby House und über die Charaktere, mit denen wir durch die Geschichte schreiten. 
Lucille ist eine Person, die trotz ihres ausgeprägten Charakters und ihrer forschen Art, in den Hintergrund rückt. Laura ist sozusagen die Hauptperson. Allerdings glaube ich, dass sich in den ersten 20 Seiten bereits entscheidet, ob man sich auf die Seite von Lucille oder von Laura schlägt. Ich fand Lucille somit sofort sympathisch, trotz ihrer gemeinen Ader. Denn diese hat auch Laura. Und bei Laura missfiel mir das absolut. 
In den ersten 50 Seiten musste ich öfter an die Rezension von Ilona denken (Glimmerfee auf Youtube). Sie war auf Grund einer erotischen Szene in diesem Buch nicht ganz so begeistert von der Geschichte und natürlich habe ich auf diese Szene daher sehr geachtet. Ich persönlich bin dessen nicht abgeneigt und akzeptiere das in dieser Art von Roman auch. Ich persönlich fand diese Stelle jetzt nicht verwerflich und kann euch das Buch trotz dieses sexuellen Zwischenfalls auch empfehlen. 
Wichtig ist, dass ihr es mögt, viele Details zugeführt zu bekommen, dass sich die Spannung nicht überschlägt, etc. 
Insgesamt ein ruhiges, aber ganz nettes Buch zu einem paranormalen Phänomen. Interessant und lesenswert. Aber für meinen Geschmack auch nicht überwältigend.

***


Samstag, 7. Juli 2012


Die Mechanik des Herzens - Mathias Malzieu

Das Buch ist im Juni im Carl's Books Verlag erschienen, hat 192 Seiten und kostet 12,99€ als broschierte Ausgabe. 

Bei einer Eiseskälte wird der kleine Jack in Edinburgh geboren. Jedoch nicht ganz gesund, denn Jack hat einen Herzfehler, und seine Hebamme und Pflegemutter Madeleine baut ihm eine Kuckucksuhr zur Unterstützung ein. Jack hätte sicher ein wundervolles Leben, doch darf er eine Sache nie erfahren: Das Wunder der Liebe. Denn die Liebe könnte seine Uhr zum Zerspringen bringen und Jack würde es nicht überleben. Doch dann trifft er die wunderschöne Tänzerin Miss Acacia und er setzt sein Herz auf's Spiel. Das echte, sowie das Herz seiner Uhr. 

Das Buch ist ein Märchen für Erwachsene. So sagt man. Als Märchen habe ich es empfunden, von der Stimmung her, von der allgemeinen Sprache. Recht angenehm zu lesen war die Geschichte, jedoch gab es auf den ersten Seiten, und auch später immer wieder, ein paar Punkte, die mir nicht gepasst haben. 
Zum Beispiel finde ich es ein wenig seltsam, wie sich ein doch recht junger Kerl wie Jack sich für die weibliche Brust so begeistern kann. Ich fand manche Sätze in dem Zusammenhang einfach unnötig und nicht gerade passend. Ich bin sicher kein verklemmter Mensch, ich lese und lebe jede Form der Erotik, aber in einer solchen Geschichte, gehört das für mich einfach nicht dazu. Irgendwie widert mich das in solchen Büchern einfach an. Das ist aber, wie alles im Leben, Geschmacksache. 

Die Charaktere sind an sich ganz süß gestaltet, aber ich konnte zu Jack nicht wirklich einen Bezug finden. Ich mochte ihn nicht wirklich, konnte diesen kleinen Jungen nicht in mein Herz schließen. Madeleine hatte viele Eigenarten in dem Buch, was sie interessant machte. Ein Charakter, über den man gerne gelesen hat. Auch Jacks leibliche Mutter war interessant, doch leider hörte man nicht viel über sie, was in der Hinsicht natürlich auch logisch war, wenn man bedenkt, wer sie war und wie sie gehandelt hat. 

Alles in Allem sicher ein recht schönes Buch für zwischendurch. Für mich war es allerdings nicht der Burner, ich hatte nicht viel Spaß damit. Vielleicht habe ich einfach zu überstürzt zu diesem Buch gegriffen, aber der Anfang gefiel mir bei einer Leseprobe stilistisch so gut, dass ich es direkt bestellt habe. Von der Sprache an sich war es auch wirklich gelungen und ich denke, wenn man über die kleinen Patzer und ein paar langweiligere Stellen hinwegsehen kann, ist es eine unterhaltsame Lektüre.

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