Samstag, 7. Juli 2012


Die Mechanik des Herzens - Mathias Malzieu

Das Buch ist im Juni im Carl's Books Verlag erschienen, hat 192 Seiten und kostet 12,99€ als broschierte Ausgabe. 

Bei einer Eiseskälte wird der kleine Jack in Edinburgh geboren. Jedoch nicht ganz gesund, denn Jack hat einen Herzfehler, und seine Hebamme und Pflegemutter Madeleine baut ihm eine Kuckucksuhr zur Unterstützung ein. Jack hätte sicher ein wundervolles Leben, doch darf er eine Sache nie erfahren: Das Wunder der Liebe. Denn die Liebe könnte seine Uhr zum Zerspringen bringen und Jack würde es nicht überleben. Doch dann trifft er die wunderschöne Tänzerin Miss Acacia und er setzt sein Herz auf's Spiel. Das echte, sowie das Herz seiner Uhr. 

Das Buch ist ein Märchen für Erwachsene. So sagt man. Als Märchen habe ich es empfunden, von der Stimmung her, von der allgemeinen Sprache. Recht angenehm zu lesen war die Geschichte, jedoch gab es auf den ersten Seiten, und auch später immer wieder, ein paar Punkte, die mir nicht gepasst haben. 
Zum Beispiel finde ich es ein wenig seltsam, wie sich ein doch recht junger Kerl wie Jack sich für die weibliche Brust so begeistern kann. Ich fand manche Sätze in dem Zusammenhang einfach unnötig und nicht gerade passend. Ich bin sicher kein verklemmter Mensch, ich lese und lebe jede Form der Erotik, aber in einer solchen Geschichte, gehört das für mich einfach nicht dazu. Irgendwie widert mich das in solchen Büchern einfach an. Das ist aber, wie alles im Leben, Geschmacksache. 

Die Charaktere sind an sich ganz süß gestaltet, aber ich konnte zu Jack nicht wirklich einen Bezug finden. Ich mochte ihn nicht wirklich, konnte diesen kleinen Jungen nicht in mein Herz schließen. Madeleine hatte viele Eigenarten in dem Buch, was sie interessant machte. Ein Charakter, über den man gerne gelesen hat. Auch Jacks leibliche Mutter war interessant, doch leider hörte man nicht viel über sie, was in der Hinsicht natürlich auch logisch war, wenn man bedenkt, wer sie war und wie sie gehandelt hat. 

Alles in Allem sicher ein recht schönes Buch für zwischendurch. Für mich war es allerdings nicht der Burner, ich hatte nicht viel Spaß damit. Vielleicht habe ich einfach zu überstürzt zu diesem Buch gegriffen, aber der Anfang gefiel mir bei einer Leseprobe stilistisch so gut, dass ich es direkt bestellt habe. Von der Sprache an sich war es auch wirklich gelungen und ich denke, wenn man über die kleinen Patzer und ein paar langweiligere Stellen hinwegsehen kann, ist es eine unterhaltsame Lektüre.

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