Dienstag, 11. September 2012


Legend - Fallender Himmel 
Marie Lu



Daten.
Verlag: Loewe Verlag
Preis: 17,95€
Seitenzahl: 363
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: September 2012
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Gekauft: Rezensionsexemplar
Wann und wo: Zuhause, zwischendurch


Amerika ist nicht mehr das, was es einmal war. Das Land ist in zwei Schichten unterteilt. Entweder man ist arm oder reich. Das Geld für die Impfstoffe gegen die umgehenden Seuchen haben nur die Reichen, weshalb die Armen jeden Tag um ihr Leben kämpfen müssen. Zu dieser armen Gesellschaft gehört auch Day. Day behält aus dem Hintergrund seine Familie im Auge und stiehlt Medikamente, Kleidung und alles Mögliche für sie und lehnt sich somit gegen die Regierung auf. Bald ist er der meist gesuchteste Verbrecher des Landes. Allerdings ohne Gesicht und Fakten, denn eigentlich sollte er längst tot sein. June wächst in einer höher gestellten Familie auf und ist in der letzten Phase der Ausbildung zur Soldatin. Sie ist die beste von allen und möchte den Tod ihres Bruders Metias auf jeden Fall rächen. Doch dass sie dem Mörder bald schon näher steht, als ihr lieb ist, stellt sie vor eine Entscheidung, die alles verändern wird... 


Anfangs fand ich das Buch unglaublich anziehend. Ich habe mich darauf gefreut, als ich gehört habe, dass June eine Soldatin ist. Ich interessiere mich sehr für solche Themen und den Beruf an sich und wollte unbedingt erfahren, was in dem Buch alles passiert. Allerdings wurde ich gleich am Anfang des Buches enttäuscht. Es entsprach so gar nicht meinem Geschmack. Obwohl es spannend war und ich natürlich wissen wollte, wie es mit Day weitergeht, der im ersten Kapitel gleich seine Familie beobachtet. Trotzdem war mir das irgendwie zu viel andere Welt. Mag sein, dass es zum Buch gehört, mag sein, dass es kein anderer versteht, aber mir war es anfangs einfach zu viel Politik. Obwohl im Grunde alles recht simpel zu verstehen war, habe ich doch etliche Seiten gebraucht, um richtig in die Geschichte zu kommen. Mit Junes Lebensdarstellung hatte ich allerdings mehr meine Probleme. Vor allem viel es mir schwer, mir sie als Soldatin vorzustellen. Reich, verwöhnt... und dann Soldatin? Ich denke, da habe selbst ich mal ein Vorurteil gehabt. Vielleicht habe ich es immer noch, denn wirklich gemocht habe ich sie nicht. 
Die Charaktere waren im Zusammenspiel ganz okay, aber warum einige Leser die beiden so in die Luft haben, kann ich dann wiederum nicht nachvollziehen. Aber das ist wohl wieder Geschmacksache. 
Ansonsten waren die Charaktere aber recht okay, für mich persönlich nichts Spektakuläres, aber dennoch recht plausibel gezeichnet. 
Der Stil war jetzt auch nichts, was mich vom Hocker reißen könnte, aber ganz okay. Wie ihr schon merkt, das Buch hat bei mir nicht so viel Eindruck hinterlassen, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte. Vielleicht war es aber auch nicht die richtige Zeit, es zu lesen. Das kann man nie so ganz wissen. 
Das Buch hatte ab und an seine Spannung, die dann letztendlich aber doch nur am Ende richtig zu spüren war. Wirklich viel ausgebaut wurde da nicht. Allerdings hat das Buch bisher ja sehr vielen gut gefallen, daher würde ich mich an eurer Stelle nicht ganz auf meine Meinung verlassen. Vielleicht bin ich da etwas zu forsch.


Bewertung.
Sprache: 3/5
Spielort/Setting: 3/5
Charaktere: 3/5
Unterhaltungswert: 2/5
Nachdenklichkeit: 1/5
Überraschungseffekte: 2/5
Länge/Schnelligkeit: 3/5

Punktzahl insgesamt: 17/35 

2 Sterne 




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