Mittwoch, 29. August 2012



Mortal Kiss 2 - Wem gehört dein Herz 
Alice Moss


Daten.
Verlag: Egmont INK Verlag
Preis: 14,99€
Seitenzahl: 236
Genre: Jugendfantasy
Erscheinungsdatum: Feburar 2012
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Gekauft: Thalia 
Wann und wo: Morgens und vormittags zuhause



Finn und Faye sind glücklich, der Schrecken scheint vorbei zu sein und jeder hat wieder in das alltägliche Leben in Winter Mill zurückgefunden. Doch plötzlich verschwindet Lukas, der Halbbruder von Fynn und keiner weiß, wo er steckt. Aus harmlosen Vermutungen wird später bitterer Ernst, als klar wird, dass Lukas in großer Gefahr steckt. Und bald sind auf Faye, Finn und dessen Bikergang in die Gewalt des Bösen verwickelt...


Ich denke, dass ich mit dieser Zusammenfassung nicht allzu viel verraten habe und selbst die, die den ersten Teil dieser Trilogie noch nicht gelesen haben, die Rezension unschädlich mitlesen können. 
Selbstverständlich treffen wir in diesem Band wieder auf altbekannte Charaktere aus dem ersten Band, die viele von uns sicher ins Herz geschlossen haben. Wie auch schon das erste Band beginnt es hier harmlos mit einem kleinen Outfit-Check und einer großen Party. Trotz allem geht es auch hier wieder recht schnell zur Sache und man ist wieder mitten in der Geschichte versunken. 
In Winter Mill ist dieses Mal Sommer, doch die leichte eisige Atmosphäre, die uns aus dem ersten Teil bekannt ist, ist auch hier wieder sehr präsent. Ich denke, das Gefühl von leichtem Grusel oder Magenkribbeln bekommt man nicht mehr los. 
Das erste Buch hat mir trotz allem ein bisschen besser gefallen. Da war die Spannung noch größer, es war neu, es war ausgetüftelt, eine tolle Idee gut umgesetzt. Auch das zweite Buch beherbergt wieder super tolle Ideen und unvorhergesehene Wendungen in der Geschichte. 
Es war rundum ein leichtes und schnelles Leseerlebnis, das für zwischendurch wirklich gut geeignet gewesen ist. 



Bewertung.
Sprache: 3/5
Spielort/Setting: 3/5
Charaktere: 2/5
Unterhaltungswert: 3/5
Nachdenklichkeit: 1/5
Überraschungseffekte: 3/5
Länge/Schnelligkeit: 4/5

Punktzahl insgesamt: 19/35 

3 Sterne.




Samstag, 25. August 2012


Den Teufel am Hals - Stefan M. Fischer



Daten.
Verlag: Staubkorn Verlag
Preis: 6,99€
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: Juni 2012
Altersempfehlung: Ab 16 Jahren
Seitenzahl: 84
Gekauft: Vom Autor bekommen
Wann und wo: Nachmittags


Sebastian ist Kellner und lebt alleine. Er ist mit seinem Leben nicht unbedingt zufrieden und sieht es als ein eher trostloses Dasein an. Linda, die Frau in die er verliebt ist, könnte dies ändern, doch leider hat sie kein Interesse an einer festen Bindung. Als hätte Sebastian nicht schon Leiden genug, suchen ihn plötzlich Halluzination auf. Ob es wirklich nur Einbildungen sind, fragt Sebastian sich spätestens dann, als er feststellt, dass er in die Zukunft sehen kann. Natürlich ist das vorerst eine sehr spannende Angelegenheit, aber wie jeder andere, muss auch Sebastian zu spüren bekommen, dass diese Gabe nicht nur positive Eigenschaften hegt... 


