Mittwoch, 23. Januar 2013


Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer



Daten.
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 7,95€
Seitenzahl: 224 Seiten
Genre: Email Roman
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: Ab 14
Erscheinungsdatum: Juli 2008
Gekauft: Geschenk von Yvonne


'Ich würde Sie so gerne küssen. Mir ist es egal, wie Sie aussehen. Ich habe mich in Ihre Worte verliebt.' [Zitat, Seite 88]


Emmi Rothner möchte per Email ihr Zeitschriftenabo 'Like' kündigen. Durch einen Tippfehler landet die Email allerdings bei 'Leo Leike'. Als Emmi wieder und wieder Emails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo Leike sie auf und zwischen den beiden entsteht ein unglaublich außergewöhnlicher Briefwechsel, wie ihn zwei Fremde nur führen können. Zwischen dem totaler Fremdheit und starker Intimität entsteht eine Zuneigung zwischen den beiden, zu der sie sich bald fragen, ob diese hält. Und wenn ja, was passiert dann? Denn Emmi ist seit vielen Jahren glücklich verheiratet. 



Handlung & Stil.  
Niemals hätte ich erwartet, dass mir dieses Buch so unglaublich gut gefallen würde. Dass so viel Handlung, so viel Perspektive für ein gutes Buch in einem Email Roman steckt. Für mich persönlich war das Buch noch nie interessant und hätte man mir das Buch nicht geschenkt - und hätte ich vor allen Dingen mit einer Bekannten keine Abmachung gehabt - hätte ich es mit Sicherheit nie gelesen. Und das wäre wirklich eine Schande gewesen, denn das Buch ist wirklich wahnsinnig schön. 
Der Stil ist so locker und leicht, wie man eben Emails schreibt, und mit einer Sinnlichkeit dahinter, dass ich als Leser gleich eine Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Es hat genau eineinhalb Seiten gedauert, bis ich das erste Mal kichern musste. Und da hatte mich das Buch auch schon in seine Fesseln genommen. Die Handlung ist halt fortlaufend und es gibt nicht allzu viel zu sagen. Es wirkt aber ganz und gar nicht plätschert und ermüdend, obwohl es nur um diese Emails geht, ab und an ein kleiner Einblick in die Welt der Charaktere geliefert wird und die Gefühle der beiden zueinander immer stärker werden. Aber ich denke, genau dieses Echte ist es, was diese Handlung und dieses Buch ausmacht. Genau das ist das Besondere daran. Der Stil ist so schön gestaltet, dass man auch beide Email Charakter voneinander unterscheiden kann und wirklich jeder Schreiber so seine Persönlichkeit hat, die man auch im Schriftlichen bemerkt. Wirklich toll gemacht. 

Charaktere & Setting.
Die Charaktere, wie schon erwähnt, sind wirklich toll gestaltet. Emmi ist eine verheiratete Frau, die von sich selbst überzeugt scheint, es aber nicht ausspricht. Das heißt, diese kleine Selbstverliebtheit, bemerkt man nur am Rande, ist aber überhaupt nicht störend, sondern eher sehr liebenswert. Während sie in einer festen Ehe und Familienleben steckt, ist Leo Leike frischgebackener Single und von seiner großen Liebe getrennt, die ihm immer noch nachhängt. Wirklich eine tolle Mischung, mit Problemen, die jeder kennt, die sich jeder vorstellen kann. Es sind wirklich authentische Charaktere, die ab und an sehr oft auf Geschäftsreise gehen oder verreisen, aber... davon abgesehen war alles einfach klasse. 
Zum Schauplatz kann ich nun wirklich nicht viel sagen, denn es spielt sich ja alles nur vor den jeweiligen beiden Computern ab. Aber das stört nicht, absolut nicht. Das Buch war spannender als viele andere. 

