Sonntag, 30. September 2012


Ninas Symphonie - Nicky Fee



Daten.
Verlag: Engelsdorfer Verlag
Preis: 18,00€
Seitenzahl: 514
Genre: Roman 
Erscheinungsdatum: Februar 2012
Altersempfehlung: Ab 14
Gekauft: Gestellt von der Autorin
Gelesen: Zuhause morgens, abends



Nina ist hin und weg, als sie als Sängerin in ihre absolute Lieblingsband aufgenommen wird und dabei nicht nur ihren Traum von der Musik leben kann, sondern auch ihrem absoluten Traummann nahe sein kann. Doch dieser ist verheiratet und scheint sich auch nicht sonderlich für sie zu interessieren. Der Gitarrist Jim hingegen ist sofort von ihr angetan und die beiden verstehen sich prächtig. Doch dann scheint der Tumor in Ninas Kopf die Kontrolle über sie zu gewinnen und ihr Traum ist plötzlich in Gefahr... 


Handlung & Stil
Ich muss sagen, dass ich anfangs einige Probleme hatte, die Handlung richtig ernst zu nehmen. Das lag aber wohl daran, dass ich einfach ein komplett anderer Mensch bin, als Nina in der Geschichte oder als Nicky Fee selbst. Zwar würde ich mich mit Nina sowie auch der Autorin im wahren Leben sicher gut verstehen, dennoch bewegen sich unsere Interessen auf zwei ganz verschiedenen Wegen. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich konnte mir nicht vorstellen, wie man plötzlich in seiner absoluten Lieblingsband als Sängerin engagiert wird. Im wahren Leben könnte so etwas wohl eher nicht passieren. Wobei man im wahren Leben auch auf keinen Vampir trifft, dennoch komme ich mit dieser Art von Büchern besser zurecht. 
Aber damit möchte ich das Buch, bzw. den Anfang des Buches keineswegs schlecht machen, nur meine ehrliche Meinung zur Situation schildern. Damit kam ich einfach nicht so zurecht. Der Stil der Autorin hat mich allerdings am Ball gehalten. Sie schreibt sehr flüssig, sodass man es stundenlang lesen könnte. Es ist kein schwieriger Stil, aber auch nichts alltägliches. Es schwingt schon etwas Besonderheit mit und bei den Liebesszenen oder Momente mit viel Gefühl, erkannte ich Nicky Fee wieder. Schon im ersten Buch waren diese Szenen immer detailreich geschildert und für meinen Geschmack ein wenig zu schmachtend. Trotz allem schwingt aber immer wieder Spannung mit, was selbst einen Romantikkritiker wie mich dazu brachte, immer weiterzulesen. Als die Sache mit dem Tumor dann zur Sprache kam, hatte das Buch mich in der Hand. Ich habe irgendwie eine Verbindung zu Nina und ihren Problemen aufgebaut und habe wirklich sehr mitgefühlt, was ich gar nicht so erwartet hätte. 

Charakter & Setting
Was ich an dem Stil der Autorin sehr mochte, war die Tatsache, dass ich mir die Spielorte wirklich gut vorstellen konnte. Schon auf den ersten zehn Seiten hatte ich Ninas Wohnung vor Augen und auch die Figuren kamen mir gleich so echt vor. Recht realistisch und glaubwürdig, in Sprache und Handlung. 
Nina wurde gut ausgearbeitet und somit konnte man sich eben früher oder später mit ihr verbinden. Sie wurde fast so etwas wie eine Freundin für mich, wobei ich ihre Liebe zur Rockmusik nur bedingt teile. Oder besser gesagt, die Liebe zu solchen Rockbands... Ich stehe ja dann schon eher auf Männer wie Bruce Willis, aber das tut ja hier nichts zur Sache. 
Die Charaktere an sich waren alle schön gezeichnet, Jim war mir von Anfang an sehr sympathisch, wobei ich Sanders ja nichts wirklich abgewinnen konnte. 