Ich denke, was man von der ersten Seite des Buches hält, ist jedem selbst überlassen. Mein erster Gedanke war 'Ohje, bitte lass nicht das ganze Buch so sein'. Zum Glück wurde mir das erspart. Stefans Schreibstil bleibt einfach gut und ich wusste, was ich mir von dem Buch erwarten kann und was nicht. 
Sein Stil ist besonders. Ab und an sehr umgangssprachlich, mit einer Mischung aus leichter Poesie. Zwischendurch klingt er recht philosophisch, dann wieder ganz locker vom Hocker. Diese Mischung macht seine Bücher irgendwie zu etwas Neuem. 
Die Charaktere waren gut ausgefeilt, obwohl das Buch ja sehr kurz ist. Die Ereignisse überschlagen sich für den Leser fast, wenn man richtige Thriller gewöhnt ist, in denen man erst mal abwarten muss, bis etwas passiert. Doch so kommt das Buch auch schnell zur Sache und ich von Anfang an sofort spannend. Die Geschichte um Sebastian ist wirklich interessant und er ist eigentlich ein sehr sympathischer Charakter. Auch Linda ist interessant dargestellt und sicherlich eine sehr begehrenswerte Frau. Allerdings haben mir die Dialoge in dem Buch ein wenig zu schaffen gemacht. In dem Buch ist es so, dass sehr viele Worte verschluckt werden bei der wörtlichen Rede. Anstatt 'Ist das dein Ernst' kommt dann zum Beispiel nur 'Dein Ernst?'. Wäre nicht so schlimm, wenn es dabei geblieben wäre. War aber ein paar Mal öfter so, als sich jemand unterhalten hat, und das sind dann doch Dinge, die mich stören. Ich bin eben ein Rechtschreibfanatiker und für mich ist es nicht angenehm zu sehen, wenn die Umgangssprache so sehr rauskommt. Vor allem klingt es beschränkt oder leicht übertrieben, weil selbst Jugendliche von heute in ganzen Sätzen sprechen. Meistens jedenfalls. Jedenfalls die, die ich kenne. 
Aber das war mitunter auch das einzige, was mich an dem Buch gestört hat. Die Spannung war da, die Charakterzüge echt, die Umgebung immer knapp und ausreichend geschildert. 
Stefan zeigt in diesem Buch mal wieder, dass er Talent hat. Talent nach oben. Er hat noch viel Platz zur Steigerung und das finde ich klasse. Seine Romane sind kurzweilig und man kann sie super irgendwohin mitnehmen. Für einen Nachmittag am See, in der U-Bahn, oder wenn man in der Schule mal eine Freistunde hat. Was würde da besser reinpassen, als ein Buch von Stefan M. Fischer?
Ich kann es euch wirklich nur empfehlen. Wie immer wirklich ideenreich. 



Bewertung.
Sprache: 3/5
Spielort: 3/5
Charaktere: 3/5
Unterhaltungswert: 4/5
Nachdenklichkeit: 1/5
Überraschungseffekte: 3/5
Länge/Schnelligkeit: 4/5

Punktzahl insgesamt: 21/35

3 Sterne 

Dienstag, 21. August 2012


Shades of Grey - E.L.James



Daten.
Verlag: Goldmann
Preis: 12,99€
Genre: Erotikroman
Erscheinungsdatum: Juni 2012
Seitenzahl: 602
Altersempfehlung: Ab 16
Spielort: Seattle, Portland
Gekauft: Wasgau ;)
Wo und wann: Am See, zuhause, zu jeder Zeit




Anastasia Steele, 21, Literaturstudentin. In Liebesdingen sehr unerfahren, betritt sie im Auftrag ihrer besten Freundin Kate, das große Unternehmen des reichen Christian Grey. Sie soll ihn für die Studentenzeitung interviewen und spürt sobald sie ihm gegenüber sitzt die extreme Spannung zwischen ihnen. Grey ist ein Mann wie sie ihn bisher noch nie kennengelernt hat und früher oder später muss sie sich selbst einfach eingestehen, dass sie ihn berauschend findet. Sie sieht Grey wieder - und es dauert nicht lange, bis sie bemerkt, dass dieser Mann ganz und gar anders ist, als die anderen. Und, dass er sie in eine komplett andere Art von Beziehung einführt. Düster, hart, erotisch. Ana ist sich nicht sicher, ob sie sich darauf einlassen soll. Doch jedes Mal wenn Grey sie berührt, weiß sie, dass sie gar keine andere Chance hat, als sich ihm voll und ganz hinzugeben. 



Thematik und Stil.
Die Thematik wurde meiner Meinung nach gut umgesetzt. Man konnte sich direkt in die Geschichte fallen lassen - nein, man wurde praktisch dazu genötigt - und auch der Stil hält den Leser einfach am Ball. Die Autorin hat hier wahrscheinlich kein Meisterwerk der hochtrabenden Literatur erschaffen, aber mal ehrlich, wer will das schon? Wenn ich ein Buch lese, will ich Spaß, Erkenntnis, Gefahr, Romantik, lustige Momente, Spannung, Adrenalin. All das hat mir dieses Buch geboten und für mich ist es definitiv ein Highlight. Wenn ich da die Leute sehe, die dieses Buch zu Tode analysieren, dann frag ich mich nur, ob die zu viel Zeit und Langeweile haben. Manche suchen sich einfach Fehler, um sich gegen den Hype zu stellen. Aber ich steh dazu, in diesem Hype bin ich voll und ganz gefangen.
Der Stil ist fesselnd, einfach und dennoch mit gut gewählten Worten. Man fliegt durch die Seiten und kann nicht mehr aufhören. Diese 600 Seiten kamen mir vor wie 200. Schade, dass es so schnell vorbei war. 