Sonstiges.
Das Cover des Buches ist ja nun wirklich nicht der Burner, aber irgendwie passt diese Leichtigkeit zu der Authentizität des Buches. Nichts ist übertrieben, nichts ist zu viel, nichts zu wenig. Insgesamt wirklich ein tolles Werk, das mich zum Lachen gebracht hat, dass mich nachts nicht losgelassen hat, dass mich aufgewühlt hat, dass mich vor allen Dingen neugierig auf den zweiten Teil macht, den ich bereits besitze. Denn das Ende des ersten Bandes ist SO gemein, dass ich glaube, dass Leute, die das erste Buch hier vor dem Erscheinungstermin des zweiten bereits gelesen haben, vor Wut alles kurz und klein hätten schlagen können. So ein gemeines Ende hatte ich wirklich noch nie gelesen. Aber gut, dass es gleich weitergehen kann. 



Bewertung.
Aufmachung: 2,5/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 5/5
Charaktere: 5/5
Sprache: 5/5
Nachdenklichkeit: 4/5
Unterhaltungswert: 5/5
Überraschungseffekte: 4/5
Bildungswert: 3,5/5
Lesetempo: 5/5

Punktzahl insgesamt: 43,5/50

5 Sterne

Mittwoch, 16. Januar 2013


Die Blumen des Schmerzes - Brenna Yovanoff



Daten.
Verlag: Script 5 Verlag
Preis: 18,95€
Seitenzahl: 383 Seiten
Genre: Jugendfantasy
Format: Gebunden
Altersempfehlung: Ab 16
Erscheinungsdatum: März 2012
Gekauft: Pieper Buchhandlung



['Es ist schon seltsam, aber etwas Kaputtes ist viel schwerer zu ertragen, wenn man noch sehen kann, dass es einmal schön gewesen ist.']


Daphne, Luzifers Tochter, tritt eine gefährliche Reise auf die Erde an, um ihren verschwundenen Bruder zu suchen. Truman Flynn ist der einzige, der wissen könnte, wo dieser sich aufhält und steht ihr trotz seines leidenden Wesens mit Narben auf Körper und Herz, bei der Suche zur Seite. Als ein richtig grausamer Mord passiert, wird Daphne bewusst, in welcher Gefahr in Bruder Obi und auch sie selbst sich vielleicht schon befindet. Gemeinsam mit Truman begibt sie sich auf die gefährliche Reise zwischen gut und böse, Himmel und Hölle. Doch wer auf welcher Seite steht, weiß am Ende keiner mehr so genau... 



Handlung & Stil.
Dass so viel in diesem Buch steckt, hätte ich mir anfangs ganz und gar nicht erwartet. Die Handlung war stets spannend, stets undurchsichtig, stets geheimnisvoll. Der Schreibstil enthält eine ganz spezielle Atmosphäre, die von wahrem Schreibtalent zeugt und den Leser in eine Geschichte hüllt, aus der es kein Entkommen mehr zu geben scheint. Durch die Vergangenheit und das Leiden von Truman hat die Geschichte etwas Bedrückendes. Etwas Bedrückendes, das lebt. Es hat kaum fünfzehn Seiten gedauert, da bin ich wirklich fast selbst in Daphnes Charakter geschlüpft und habe alles aus nächster Nähe erlebt. Der Stil unterscheidet sich auch von anderen Jugendbüchern. Die Autorin hat einen Wiedererkennungswert, was ich immer sehr hoch schätze und mir auch irgendwie erwarte. Die Satzstellungen sind nicht immer einfach und plump, wie es in vielen Jugendbüchern der Fall ist. Die Geschichte hat wirklich Charakter, sie hat das gewisse Etwas und jagt den Leser förmlich durch Emotionen. Ich selbst bin unglaublich begeistert von dem Buch und würde jederzeit wieder zu einem Buch der Autorin greifen. Ich glaube, ich habe einen neuen Stern an meinem Autorenhimmel entdeckt.


['Es hörte nie auf wehzutun. Es tat nur auf eine andere Weise weh.']