Aufbau & Design
Das Cover an sich passt irgendwie zur Geschichte. Obwohl das Cover an sich ja nicht so mein Geschmack ist, passt es zu Ninas Charakter und spricht aus seiner Schlichtheit heraus so große Worte. Ich weiß gar nicht, wie ich es genau beschreiben soll, aber wenn man das Buch gelesen hat, denkt man anders über das Cover als vorher. Leider ist das Material nicht so stabil und durch das Herumtragen in meiner Handtasche wurde das Cover leicht beschädigt, was aber dann auch kaum ausbleibt. Bei anderen Büchern mehr, bei anderen weniger. 

Sonstiges
Das Buch kann ich wirklich allen empfehlen, die einen Hand zur Romantik haben, einen Hang zu Träumen und einen Hang zur Rockmusik. Die Musik, die Bands, tiefe Gefühle, Schicksale, Ängste, Wünsche, Tränen, leichter Humor und Ungewissheit. In diesem Buch steckt eigentlich alles, was eine gute Geschichte haben muss. Und trotz einiger Kritik kann ich das Buch als gut bezeichnen. Die Kritik von mir beruht schließlich bloß auf meinen eigenen Interessen und Vorstellungen, die mit diesem Buch nicht zusammenpassen. Aber wie gesagt, die Geschichte ist schön. 
Der Preis ist natürlich für ein Taschenbuch sehr happig und wenn man dann die Qualität des Covers mit einbezieht, viel zu teuer. Aber wenn ihr dieses Interessengebiet der Autorin teilt, solltet ihr es nicht verpassen. Wagt es einfach, am Ende wird es sich für euch ganz sicher lohnen! 



Bewertung.
Sprache: 3/5
Spielort/Setting: 4/5
Charaktere: 4/5
Unterhaltungswert: 3/5
Nachdenklichkeit: 4/5
Überraschungseffekte: 3/5
Länge/Schnelligkeit: 4/5

Punktzahl insgesamt: 25/35 

4 Sterne 



Dienstag, 25. September 2012



Amy on the Summer Road - Morgan Matson


Daten.
Verlag: cbj Verlag
Preis: 8,99€
Seitenzahl: 480 Seiten 
Genre: Jugendroman
Erscheinungsdatum: April 2012
Altersempfehlung: 13-16 Jahre
Gekauft: Pieper Buchhandlung 
Wann und wo: Draußen, zuhause


Amy hat vor Kurzem ihren Vater verloren. Seitdem zieht sie sich extrem zurück. Als ihre Mutter dann noch beschließt ans andere Ende der USA zu ziehen und Amy dazu gezwungen ist, ihr ganzes Leben in Kalifornien zurückzulassen, ist das Unglück perfekt. Als die Mutter sie einen Monat lang alleine gelassen hat, soll sie nun nach Connecticut nachkommen. Roger, ein ihr vorerst fremder junger Mann soll sie mit dem Auto begleiten. Amy's Reise durch Amerikas Straßen beginnt und wird sicherlich spannender, als sie sich das erhofft hätte...


Handlung und Stil.
Zu dem gesamten Buch kann ich nur sagen: Wow. Ich bin begeistert, von jeder einzelnen Seite, selbst wenn es mir auf den ersten zehn etwas schwerer fiel, in die Handlung einzutauchen. Ich hätte mir gar nicht so viel von dem Buch erwartet und hatte daher nicht die größte Lust, es zu lesen. Irgendetwas in mir sprach dagegen, aber zum Glück habe ich es doch begonnen. Es war eines der besten Bücher seit Langem. Die Handlung beinhaltet so viele Überraschungen und Wendungen. Man erfährt so viel über die Staaten und ihre Eigenarten. Die Landschaften werden beschrieben - etwas wenig für meinen Geschmack, aber immerhin reicht es halbwegs zum Vorstellen. Es war ausreichend für Tagträume. Ich war so tief in diesem Buch versunken, dass ich mich Amerika kurzzeitig wirklich zugehörig gefühlt habe. Es war einfach ein wundervoller Trip durch ein Land, bzw. ein Kontinent, den wahrscheinlich jeder absolut gerne bereisen würde. 
Der Stil ist nicht der gewohnt einfache aus Jugendbüchern. Endlich mal wieder ein Werk, das Persönlichkeit vorzuweisen hat. Es ist ein Stil, der zwar sehr gut ist, an den man sich anfangs aber gewöhnen muss. Vor allem, weil das Buch im ersten Drittel eine etwas deprimierende Grundstimmung hat, so kam es mir beim Lesen vor. Es wirkte etwas bedrückend, aber als Amy lockerer wurde, verschwand diese Stimmung auch irgendwann. Für mich war dieses Buch etwas Besonderes und ich wäre froh, noch einmal was von der Autorin lesen zu können. Sie hat alles super rübergebracht, mit so viel Gefühl und Verstand. Einfach wahnsinnig toll. Aber wie ich weiß, hat Morgan Matson das Schreiben für junge Leser ja auch studiert. 