Charaktere.
Ana ist eine sehr liebenswerte Person. Auch wenn ich mich mit ihrer Unerfahrenheit und dieser kleinen, aber doch vorhandenen Naivität nicht unbedingt identifizieren kann, ging ich doch als eine Art Freundin mit ihr durch die Geschichte. Sagen wir es kurz, sie ist ein Mädchen, mit dem ich mich sicherlich gut verstehen würde. Frech, aufgeschlossen, hübsch, spontan... ich mag so was. 
Christian ist jemand, der für mich eine Mischung aus guter Junge und Psychopath darstellt. Zeitweise mochte ich ihn sehr gerne, zeitweise hatte ich aber auch Angst um meine Gesundheit. Bzw. um Ana's Gesundheit. ;) Er ist ein Charakter mit vielen Fassetten und Geheimnissen. Und ich freue mich tierisch darauf, einige davon im nächsten Teil zu entlüften. In diesem Band erfährt man nach und nach einiges und das Bild über Christian Grey wird immer deutlicher. Allerdings fehlen immer noch so viele Puzzleteile, die man dazu bräuchte, um seine Neigungen und seine Handlungen zu verstehen. Das macht das ganze für mich natürlich unglaublich interessant. 
Diese Charaktere sind einfach keine 0815 Leute, die man in jedem 0815 Buch begleiten kann. Die Charaktere sind sehr komplex und haben alle ihre Geschichte. Und diese Geschichte berührt einen sogar in einigen Momenten. Für mich waren die Charaktere ein echtes Erlebnis und ein Geschenk.
Vor allem ist in dem Buch auch wieder zu erkennen, wie viele Fehler man an dem anderen zu akzeptieren bereit ist, sobald man verliebt ist. Die rosa-rote Brille schwächt vieles ab und man tut mehr für den anderen, als man eigentlich bereit wäre, wenn diese romantischen Gefühle für das gegenüber nicht da wären.
Ebenfalls konnten die Dialoge der beiden mich öfter mal zum Schmunzeln bringen. Ein oder zweimal habe ich sogar richtig lachen müssen. Ich fand es also insgesamt sehr unterhaltsam und schön aufgebaut.  

Setting.
Die Orte, an dem das Buch spielt, sind ebenfalls sehr gut dargestellt. Seattle ist jetzt nicht gerade meine Traumstadt in den USA, aber dennoch hat es irgendwie gepasst. Auch die Zeiten bei Grey zuhause oder besondere Momente, die die beiden an bestimmten Orten erleben, sehr schön geschildert. Ich darf ja leider nichts verraten. ;) 

Kritik.
Um noch einmal auf den Punkt zu sprechen zu kommen, über den sich so viele Menschen pikieren. Die Wortwiederholungen. Grey streicht sich dauernd durch die Haare, Ana kaut ständig auf ihrer Lippe herum. Was halte ich davon? Ich finde, dass es einfach zum Charakter gehört. Es sind Merkmale, die sich die Autorin überlegt hat, die die Charaktere festigen. Klar, es wird unglaublich oft erwähnt, dass Ana sich auf der Lippe kaut und Grey reagiert immer gleich darauf. Aber mich persönlich hat es jetzt nicht so sehr gestört. Ich habe darauf sowieso nur Acht gegeben, weil ich vorher schon mit solchen Informationen bombadiert worden bin. Man kommt ja kaum drum herum, wenn man sagt, dass man dieses Buch lesen möchte. 