Charaktere & Schauplatz.
Die Personen in dem Buch sind sehr durchdacht. Jeder hat eine eigene Mission, eine Aufgabe zu erfüllen. Daphne ist eine sehr angenehme Person, die für ihr Alter auch realistisch handelt und denkt. Sie ist zum ersten Mal auf der Erde und lernt ein paar Dinge kennen, die für uns alle selbstverständlich sind. Daphne ist ein Mädchen, mit dem sich wohl der Großteil der Leserinnen identifizieren könnte. Sie hat ein Wesen, das den Leser anzieht, neugierig macht, aber auch beruhigt. Obwohl Daphne in der Geschichte nicht immer alles unter Kontrolle hat, gibt sie dem Leser doch eine Art von Sicherheit, bei der wir uns geborgen fühlen. So habe ich das beim Lesen empfunden. Truman ist ein Charakter, der sich das Leben nicht nur selber schwer macht, sondern auch allen anderen um sich herum. Dennoch will man ihn nicht aufgeben. Man wünscht sich, dass er den für sich rechten Weg findet und irgendwie wieder leben kann, ohne dass ihn seine innere Trauer auffrisst. 
Alle anderen Charaktere, die man aus der Mythologie kennen sollte, wie zum Beispiel Beelzebub oder Azrael, haben ihre Rolle in dem Buch. Für mich war es äußerst interessant, mehr über die ganze Materie zu erfahren. 
Der Aufbau der Hölle war mir am Anfang etwas suspekt und ich hatte schon Angst, dass ich damit nichts anfangen könnte. Aber als ich Daphne auf die Erde begleitet habe, waren diese Bedenken bereits  verschwunden. Mit der Zeit wurde es für mich normal, wie es in der Hölle zugeht, wie es dort ausschaut und wie die Leute dort ticken. Es bildete alles eine Einheit und die hat mir dann später auch gefallen. Die Schauplätze im Buch wurden gut dargestellt, ich habe viele Bilder vor Augen gehabt, die mir noch vor dem inneren Auge geblieben sind und die ich vielleicht auch noch lange im Gedächtnis behalten werde. 

Sonstiges.
Wenn man von der Schönheit und Besonderheit des Covers mal absieht, ist das Buch auch innen recht hübsch aufgemacht. Mir gefällt es zu sehen, dass sich dafür Mühe gegeben wurde, denn das Buch hat es wirklich verdient. Für mich ist es ein Meisterwerk für sich. Ich bin froh, dass ich im Buchladen dazu gegriffen habe, obwohl ich nicht wusste, was mich erwartete. Es war ein Glücksgriff. Die Reise, die mir dieses Buch ermöglicht hat, kann mir kein anderes in dieser Weise geben. Da bin ich mir sicher. 
Ich kann es euch nur empfehlen, auch wenn ihr mit Fantasy an sich nicht allzu viel anfangen könnt. In dieser Geschichte geht es um so viel mehr als um fantastische Wesen, wie Dämonen oder Engel. Das Zwischenmenschliche, die Moral, das Leben, der Schmerz - das alles spielt eine große Rolle. 
Das Ende, das Finale, war so was von Spektakulär und mitreißend, dass mir gewisse Dinge wirklich fast die Tränen in die Augen getrieben hätten. Ich spürte in meinem Körper wirklich das Adrenalin, die Aufregung im Bauch. Einfach unglaublich gut. 



Bewertung.
Aufmachung: 5/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 5/5
Charaktere: 4,5/5
Sprache: 4/5
Unterhaltungswert: 5/5
Nachdenklichkeit: 4,5/5
Überraschungseffekte: 4/5
Bildungswert: 3/5
Lesetempo: 4,5/5

Punktzahl insgesamt: 44/50

5 Sterne






Donnerstag, 10. Januar 2013



Sternenreiter - Jando



Daten.
Verlag: Koros Nord Verlag
Preis: 13,95€
Seitenzahl: 131 Seiten
Genre: Roman
Format: Gebunden
Altersempfehlung: Ab 14
Erscheinungsdatum: Juli 2012
Gekauft: Rezensionsexemplar



Erwachsene vergessen zu Träumen. Schlichtweg ist das ein ausschlaggebendes Thema des kleinen Büchleins 'Sternenreiter'. Mats, die Hauptperson des Buches, ist ein absoluter Workaholic und stürzt sich in die Arbeit, wobei er seine Familie ziemlich vernachlässigt. Eines Tages kommt er ins Krankenhaus und begegnet dort einem sonderbaren Jungen, der schon etwas länger Patient zu sein scheint. Dieser kleine Junge lehrt Mats so viel, was das Leben betrifft, das Träumen, das Glücklichsein. Und er lehrt ihn, wie man wieder darauf vertraut.



