Montag, 25. März 2013

Mein fahler Freund - Isaac Marion






Daten.
Verlag: Klett-Cotta
Preis: 19,95€
Seitenzahl: 298 Seiten
Genre: Roman
Format: Gebunden
Altersempfehlung: Ab 14
Erscheinungsdatum: Februar 2011
Gekauft: Pieper Buchhandlung 






Handlung & Stil.
Kurzum gesagt, bin ich nicht so begeistert von dem Buch wie so viele andere Leser. Die Thematik an sich hat mich sehr gereizt, auch wenn ich vorher nur einmal etwas mit Zombies gelesen habe. Diese waren allerdings total bösartig. Diese hier sind es im Grunde auch, aber R ist eben so ein ganz besonderer Fall. In seinem zerfallenen, verwesenden Körper beginnt er wieder etwas zu spüren und beginnt zu fühlen, seit er Julie gesehen hat. 
Die Handlung an sich ist ganz interessant, aber sie hat mich jetzt auch nicht umgehauen. Das Buch hat zwar bloß knapp 300 Seiten, aber da hätte man dennoch mehr Potenzial reinstecken können. Der Stil ist etwas, das mich zwiespältig zurücklässt. Einerseits hat er mir bereits auf den ersten Seiten recht gut gefallen, da eben auch recht philosophische Gedanken darin enthalten waren und R mir recht sympathisch war. Allerdings war das Buch insgesamt doch mehr langweilig, als spannend. Es geht nicht unbedingt viel zur Sache und es herrscht auch kein Mord und Totschlag. Allerdings hat mir das nicht gefehlt, sondern anderes. Julie wurde mir zu wenig belichtet. Sie wird zwar beschrieben und auch von der Art wie sie redet und agiert, erfährt man viel über sie und kann sie sich gut vorstellen. Dennoch fehlte mir ein Stück miteinander von Julie und R. Ich kann auch gar nicht sagen, was ich wirklich erwartet hätte, aber Fakt ist, das Buch hat mich bis Seite 200 nicht erreicht.
Das Ende war dann wirklich spannend und ich habe auch mitgefiebert, aber das hat die Sterne für das Buch letztendlich auch nicht mehr höher setzen können. 

Charaktere & Setting.
Die Charaktere an sich waren wirklich toll und ich freue mich schon darauf zu sehen, wie sie im Film umgesetzt wurden. Nicht viele Charaktere hatten eine große Rolle, was ich recht gut fand, da man sich damit gut auf's Wesentliche konzentriert hat. Aber auch die Nebenrollen waren klasse und kreativ eingefädelt.
Die Schauplätze konnte man sich ebenfalls recht gut vorstellen und letztendlich waren zu viele Beschreibungen ohnehin überflüssig, da man aus den tausend anderen Zombiefilmen und Büchern ohnehin weiß, wie es in der Welt dann aussieht, wenn nichts mehr wirklich lebendig ist und bewohnt.

Sonstiges.
Ich wollte bevor ich den Film schaue auf jeden Fall das Buch lesen. Ich habe mich total auf die Lektüre gefreut und war dann leider schnell enttäuscht. Irgendwie hatte ich mir davon viel mehr erwartet und auch der Stil hatte mich nicht wirklich fesseln können. Dennoch kann ich am Ende sagen, dass es ein gutes Buch war mit einer grandiosen Idee. Allerdings wurde das Potenzial der Idee meiner Meinung nach nicht genutzt. Der Autor sieht übrigens sehr sympathisch und attraktiv aus. Sicherlich eine interessante Persönlichkeit. Vielleicht kann mich eines Tages ein anderes Buch von ihm mehr in den Bann ziehen. Ein schönes Erlebnis war es trotzdem, auch wenn ich dieses Mal nicht von einem Highlight sprechen kann.



Bewertung.
Aufmachung: 4/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Sprache: 4/5
Unterhaltungswert: 3,5/5
Nachdenklichkeit: 2,5/5
Überraschungseffekte: 2,5/5
Bildungswert: 3/5
Lesetempo: 4/5

Punkte insgesamt: 35,5/50

3 Sterne

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