Zum guten Schluss kann ich nur sagen, dass das Ende mich fast zu Tränen gerührt hätte. Ob im positiven oder negativen Sinn werde ich absolut nicht verraten. Allerdings freue ich mich sehr auf den zweiten Band. Der Schluss ist zwar halbwegs befriedigend aufgebaut, kam mir aber dennoch wie ein Cliffhanger vor, weil die Charaktere mir einfach ans Herz gewachsen sind und ich sie unbedingt weiter in ihrem Leben begleiten möchte. Ein Hoch auf diese Trilogie. Während des Lesens war ich mir ab und an nicht mal sicher, ob ich die nächsten Bände noch lesen möchte, aber am Ende war es doch wieder eindeutig. JA. Natürlich. ;) 



Bewertung.
Sprache: 4/5
Spielort/Setting: 4/5
Charaktere: 5/5
Unterhaltungswert: 5/5
Nachdenklichkeit: 4/5
Überraschungseffekte: 3/5
Länge/Schnelligkeit: 5/5

Punktzahl insgesamt: 30/35

5 Sterne

Sonntag, 12. August 2012


Eve Green - Susan Fletcher


Daten.
Verlag: bloomsbury
Preis: 8,95€
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: September 2011
Seitenzahl: 348
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren 
Spielort: Wales
Gekauft: Piper Buchhandlung
Wo und wann: Auf dem Balkon, mittags



Eve Green ist acht Jahre alt, als sie nach dem Tod ihrer Mutter auf die Farm ihrer Großeltern gebracht wird. Das Leben dort ist sicher keines, dass man haben muss, etwas fad und unvollständig. Dennoch fühlt Eve sich dort geborgen. Als die zehnjährige Rosie jedoch verschwindet, legt sich ein Schatten über das Dorf und es hagelt wilde Beschuldigungen gegen den umherstreunenden Mann Billy Macklin. Nur Eve hat Vertrauen zu dem Außenseiter und zwischen den beiden entwickelt sich eine Art Freundschaft. Die Geschichte wird im Rückblick erzählt von der nun schwangeren Eve Green. Ein zerrissenes Dorf und ein Verbrechen, für das ein unschuldiger junger Mann büßt. 


Die Geschichte von oder über Eve Green ist etwas Besonderes. Es ist so besonders, dass sicher nicht jeder dafür ein Gespür hat, geschweige denn genügend Interesse. Wer in diesem Buch irgendeine Art von Spannung und Action erwartet, ist wohl sehr schlecht bedient. Das Buch ist ein Roman, bei dem ich mich gefragt habe, was er im Jugendbuchregal in meiner Buchhandlung zu suchen hatte. Es wird nicht viele Jugendliche geben, die für ein solches Buch Zeit aufbringen wollen. Es gibt sehr viele Beschreibungen jeglicher erlebter Situationen der Protagonistin. Die Sprache ist ausgefallen und man merkt, dass die Autorin über einen extrem bereicherten Wortschatz verfügt. Das war auch mitunter ein Grund, weswegen ich das Buch gelesen habe. Schließlich stehe ich absolut nicht auf Romane ohne Spannungsanteil. Allerdings ist es ein angenehmes Sommerbuch. Ich habe es gerne die letzten Tage im Schwimmbad oder am See dabei gehabt und ein bisschen darin gelesen. Die Stimmung dafür eignet sich irgendwie, auch wenn das Land dort natürlich nicht so prickelnd beschrieben wird, nachdem das Kind verschwindet. Die Atmosphäre ist einfach etwas bedrückend. Aber trotzdem ist es für mich ein Sommerbuch. Alleine schon das Cover bringt mich in diese Stimmung.

Das Buch hat auf jeden Fall Persönlichkeit. Man erfährt viel über das Leben auf dem Land, das Leben von Eve Green und ihren Großeltern und alles Mögliche. Die Charaktere sind somit schon recht ausgebaut, allerdings liest es sich etwas Komisch. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber es liest sich eben nicht wie ein Jugendbuch, in dem man sich super mit den Personen identifizieren kann. Es liest sich eher wie eine fade Erzählung, die allerdings wundervoll mit sprachlichen Kenntnissen verknüpft wurde. Also einerseits wunderschön, andererseits super langweilig, wenn man nicht gerade Fan solcher Romane ist. 

Ich würde sagen bei diesem Buch muss sich jeder seine eigene Meinung bilden und einfach mal in der Leseprobe stöbern. Empfehlen kann ich das Buch auf jeden Fall, da es einen Punkt hatte, der mich einfach glücklich gemacht hat. Es ist ein Buch, dass ich immer wieder mitnehmen würde, für unterwegs zu lesen. Ich weiß nicht genau wieso, aber ich würde dazu jedes Mal wieder greifen. 

Viel Spaß beim Lesen! 



Bewertung.