Handlung & Stil.
Der Stil in dem Buch ist recht einfach gehalten, möge man sagen, jedoch steckt etwas dahinter. Mir persönlich gefiel die Geschichte an sich recht gut und auch die Moral dahinter, oder die Message. Aber der Stil an sich war nicht so ganz mein Ding. Man hätte es sinnlicher und etwas spannender erzählen können. Die Worte kamen mir vor, wie erzwungen erwachsen, erzwungen philosophisch. Die Zitate hingegen waren sehr schön gewählt und sie hinterlassen, wie die Geschichte auch, Spuren im Leser.

Charaktere & Schauplatz.
Die Charaktere ist recht schön gezeichnet, der kleine Junge wirkt sehr seltsam, aber das was er sagt stimmt, und man lässt sich nach und nach auf ihn ein und hört auf seine Worte. Mats ist ein Mensch, den man auf Grund seiner Lebensweise bemitleiden könnte. Man merkt, wie unglücklich er eigentlich in der Situation ist. Ein Leben voller Arbeit, bei dem die Familie auf der Strecke bleibt. Der Schauplatz ist Geschmacksache letztendlich, aber... es wurde eigentlich recht gut umgesetzt. 

Sonstiges.
Ich würde das Buch eher als eine Art Geschenkbuch ansehen. Für jemanden, der auch das Träumen verlernt hat, ebenfalls zu viel arbeitet, oder einfach eine aufbauende Geschichte braucht. Auch für Menschen, die Zitate lieben ist das Buch durchaus etwas Wertvolles.



Bewertung.
Aufmachung: 3,5/5
Idee der Geschichte: 3,5/5
Umsetzung: 3,5/5
Charaktere: 3/5
Sprache: 3/5
Unterhaltungswert: 3/5
Nachdenklichkeit: 4/5
Überraschungseffekte: 2,5/5
Bildungswert: 4/5
Lesetempo: 3,5/5

Punktzahl insgesamt: 33,5/50

4 Sterne


Montag, 7. Januar 2013



Bevor ich falle - Lilly Lindner



Daten.
Verlag: Droemer Verlag
Preis: 16,99€
Seitenzahl: 304 Seiten
Genre: Roman
Format: Broschiert
Altersempfehlung: Ab 16
Erscheinungsdatum: September 2012
Gekauft: Pieper Buchhandlung


[Du weißt nicht, wie sich Stille anfühlt.
Bis sie dich anbrüllt.]


Die kleine Cherry verliert im Alter von neun Jahren ihre Mutter. Sie springt aus dem Fenster und lässt Cherry mit ihrem herzkalten Vater allein zurück. Je älter Cherry wird und je schwieriger es wird, mit dem Alltag klar zu kommen, desto mehr Schuldgefühle und Selbsthass entwickeln sich in ihr. Denn sie ist fest davon überzeugt, dass sie Schuld am Selbstmord ihrer Mutter trägt. Und das einzige, was sie will, ist wieder mit ihr zusammen sein. Aber Gott sei Dank, gibt es einen Menschen in ihrem Umfeld, der sie daran zu hindern versucht, sich selbst zu verletzen und ihr zeigt, was sie eigentlich will. Dieser Jemand ist allerdings nicht ihr Vater, denn von ihm aus, könnte sie ihrer Mutter ruhig hinterher springen. Vermissen würde er sie sicher nicht, sagt er und denkt sie jedenfalls.