Charaktere und Setting.
Amy und Roger sind unglaublich sympathische Personen. Anfangs blieb Roger etwas blass und man erfuhr kaum etwas über ihn. Das ist wohl das einzige, was mich im Nachhinein an dem Buch etwas gestört hat, denn Roger bleibt auch im Gesamten recht blass. Amy hingegen hat mehr als genug Farbe und man bekommt ihre Geschichte kapitelweise immer erzählt. Es gibt also ab und an Zeitsprünge. Normalerweise bin ich nicht der Fan von Zeitsprüngen, da mich immer nur das Hier und Jetzt interessiert und ich es lieber mag, wenn solche Erzählungen in die Gegenwart mit eingebunden werden. Da Amy aber aus bestimmten Gründen extrem verschlossen ist und absolut nicht über die letzten Monate ihres Lebens spricht, ist es verständlich, dass es Zeitsprünge geben muss, in denen sie über sich spricht, ohne dass jemand dabei ist. Das fand ich in dem Buch aber auch wirklich klasse. Natürlich treffen die beiden auf ihrer Reise auch auf viele andere Charaktere, die alle auf ihre Art wundervoll waren. Es war überaus interessant zu sehen, was die Autorin sich alles überlegt hat und es war jedes Mal wieder spannend zu sehen, wohin dich das nächste Kapitel führen wird.
Das Setting war, wie schön erwähnt, natürlich super, allerdings etwas zu wenig erklärt. Ich hätte mir da wirklich etwas ausführlichere Landbeschreibungen gewünscht, vor allem, weil Amerika eben super interessant ist. 

Aufbau und Design.
Der Aufbau dieses Buches ist wirklich genial. Es gibt Soundtracks der beiden, die man zwischendurch auf einer Seite vorfindet, Fotos, die Amy ebenfalls in ihr Reisetagebuch einbindet, Beschreibungen über jeden Staat, den die beiden durchqueren und Kassenbons sind eingeheftet. Alleine daher finde ich das Buch schon wirklich toll gestaltet. Es hat daher so richtig viel Persönlichkeit und die Reise und auch die Charaktere kommen einem so unglaublich realistisch vor. Das Cover finde ich auch sehr schön, es passt zur Geschichte und wirkt eben einfach sommerlich. Das Buch im Sommer zu lesen wird wohl auch eine gute Wahl sein, aber ich würde es auch im Winter lesen, wenn ich einfach ein bisschen Sommerfeeling gebrauchen kann oder einfach Fernweh habe. Lies Amy on the Summer Road und begib dich auf eine wundervolle Reise durch Amerika. 

Sonstiges.
Auch die Danksagung am Schluss hat viel Eigenes und ist schön geschrieben. Normalerweise bin ich nicht der Fan von Danksagungen und bei vielen Autoren lese ich sie nicht. Kommt eben immer darauf an, ob sie trocken oder lustig verfasst ist, und ob mich der Autor interessiert. Aber diese Danksagung habe ich gelesen. Sie war nicht sehr lang, aber man hatte das Gefühl, dass die Autorin unglaublich sympathisch sein muss. Ich fand es schön zum Abschluss des Buches diese paar Sätze noch zu lesen. 


