Samstag, 25. August 2012


Den Teufel am Hals - Stefan M. Fischer



Daten.
Verlag: Staubkorn Verlag
Preis: 6,99€
Genre: Thriller
Erscheinungsdatum: Juni 2012
Altersempfehlung: Ab 16 Jahren
Seitenzahl: 84
Gekauft: Vom Autor bekommen
Wann und wo: Nachmittags


Sebastian ist Kellner und lebt alleine. Er ist mit seinem Leben nicht unbedingt zufrieden und sieht es als ein eher trostloses Dasein an. Linda, die Frau in die er verliebt ist, könnte dies ändern, doch leider hat sie kein Interesse an einer festen Bindung. Als hätte Sebastian nicht schon Leiden genug, suchen ihn plötzlich Halluzination auf. Ob es wirklich nur Einbildungen sind, fragt Sebastian sich spätestens dann, als er feststellt, dass er in die Zukunft sehen kann. Natürlich ist das vorerst eine sehr spannende Angelegenheit, aber wie jeder andere, muss auch Sebastian zu spüren bekommen, dass diese Gabe nicht nur positive Eigenschaften hegt... 


Ich denke, was man von der ersten Seite des Buches hält, ist jedem selbst überlassen. Mein erster Gedanke war 'Ohje, bitte lass nicht das ganze Buch so sein'. Zum Glück wurde mir das erspart. Stefans Schreibstil bleibt einfach gut und ich wusste, was ich mir von dem Buch erwarten kann und was nicht. 
Sein Stil ist besonders. Ab und an sehr umgangssprachlich, mit einer Mischung aus leichter Poesie. Zwischendurch klingt er recht philosophisch, dann wieder ganz locker vom Hocker. Diese Mischung macht seine Bücher irgendwie zu etwas Neuem. 
Die Charaktere waren gut ausgefeilt, obwohl das Buch ja sehr kurz ist. Die Ereignisse überschlagen sich für den Leser fast, wenn man richtige Thriller gewöhnt ist, in denen man erst mal abwarten muss, bis etwas passiert. Doch so kommt das Buch auch schnell zur Sache und ich von Anfang an sofort spannend. Die Geschichte um Sebastian ist wirklich interessant und er ist eigentlich ein sehr sympathischer Charakter. Auch Linda ist interessant dargestellt und sicherlich eine sehr begehrenswerte Frau. Allerdings haben mir die Dialoge in dem Buch ein wenig zu schaffen gemacht. In dem Buch ist es so, dass sehr viele Worte verschluckt werden bei der wörtlichen Rede. Anstatt 'Ist das dein Ernst' kommt dann zum Beispiel nur 'Dein Ernst?'. Wäre nicht so schlimm, wenn es dabei geblieben wäre. War aber ein paar Mal öfter so, als sich jemand unterhalten hat, und das sind dann doch Dinge, die mich stören. Ich bin eben ein Rechtschreibfanatiker und für mich ist es nicht angenehm zu sehen, wenn die Umgangssprache so sehr rauskommt. Vor allem klingt es beschränkt oder leicht übertrieben, weil selbst Jugendliche von heute in ganzen Sätzen sprechen. Meistens jedenfalls. Jedenfalls die, die ich kenne. 
Aber das war mitunter auch das einzige, was mich an dem Buch gestört hat. Die Spannung war da, die Charakterzüge echt, die Umgebung immer knapp und ausreichend geschildert. 
Stefan zeigt in diesem Buch mal wieder, dass er Talent hat. Talent nach oben. Er hat noch viel Platz zur Steigerung und das finde ich klasse. Seine Romane sind kurzweilig und man kann sie super irgendwohin mitnehmen. Für einen Nachmittag am See, in der U-Bahn, oder wenn man in der Schule mal eine Freistunde hat. Was würde da besser reinpassen, als ein Buch von Stefan M. Fischer?
Ich kann es euch wirklich nur empfehlen. Wie immer wirklich ideenreich. 



Bewertung.
Sprache: 3/5
Spielort: 3/5
Charaktere: 3/5
Unterhaltungswert: 4/5
Nachdenklichkeit: 1/5
Überraschungseffekte: 3/5
Länge/Schnelligkeit: 4/5

Punktzahl insgesamt: 21/35

3 Sterne 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen