Samstag, 29. Dezember 2012


Solange die Nachtigall singt - Antonia Michaelis



Daten.
Verlag: Oetinger Verlag
Preis: 16,95€
Seitenzahl: 447 Seiten
Genre: Jugendbuch
Format: Gebunden
Altersempfehlung: 16-17 Jahre
Erscheinungsdatum: September 2012
Gekauft: Pieper Buchhandlung



Der 18-jährige Jari hat gerade seine Lehre als Tischler beendet. Um ein Abenteuer zu erleben entschließt er sich, für zwei oder drei Wochen auf Wanderschaft zu gehen. Allein und auf sich selbst gestellt verschwindet er irgendwo zwischen Deutschland und Polen. In einer Galerie blickt er auf ein Gemälde, das ihm den Atem raubt. Es zeigt einen wundervollen, grün leuchtenden Wald. Und genau dorthin führt ihn im Anschluss seine Reise. In der Galerie lernt er das Mädchen Jascha kennen und sie begleitet ihn ein Stück. Jari ist wenig beeindruckt von ihr, er findet sie schlichtweg hässlich. Doch als die beiden immer dichter in den Wald gelangen, wirft sie ihre Verkleidung ab und zeigt ihr wahres Äußeres. Pure Schönheit umgibt ihr Inneres und Jari ist vollends fasziniert. Sie nimmt ihn mit in ihr abgeschiedenes Haus, in dem sie Bilder zeichnet, von denen sie lebt. Jari will nur eine Nacht bleiben um zu rasten, aber als die Nacht vorüber ist, lässt ihn irgendetwas nicht mehr gehen. Er bleibt, länger und länger und alles um ihn herum verschwimmt, sodass er nicht mehr weiß, welchen Eindrücken er glauben schenken kann und welchen nicht...


Handlung & Stil.
Das Buch beginnt sehr ruhig, aber man bemerkt sofort, dass etwas ganz und gar nicht mit Jascha stimmt. Als Jari ihr begegnet und die beiden den Wald betreten, wird alles immer seltsamer. Für mich leider auch alles immer blöder. Am Anfang fand ich es alles ziemlich spannend und ich war immerzu neugierig, was hinter alldem steckt. Allerdings gab es dann später einen Punkt, an dem es mir einfach zu blöd wurde und ich das mit meiner Realität nicht vereinbaren konnte. Zufälle, Spiele, Maskerade... wie man es nennen möchte, mir hat es nicht gefallen.
Der Stil war auch anders, als ich es von Antonia Michaelis gewöhnt bin. Klar, das Poetische ist da, in diesem Buch vielleicht noch viel mehr, als in den anderen, aber... es ist nicht das gleiche. Es war eine Mischung aus Langeweile und Poesie. Irgendwie konnte es mich nicht fesseln. Auf Seite 240 habe ich es dann ungefähr abgebrochen. Es hatte für mich einfach keinen Sinn mehr.

Charaktere & Setting.
Die Charaktere waren anfangs alle sehr interessant, aber auch das wurde mit der Zeit etwas mau. Mir haben sie einfach nicht zugesagt, ich konnte Jascha absolut nicht leiden und zu Jari fehlte mir die richtige Bindung. Ich fand ihn zunächst einfach etwas Oberflächlich, weil er Jascha als hässlich bezeichnete und irgendwie über sie ablästerte, bevor er dann ihre wahre Schönheit sah. Ich wünschte ihm, dass er lernen würde, dass es darauf im Leben nicht ankommt. 
Das Setting war okay, allerdings war es nicht so dicht und lebhaft für mich, wie es in anderen Büchern von ihr war. Dennoch war der Schauplatz schön gewählt und die Beschreibungen waren natürlich auch sehr gut. 

Sonstiges.
Da ich das Buch abgebrochen habe, ist es nur fair, wenn ich es hier auf meinem Blog nicht mit Sternen bewerte. Ich kann kein Buch bewerten, das ich nur zur Hälfte gelesen habe. Deswegen lasse ich das weg und lasse euch mit meiner Meinung einfach allein. ;)



Kommentare:

  1. Schade, dass es dir nicht gefallen hat. Ich fand es genauso wie der Märchenerzähler richtig toll :)
    Wirst du noch eine Video Rezi dazu drehen?

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