Bewertung.
Sprache: 5/5
Spielort/Setting: 4/5
Charaktere: 5/5
Unterhaltungswert: 5/5
Nachdenklichkeit: 4/5
Überraschungseffekte: 4/5
Länge/Schnelligkeit: 4/5

Punktzahl insgesamt: 31/35 

5 Sterne 












Sonntag, 16. September 2012



Shades of Grey II - Gefährliche Liebe - E.L.James



Daten.
Verlag: Goldmann
Preis: 12,99€
Seitenzahl: 608 Seiten
Genre: Erotikroman 
Erscheinungsdatum: September 2012
Altersempfehlung: Ab 16
Gekauft: Bock & Seip 
Wann und wo: Zuhause, unterwegs, immer.


Im letzten Buch hat Ana ihre erste große Liebe verlassen. Sie fühlte sich Christian Grey einfach nicht mehr gewachsen und fand keinen anderen Ausweg. Doch schon nach kürzester Zeit merkt sie, dass ein Leben ohne den geschädigten und herrischen Christian, nicht mehr ihr Leben ist. Als dieser sie bittet, sich noch ein letztes Mal mit ihm zu treffen, willigt Ana ein und begibt sich erneut in eine Affäre mit Christian Grey, überschreitet Grenzen und muss sich Entscheidungen stellen, die ihr niemand abnehmen kann. Werden die beiden es schaffen oder scheitern sie erneut an den Unterschieden ihrer Vorstellung von einer Beziehung zweier Liebenden?


Vom Stilistischen her hat sich in dem zweiten Band einiges verändert. Die ständigen Wiederholungen blieben weitgehend aus und machten das ganze angenehmer. Auch die Sache mit Anas innerer Göttin hält sich sehr in Grenzen und eigentlich alles, worüber sich viele beschwert haben, war in diesem Band der Reihe nicht mehr großartig vorzufinden. 
Die Handlung hat mich in dem zweiten Teil sehr überraschen können. Ich hatte schon ein bisschen Zweifel daran, ob die Autorin wirklich Spannung halten kann über so viele Seiten und über drei ganze Bände. Doch die Dame hat sich wirklich einiges einfallen lassen und hat alles sehr geschickt aufgebaut. 
Endlich erfährt man Christians Geschichte und endlich lernt man ihn verstehen und mögen. Mittlerweile ist mir Christian irgendwie ans Herz gewachsen, auch wenn er wahrscheinlich nicht mein Typ Mann wäre. Er ist ein Mensch, den ich verstehen könnte. Ein gebrochener Mann, der viel durchgemacht hat. Solche Menschen liegen mir einfach, ich mag das. 
Ana ist auch weitgehend reifer geworden, wie es mir persönlich scheint und lange nicht mehr so naiv wie am Anfang. Sie stellt viel in Frage, zieht ihr Ding durch und lässt sich von keinem mehr reinreden. Natürlich muss sie mit Grey Kompromisse eingehen, weil er niemals locker lassen würde, aber sie vertritt auch klar ihren Standpunkt, was ich super finde. Ich hätte Ana auch vorher nicht als naiv bezeichnet, sondern schlichtweg als verliebt. Mir kann keiner erzählen, dass er aus Liebe und rosaroter Zuckerwatte noch nie etwas getan hat, was er nicht wirklich wollte. Jeder hat für die Liebe schon mal Opfer gebracht und genau das hat Ana auch getan. Sie wollte Grey. Mehr zählte für sie nicht. Und wer selbst mal so verliebt war, der weiß, dass Liebesblindheit nicht wirklich was mit Naivität zu tun hat. Nicht im Anfangsstadium. In anderen Hinsichten natürlich schon. Naivität bedeutet Leichtinn und Leichtgläubigkeit. Verliebt sein heißt, auf Dinge zu verzichten oder Dinge zu ertragen, damit der andere dich ebenfalls lieben kann. Es kommt eben immer auf die Situation an. 

Kommen wir nun erst mal zu den Kritikpunkten, bevor ich mit dem Lob weitermache. 
Was mir gar nicht so gut gefallen hat, war die Tatsache, dass Ana sich sofort und ohne wenn und aber wieder auf Christian eingelassen hat. Man hat nicht wirklich mitbekommen, wie sie darüber nachgedacht hat, was passiert ist. Man hat kein verzerrtes Bild gesehen, welches sie nach dem Ende des Ersten Buches von Christian hätte haben müssen. Sie lief blind und blöd wieder rein und hat überstürzt gehandelt. Mag sein, dass es Menschen gibt, die das tun - wo wir wieder beim Punkt 'Blind vor Liebe' wären. Aber irgendwo ist auch mal Schluss. Ich hätte mir das mehr ausgebaut gewünscht. Ich hätte erwartet, dass Ana sich nicht so schnell wieder darauf einlässt und man ihre Angst mehr hätte spüren können. 
Ansonsten hätte ich nur noch die Sexszenen zu kritisieren. Denn diese waren schlichtweg wie immer. Und langsam wird es langweilig. Bis auf Seite 300 waren die Sexszenen mehr oder weniger unnötig und ich hätte das Buch auch locker ohne sie verkraftet. Wobei mir bei dieser Geschichte von Ana und Christian der Sex sowieso kaum mehr wichtig ist. Da gibt es wirklich interessantere Dinge zu lesen und zu erfahren, als die beiden im Bett. 
Jedenfalls hat mir mit der Zeit einfach das gewisse Etwas gefehlt, weil einfach alles gleich abläuft. Die von mir anfangs so hochgelobte gute Sprache während den Szenen, gefällt mir gar nicht mehr allzu gut. Eigentlich liebe ich diese jugendschützende Sprache sehr, weil sie von hohem Niveau der Autorin zeugt, aber dennoch wünschte ich mir ab und an ein paar rücksichtslosere, schmutzige Wörter, die das ganze etwas prickelnder hätten werden lassen. Aber ansonsten kann ich mich mal wieder über nichts in dem Buch beschweren. 
Im Gegenteil, ich wurde zeitweise sogar sehr überrascht. Es gab dieses Mal einige Szenen, die wirklich ans Herz und an die Nieren gingen. Oft musst ich schlucken, ab und an kurz weglegen und verdauen. Besonders Christians Geschichte geht dem Leser sehr nahe und einiges was darauf folgt ebenfalls. 
Turbulent wurde das Buch nach der Hälfte auf alle Fälle und jetzt kann ich den letzten Teil kaum erwarten. Allerdings bin ich auch etwas traurig, dass es dann schon zu Ende sein wird, denn die beiden werden mir auf jeden Fall fehlen. Die Vorstellung, dass Christian Grey und Ana eigentlich gar nicht wirklich in dieser Welt existieren, stimmt mich etwas traurig. Schade, denn die zwei sind sehr liebenswerte Menschen, vor allem, weil sie das selbst in den Büchern gar nicht so wahrhaben wollen. 
Die Email Betreffe der beiden werde ich sicherlich auch vermissen, ich finde sie so lustig. 
Und das Ende, meine Lieben... 
Das Ende in diesem zweiten Band ist total gemein. Alles hat seinen Abschluss gefunden und dann kommt ein Abschnitt über eine Seite lang, der alles über den Haufen wirft. Man sitzt nur da, liest den letzten Satz und denkt: Scheiße! Wie geht es denn jetzt weiter? Was passiert jetzt? Was hat diese Person, um die es in dem Moment geht bloß vor? 
Ich bin guter Dinge, aber wegen der letzten Seite auch etwas unbefriedigt aus dem Buch herausgegangen. Nun werde ich die nächsten fünf Wochen irgendwie durchhalten müssen, bevor das Warten wieder ein Ende hat. Ich hoffe, ihr haltet das gemeinsam mit mir durch.


