Mittwoch, 10. Oktober 2012



White Horse - Alex Adams 


Daten.
Verlag: Piper Verlag
Preis: 16,99€
Seitenzahl: 448 Seiten
Genre: Dystopie 
Erscheinungsdatum: September 2012
Altersempfehlung: Ab 15 Jahren
Gekauft: Pieper Buchhandlung 



Zoe's Leben steht kurz vor dem Zusammenbruch, als sie in ihrer Wohnung ein mysteriöses Gefäß findet. Eines Tages, nach mehreren Überlegungen, öffnet sie das Gefäß und mit dem Öffnen gerät eine Seuche in Umlauf, die sich White Horse nennt. Zoe verliert ihre Familie und ihren geliebten Nick, von dem sie nun auch noch schwanger ist. Aber sie glaubt nicht daran, dass Nick tot ist und begibt sich mit ihrem Kind im Bauch auf die Suche nach ihm und einem Leben zwischen dem scheinbaren Ende der Menschheit. Wird sie das Geheimnis um White Horse lüften können? 


Handlung & Stil
Die Handlung des Buches wird uns einmal im Jetzt erzählt und einmal im Damals. Sie springt also immer von Kapitel zu Kapitel in Vergangenheit und Gegenwart. Es ist ganz interessant zu sehen, wie sich Zoe in der Zwischenzeit scheinbar mit der aktuellen Situation verändert hat. Ich persönlich habe einen Unterschied gesehen zwischen der damaligen Zoe und der heutigen. Damals mochte ich sie, in der Gegenwart war sie mir gänzlich unsympathisch. Aber dazu später mehr.
Durch das Switchen zwischen beiden Zeiten bleibt das Buch immer spannend. Man muss nicht erst eine ewige Vorgeschichte lesen, bevor der Knackpunkt da ist, sondern das alles beginnt sofort und man erfährt nach und nach die Vergangenheit von Zoe und wie es zu der Seuche kam. 
Der Stil war wirklich nicht mein Geschmack, ich konnte mich nicht damit anfreunden. Auf mich wirkte er irgendwie seltsam. Ich habe nun mindestens eine Woche darüber nachgedacht, wie ich euch das erklären soll. Der Stil wirkte für mich plump. Nicht direkt im übertragenen Sinne, sondern ungefähr so, als wäre ich nur halb da. Als würde ich einen Film schauen, der mich eigentlich total mitreißen müsste, ich aber nebenher gerade mit meiner besten Freundin telefoniere. Irgendwie kamen die Worte, die eigentlich recht gut gewählt waren, ziemlich fad und emotionslos bei mir an. Das hat dem Buch leider den Strich durch die Rechnung gemacht. In der Hälfte hab ich es abgebrochen, weil es für mich einfach keinen Sinn mehr hatte. Dann gab es auch noch für mich ein paar unlogische Stellen. Beispielsweise wird auf den ersten Seiten erwähnt, dass 90% der Menschheit bereits ausgelöscht wurde und 5% zu Monstern mutierten, 5% sind gesunde Überlebende. Kann mir nun mal jemand sagen, wie man auf ein paar Kilometern schon so viele Leute plötzlich treffen kann, wenn eigentlich fast keiner mehr da ist? 
Ich meine, wären 90& aus meinem Dorf gestorben, dann würden vielleicht noch drei Leute leben und DIE würden sich wahrscheinlich in ihren Häusern einsperren oder sonst was. Vielleicht bin ich da auch etwas zu pingelig, aber mich hat es verwundert, wie ein Teil der 5% Menschheit sich auf einem so kleinen Haufen doch wieder treffen kann. 

Charaktere & Setting
Die Charaktere in dem Buch waren mir so gut wie alle unsympathisch. Zoe sowieso, ihr Therapeut war cool, aber für meinen Geschmack viel zu persönlich eingestellt, was Zoes Therapie betrifft. Man hätte ihn ja fast als einen Freund von ihr bezeichnen können. Natürlich, so was hätte ich mir auch gewünscht, als ich in Therapie war, aber das so was leider als unprofessionell gilt... 
Unterwegs ist Lisa die erste Person, die sie trifft. Sie ist jünger als Zoe, allerdings glaube ich, dass ihr richtiges Alter nicht genannt wird, und hat einiges hinter sich. Lisa konnte ich genauso wenig leiden, sie tat mir anfangs wegen ihrem Schicksal etwas Leid, aber mit der Zeit fing sie einfach nur an zu nerven. Egal was sie sagte oder was sie tat, ich war genervt. 
Das Setting war natürlich ähnlich wie bei allen Filmen oder Büchern dieser Art. Düster, manches zerstört, manches nicht. Wie das eben so ist. Bildliche Vorstellungskraft war da, aber auch nicht überragend. 

Aufbau & Design 
Zum Aufbau der Handlung habe ich ja bereits was gesagt, also kommen wir gleich zum Design. Das Cover ist natürlich ein Blickfang und man wird neugierig. So ging es mir jedenfalls und deswegen habe ich das Buch auch gekauft. Aufmerksam geworden bin ich erst durch eine Abonnentin. Sie kann ja nichts dafür, dass das Buch nicht mein Ding war. Ich hatte wirklich geglaubt, die Geschichte wäre was für mich. Aber von dem ganzen Blut und allem hab ich nichts mitbekommen. Es war einfach nur schlichtweg langweilig. Aber zurück zum Design. Cover interessant, Geschichte leider nicht. 
Nun habe ich gehört, dass es mal wieder ein Auftakt zu einer Trilogie sein soll. Tja, was soll ich sagen. ICH werde sie nicht weiter verfolgen. 



Bewertung.
Sprache: 3/5
Setting/Spielort: 2/5
Charaktere: 2/5
Unterhaltungswert: 2/5
Nachdenklichkeit: 1/5
Überraschungseffekte: 2/5
Länge/Schnelligkeit: 3/5

Punktzahl insgesamt: 15/35 

2 Sterne 



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