Sonntag, 12. August 2012


Eve Green - Susan Fletcher


Daten.
Verlag: bloomsbury
Preis: 8,95€
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: September 2011
Seitenzahl: 348
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren 
Spielort: Wales
Gekauft: Piper Buchhandlung
Wo und wann: Auf dem Balkon, mittags



Eve Green ist acht Jahre alt, als sie nach dem Tod ihrer Mutter auf die Farm ihrer Großeltern gebracht wird. Das Leben dort ist sicher keines, dass man haben muss, etwas fad und unvollständig. Dennoch fühlt Eve sich dort geborgen. Als die zehnjährige Rosie jedoch verschwindet, legt sich ein Schatten über das Dorf und es hagelt wilde Beschuldigungen gegen den umherstreunenden Mann Billy Macklin. Nur Eve hat Vertrauen zu dem Außenseiter und zwischen den beiden entwickelt sich eine Art Freundschaft. Die Geschichte wird im Rückblick erzählt von der nun schwangeren Eve Green. Ein zerrissenes Dorf und ein Verbrechen, für das ein unschuldiger junger Mann büßt. 


Die Geschichte von oder über Eve Green ist etwas Besonderes. Es ist so besonders, dass sicher nicht jeder dafür ein Gespür hat, geschweige denn genügend Interesse. Wer in diesem Buch irgendeine Art von Spannung und Action erwartet, ist wohl sehr schlecht bedient. Das Buch ist ein Roman, bei dem ich mich gefragt habe, was er im Jugendbuchregal in meiner Buchhandlung zu suchen hatte. Es wird nicht viele Jugendliche geben, die für ein solches Buch Zeit aufbringen wollen. Es gibt sehr viele Beschreibungen jeglicher erlebter Situationen der Protagonistin. Die Sprache ist ausgefallen und man merkt, dass die Autorin über einen extrem bereicherten Wortschatz verfügt. Das war auch mitunter ein Grund, weswegen ich das Buch gelesen habe. Schließlich stehe ich absolut nicht auf Romane ohne Spannungsanteil. Allerdings ist es ein angenehmes Sommerbuch. Ich habe es gerne die letzten Tage im Schwimmbad oder am See dabei gehabt und ein bisschen darin gelesen. Die Stimmung dafür eignet sich irgendwie, auch wenn das Land dort natürlich nicht so prickelnd beschrieben wird, nachdem das Kind verschwindet. Die Atmosphäre ist einfach etwas bedrückend. Aber trotzdem ist es für mich ein Sommerbuch. Alleine schon das Cover bringt mich in diese Stimmung.

Das Buch hat auf jeden Fall Persönlichkeit. Man erfährt viel über das Leben auf dem Land, das Leben von Eve Green und ihren Großeltern und alles Mögliche. Die Charaktere sind somit schon recht ausgebaut, allerdings liest es sich etwas Komisch. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber es liest sich eben nicht wie ein Jugendbuch, in dem man sich super mit den Personen identifizieren kann. Es liest sich eher wie eine fade Erzählung, die allerdings wundervoll mit sprachlichen Kenntnissen verknüpft wurde. Also einerseits wunderschön, andererseits super langweilig, wenn man nicht gerade Fan solcher Romane ist. 

Ich würde sagen bei diesem Buch muss sich jeder seine eigene Meinung bilden und einfach mal in der Leseprobe stöbern. Empfehlen kann ich das Buch auf jeden Fall, da es einen Punkt hatte, der mich einfach glücklich gemacht hat. Es ist ein Buch, dass ich immer wieder mitnehmen würde, für unterwegs zu lesen. Ich weiß nicht genau wieso, aber ich würde dazu jedes Mal wieder greifen. 

Viel Spaß beim Lesen! 



Bewertung.

Sprache: 4/5
Spielort/Setting: 3/5
Charaktere: 2/5
Unterhaltungswert: 2/5
Nachdenklichkeit: 3/5
Überraschungseffekte: 2/5
Länge/Schnelligkeit: 2/5

Punktzahl insgesamt: 18/35

3 Sterne

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