Bewertung.
Sprache: 3/5
Spielort/Setting: 3/5
Charaktere: 5/5
Unterhaltungswert: 5/5
Nachdenklichkeit: 3/5
Überraschungseffekte: 4/5
Länge/Schnelligkeit: 5/5

Punktzahl insgesamt: 28/35

4 Sterne














Dienstag, 11. September 2012


Legend - Fallender Himmel 
Marie Lu



Daten.
Verlag: Loewe Verlag
Preis: 17,95€
Seitenzahl: 363
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: September 2012
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Gekauft: Rezensionsexemplar
Wann und wo: Zuhause, zwischendurch


Amerika ist nicht mehr das, was es einmal war. Das Land ist in zwei Schichten unterteilt. Entweder man ist arm oder reich. Das Geld für die Impfstoffe gegen die umgehenden Seuchen haben nur die Reichen, weshalb die Armen jeden Tag um ihr Leben kämpfen müssen. Zu dieser armen Gesellschaft gehört auch Day. Day behält aus dem Hintergrund seine Familie im Auge und stiehlt Medikamente, Kleidung und alles Mögliche für sie und lehnt sich somit gegen die Regierung auf. Bald ist er der meist gesuchteste Verbrecher des Landes. Allerdings ohne Gesicht und Fakten, denn eigentlich sollte er längst tot sein. June wächst in einer höher gestellten Familie auf und ist in der letzten Phase der Ausbildung zur Soldatin. Sie ist die beste von allen und möchte den Tod ihres Bruders Metias auf jeden Fall rächen. Doch dass sie dem Mörder bald schon näher steht, als ihr lieb ist, stellt sie vor eine Entscheidung, die alles verändern wird... 


Anfangs fand ich das Buch unglaublich anziehend. Ich habe mich darauf gefreut, als ich gehört habe, dass June eine Soldatin ist. Ich interessiere mich sehr für solche Themen und den Beruf an sich und wollte unbedingt erfahren, was in dem Buch alles passiert. Allerdings wurde ich gleich am Anfang des Buches enttäuscht. Es entsprach so gar nicht meinem Geschmack. Obwohl es spannend war und ich natürlich wissen wollte, wie es mit Day weitergeht, der im ersten Kapitel gleich seine Familie beobachtet. Trotzdem war mir das irgendwie zu viel andere Welt. Mag sein, dass es zum Buch gehört, mag sein, dass es kein anderer versteht, aber mir war es anfangs einfach zu viel Politik. Obwohl im Grunde alles recht simpel zu verstehen war, habe ich doch etliche Seiten gebraucht, um richtig in die Geschichte zu kommen. Mit Junes Lebensdarstellung hatte ich allerdings mehr meine Probleme. Vor allem viel es mir schwer, mir sie als Soldatin vorzustellen. Reich, verwöhnt... und dann Soldatin? Ich denke, da habe selbst ich mal ein Vorurteil gehabt. Vielleicht habe ich es immer noch, denn wirklich gemocht habe ich sie nicht. 
Die Charaktere waren im Zusammenspiel ganz okay, aber warum einige Leser die beiden so in die Luft haben, kann ich dann wiederum nicht nachvollziehen. Aber das ist wohl wieder Geschmacksache. 
Ansonsten waren die Charaktere aber recht okay, für mich persönlich nichts Spektakuläres, aber dennoch recht plausibel gezeichnet. 
Der Stil war jetzt auch nichts, was mich vom Hocker reißen könnte, aber ganz okay. Wie ihr schon merkt, das Buch hat bei mir nicht so viel Eindruck hinterlassen, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte. Vielleicht war es aber auch nicht die richtige Zeit, es zu lesen. Das kann man nie so ganz wissen. 
Das Buch hatte ab und an seine Spannung, die dann letztendlich aber doch nur am Ende richtig zu spüren war. Wirklich viel ausgebaut wurde da nicht. Allerdings hat das Buch bisher ja sehr vielen gut gefallen, daher würde ich mich an eurer Stelle nicht ganz auf meine Meinung verlassen. Vielleicht bin ich da etwas zu forsch.


Bewertung.
Sprache: 3/5
Spielort/Setting: 3/5
Charaktere: 3/5
Unterhaltungswert: 2/5
Nachdenklichkeit: 1/5
Überraschungseffekte: 2/5
Länge/Schnelligkeit: 3/5

Punktzahl insgesamt: 17/35 

2 Sterne