Handlung & Stil.
Wie erwartet, ist bei Lilly Lindners zweitem Roman wieder nicht nur der Stil intensiv, sondern auch die Handlung. Mit harten und direkten Worten, die niemand hätte besser wählen können, erzählt sie uns die Geschichte von Cherry, einem liebenswerten Mädchen, das psychisch allerdings total zerstört ist. Sie weiß nicht, wie sie mit dem Leben fertig werden soll, dafür aber mit den Worten. Ihr Vater hasst Worte und ihr Vater hasst Cherry. Schon als die Mutter noch lebte, schon seit Cherry denken konnte, hat ihr Vater sie schlecht behandelt, wollte sie nicht um sich haben und mochte sie nicht leiden. Und Cherry hat rebelliert. Und ihrer Meinung nach, ihre Mutter auch noch in den Selbstmord getrieben.
Mit welcher Stärke, Kraft und unverdaulicher Ehrlichkeit Lilly Lindner diese Geschichte erzählt, ist mal wieder erschreckend und erfreuend zugleich. Denn selten fallen uns solche Bücher in die Hand. Noch nie habe ich einen Autor oder eine Autorin gefunden, die eine solche Wortkraft an den Tag legt. Das kann nur jemand, der selbst eine Menge erlebt hat, der seine ganzen eigenen negativen Gefühle in die Sätze legt, Punkte setzt, wann er sie für richtig hält und nicht, wann sie gut aussehen oder sinnvoll erscheinen. Das ist Lilly Lindner. Und wenn man sich für sie und ihren Schreibstil öffnen kann, dann wird man eine Achterbahnfahrt durch die Hölle des Lebens machen und immerzu schreien wollen. Doch der Nebel unseres Daseins wird euch die Hand auf den Mund pressen und euch weiter hinabziehen, solange, bis die letzte Seite geschlossen wird, und eure Bügel des Waggons sich wieder öffnen. 

Charaktere & Schauplatz.
Natürlich ist Cherry wieder eine Mischung aus allem. Sie ist einerseits sehr liebenswert, andererseits aber auch einfach nur zu bemitleiden. Und noch mal andererseits ist sie ein Mädchen, das zickige Antworten gibt, rebelliert und nicht weiß, wohin sie gehört und wer sie sein möchte. Es ist interessant, sie zu verfolgen, mit ihr einen Teil des Leidensweges zu gehen und irgendwie ihren Schmerz zu spüren. Man versucht ihr ihn ein Stück weit abzunehmen, aber wer selbst etwas Schweres hinter sich hat oder durchmacht, der weiß, dass das niemals funktionieren würde. Man ertrinkt im Leid, weil der Verstand sich darin festfährt. Eigentlich, hat man kaum mehr eine Chance auszutreten. 
Schauplätze spielen in dem Buch keine tragende Rolle und werden auch nicht sehr geschildert. Dennoch gibt es ein paar Plätze in dem Buch, die wichtig sind und die man sich merkt und vorstellt. Lilly Lindner braucht dazu keine vielen Beschreibungen, damit das menschliche Vorstellungsvermögen arbeitet.

Sonstiges.
Das Buch hat mich geflasht. Selbstverständlich hat es das. Ich hatte nichts Anderes erwartet. Lilly Lindner ist mit Antonia Michaelis meine absolute Lieblingsautorin und ich würde mich jederzeit auf eines ihrer Bücher stürzen. Deswegen hoffe ich sehr, dass sie noch weitere Werke verfassen wird. Und wer von euch nun mal wirklich etwas Gutes lesen will, dass jeden - aber auch jeden Leser - an seine fühlenden Grenzen bringen wird, dann greift nach diesen Büchern. 
Splitterfasernackt fand ich allerdings in einigen Hinsichten noch besser. Es hat mich einfach dazu gebracht, das Atmen zu vergessen, fest zu schlucken, hat mir Tränen in die Augen getrieben und mich in einem Gefühl zurückgelassen, das ich bis heute nicht einordnen kann. All das, hat mir hier gefehlt, aber es war dennoch einfach Lilly und daher einfach super genial.



Bewertung.
Aufmachung: 4,5/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 5/5
Sprache: 5/5
Charaktere: 5/5
Unterhaltungswert: 5/5
Nachdenklichkeit: 4/5
Überraschungseffekte: 3,5/5
Bildungseffekte: 4/5
Länge/Schnelligkeit: 5/5

Punkte insgesamt: 45,5/50

5 Sterne