Dienstag, 25. September 2012



Amy on the Summer Road - Morgan Matson


Daten.
Verlag: cbj Verlag
Preis: 8,99€
Seitenzahl: 480 Seiten 
Genre: Jugendroman
Erscheinungsdatum: April 2012
Altersempfehlung: 13-16 Jahre
Gekauft: Pieper Buchhandlung 
Wann und wo: Draußen, zuhause


Amy hat vor Kurzem ihren Vater verloren. Seitdem zieht sie sich extrem zurück. Als ihre Mutter dann noch beschließt ans andere Ende der USA zu ziehen und Amy dazu gezwungen ist, ihr ganzes Leben in Kalifornien zurückzulassen, ist das Unglück perfekt. Als die Mutter sie einen Monat lang alleine gelassen hat, soll sie nun nach Connecticut nachkommen. Roger, ein ihr vorerst fremder junger Mann soll sie mit dem Auto begleiten. Amy's Reise durch Amerikas Straßen beginnt und wird sicherlich spannender, als sie sich das erhofft hätte...


Handlung und Stil.
Zu dem gesamten Buch kann ich nur sagen: Wow. Ich bin begeistert, von jeder einzelnen Seite, selbst wenn es mir auf den ersten zehn etwas schwerer fiel, in die Handlung einzutauchen. Ich hätte mir gar nicht so viel von dem Buch erwartet und hatte daher nicht die größte Lust, es zu lesen. Irgendetwas in mir sprach dagegen, aber zum Glück habe ich es doch begonnen. Es war eines der besten Bücher seit Langem. Die Handlung beinhaltet so viele Überraschungen und Wendungen. Man erfährt so viel über die Staaten und ihre Eigenarten. Die Landschaften werden beschrieben - etwas wenig für meinen Geschmack, aber immerhin reicht es halbwegs zum Vorstellen. Es war ausreichend für Tagträume. Ich war so tief in diesem Buch versunken, dass ich mich Amerika kurzzeitig wirklich zugehörig gefühlt habe. Es war einfach ein wundervoller Trip durch ein Land, bzw. ein Kontinent, den wahrscheinlich jeder absolut gerne bereisen würde. 
Der Stil ist nicht der gewohnt einfache aus Jugendbüchern. Endlich mal wieder ein Werk, das Persönlichkeit vorzuweisen hat. Es ist ein Stil, der zwar sehr gut ist, an den man sich anfangs aber gewöhnen muss. Vor allem, weil das Buch im ersten Drittel eine etwas deprimierende Grundstimmung hat, so kam es mir beim Lesen vor. Es wirkte etwas bedrückend, aber als Amy lockerer wurde, verschwand diese Stimmung auch irgendwann. Für mich war dieses Buch etwas Besonderes und ich wäre froh, noch einmal was von der Autorin lesen zu können. Sie hat alles super rübergebracht, mit so viel Gefühl und Verstand. Einfach wahnsinnig toll. Aber wie ich weiß, hat Morgan Matson das Schreiben für junge Leser ja auch studiert. 

Charaktere und Setting.
Amy und Roger sind unglaublich sympathische Personen. Anfangs blieb Roger etwas blass und man erfuhr kaum etwas über ihn. Das ist wohl das einzige, was mich im Nachhinein an dem Buch etwas gestört hat, denn Roger bleibt auch im Gesamten recht blass. Amy hingegen hat mehr als genug Farbe und man bekommt ihre Geschichte kapitelweise immer erzählt. Es gibt also ab und an Zeitsprünge. Normalerweise bin ich nicht der Fan von Zeitsprüngen, da mich immer nur das Hier und Jetzt interessiert und ich es lieber mag, wenn solche Erzählungen in die Gegenwart mit eingebunden werden. Da Amy aber aus bestimmten Gründen extrem verschlossen ist und absolut nicht über die letzten Monate ihres Lebens spricht, ist es verständlich, dass es Zeitsprünge geben muss, in denen sie über sich spricht, ohne dass jemand dabei ist. Das fand ich in dem Buch aber auch wirklich klasse. Natürlich treffen die beiden auf ihrer Reise auch auf viele andere Charaktere, die alle auf ihre Art wundervoll waren. Es war überaus interessant zu sehen, was die Autorin sich alles überlegt hat und es war jedes Mal wieder spannend zu sehen, wohin dich das nächste Kapitel führen wird.
Das Setting war, wie schön erwähnt, natürlich super, allerdings etwas zu wenig erklärt. Ich hätte mir da wirklich etwas ausführlichere Landbeschreibungen gewünscht, vor allem, weil Amerika eben super interessant ist. 

Aufbau und Design.
Der Aufbau dieses Buches ist wirklich genial. Es gibt Soundtracks der beiden, die man zwischendurch auf einer Seite vorfindet, Fotos, die Amy ebenfalls in ihr Reisetagebuch einbindet, Beschreibungen über jeden Staat, den die beiden durchqueren und Kassenbons sind eingeheftet. Alleine daher finde ich das Buch schon wirklich toll gestaltet. Es hat daher so richtig viel Persönlichkeit und die Reise und auch die Charaktere kommen einem so unglaublich realistisch vor. Das Cover finde ich auch sehr schön, es passt zur Geschichte und wirkt eben einfach sommerlich. Das Buch im Sommer zu lesen wird wohl auch eine gute Wahl sein, aber ich würde es auch im Winter lesen, wenn ich einfach ein bisschen Sommerfeeling gebrauchen kann oder einfach Fernweh habe. Lies Amy on the Summer Road und begib dich auf eine wundervolle Reise durch Amerika. 

Sonstiges.
Auch die Danksagung am Schluss hat viel Eigenes und ist schön geschrieben. Normalerweise bin ich nicht der Fan von Danksagungen und bei vielen Autoren lese ich sie nicht. Kommt eben immer darauf an, ob sie trocken oder lustig verfasst ist, und ob mich der Autor interessiert. Aber diese Danksagung habe ich gelesen. Sie war nicht sehr lang, aber man hatte das Gefühl, dass die Autorin unglaublich sympathisch sein muss. Ich fand es schön zum Abschluss des Buches diese paar Sätze noch zu lesen. 


Bewertung.
Sprache: 5/5
Spielort/Setting: 4/5
Charaktere: 5/5
Unterhaltungswert: 5/5
Nachdenklichkeit: 4/5
Überraschungseffekte: 4/5
Länge/Schnelligkeit: 4/5

Punktzahl insgesamt: 31/35 

5 Sterne 












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