Sprache: 4/5
Spielort/Setting: 3/5
Charaktere: 2/5
Unterhaltungswert: 2/5
Nachdenklichkeit: 3/5
Überraschungseffekte: 2/5
Länge/Schnelligkeit: 2/5

Punktzahl insgesamt: 18/35

3 Sterne

Mittwoch, 8. August 2012


Die Nacht von Shyness - Leanne Hall



Daten.
Verlag: Aufbau Verlag
Preis: 16,99€
Seitenzahl: 289 Seiten
Genre: Dystopie 
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Erscheinungsdatum: März 2012
Gekauft: Pieper Buchhandlung 



Am Stadtrand von Shyness, wo ewige Dunkelheit herrscht, trifft Wolfboy auf ein seltsames Mädchen names Wildgirl, das von der anderen Seite kommt. Wildgirl erklärt Wolfboy in dieser Nacht zu ihrem Fremdenführer und lässt sich in eine Welt entführen, die sie nicht kannte. Die beiden begegnen in dieser Nacht einer Gang mit zuckerabhängigen Kindern, Verrätern, Träumern, Kobold ähnlichen Affen und vielleicht sogar der ganz großen Liebe... denn eine Nacht reicht aus, um zwei Leben zu verändern. 


Was soll ich zu diesem Buch sagen? Die Autorin hat in ihrem Interview, das ebenfalls im Buch nachzulesen ist, gesagt, dass sie mit ihrem Buch von allen Klischees abweichen wollte. Sie wollte sich mit dieser Geschichte von den ganzen hochgelobten Dystopien oder Romanen wie Twilight distanzieren, sich nicht in eine Sparte stecken lassen. Auch wenn die Idee zu Shyness schon vor der Erscheinung dieser genannten Romane in ihrem Kopf herumspukte. 
Nun, sie hat es geschafft. Shyness und die Charaktere darin sind mit nichts zu vergleichen. Die Autorin hat eine komplett eigene Welt erschaffen, wie man sie vorher noch nicht in Büchern kennengelernt hat. Sie hat Charaktere erschaffen, die real sind, menschlich und komplex. In dieser Geschichte gibt es keinerlei Kitsch. Die Autorin zeigt, dass eine Spannung zwischen zwei Menschen auch ganz anders zu spüren ist. Dass man diese ganz anders verpacken und in Worte fassen kann. Und wenn man das Buch gelesen hat, ist man sich irgendwie sicher, dass sich in dieser Nacht jeder verliebt hätte.

Ich persönlich muss sagen, dass der Schreibstil der Autorin an sich, sich nicht zwangsläufig von anderen Jugendbüchern unterscheidet. Dennoch hat die Autorin etwas Magisches. Die Personen waren nicht mal allzu sympathisch, wenn man sie oberflächlich betrachtet. Man hat ziemlich wenig von ihnen selbst erfahren, wusste keine Kleinigkeiten. Zb. was ihre Lieblingsfarbe ist oder so, diese kleinen Persönlichkeiten, die einen Charakter irgendwie sympathischer machen, die haben gefehlt. Trotzdem war man in der Geschichte drin und hat die beiden verfolgt - mit Freude. Die Nacht von Shyness wirkt allerdings vor allem nach dem Lesen. Jetzt wo ich diese Rezension für euch schreibe, merke ich erst richtig, wie die Atmosphäre dieses Buches sich in mir ausbreitet. 
Den zweiten Teil, der in Planung ist, werde ich dann wohl wirklich in der Nacht, draußen, alleine lesen. Einfach um die Nacht von Shyness wirklich in mir spüren zu können. 

Ich denke, damit ist genug gesagt. Die Nacht von Shyness ist ein wirkliches Abenteuer für Jugendliche und ich denke, dass sich da jeder so sein eigenes Fazit herauszieht. 
Vom Cover her hätte ich das Buch wahrscheinlich niemals gekauft, da es einfach nicht meinem Geschmack entspricht. Zum Glück gibt es die liebe Lucy, die mich mit ihrer Rezension geradezu fasziniert hat. Und wie ihr hört, hatte sie vollkommen recht. Das Buch lohnt sich. 



Bewertung.
Aufmachung: 3,5/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 4,5/5
Sprache: 4/5
Charakter: 4/5
Unterhaltungswert: 4/5
Nachdenklichkeit: 4/5
Überraschungseffekte: 4/5
Bildungswert: 3,5/5
Länge/Schnelligkeit: 4/5 

Punkte insgesamt: 39,5/50

4 Sterne