Dienstag, 16. April 2013

Der Wald - Richard Laymon




Daten.
Verlag: Heyne Hardcore
Preis: 9,99€
Seitenzahl: 432 Seiten
Genre: Horror
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: Ab 16
Erscheinungsdatum: September 2011
Gekauft: Geschenk einer Zuschauerin






Handlung & Stil.
Ich habe mich auf dieses Buch unglaublich gefreut und dachte, dass es mir sicher gut gefallen wird - wie vorher alle von Laymon. Leider hat sich dies als ein Fehler herausgestellt. Aber nun möchte ich euch natürlich auch sagen, wieso es mir so gar nicht gefallen hat. Und zwar fängt das Buch eigentlich noch ganz nett an. Die Charaktere wurden von Laymon dieses Mal wirklich in den Vordergrund gerückt und man hat recht viel von den beiden Familien erfahren. Da ich das von ihm bisher nicht gewohnt war, fand ich das erst mal interessant. Leider ging es mir irgendwann total auf die Nerven, denen beim Wandern oder beim am Lagerfeuer sitzen 'zuzuschauen'. Bis mindestens zur Hälfte des Buches passiert kaum etwas und irgendwie hat mich das mehr an Stephen King als an Laymon erinnert. Wenn mal etwas passiert ist, was wichtig für die Geschichte war, dann waren das nur kleine Andeutungen. Allerdings waren diese nicht wirklich subtil oder spannend oder sonst was dargestellt, sondern typisch Laymon eben. Irgendwie kam es mir in diesem Buch vor, als hätte er versucht, etwas zu sein, was er nicht war. 
Diesem Buch fehlte es an Laymon. Natürlich waren in den ersten zwanzig Seiten schon zweimal Nippel im Spiel und Sex gibt es in dem Buch auch, aber das meine ich gar nicht. Mir hat das 'OMG' oder 'Was geht denn in dem vor?' gefehlt. Nicht einmal hatte ich mich gefragt, wie dieser Autor eigentlich tickt und was in seinem Kopf eigentlich schief gelaufen ist, dass ihm so was einfällt. Und das war sonst immer der Fall. Weder Bewunderung, noch Ekel, noch Kopfschütteln mit fettem Grinsen im Gesicht. Nichts von alldem war da. Leider. Am einfachen Stil an sich hat man den Autor natürlich wiedererkannt, aber es war einfach eine absolut langweilige Geschichte, der es bis über die Hälfte einfach an etwas Großem gefehlt hat. Und es tut mir sehr weh, so was sagen zu müssen. 

Charaktere & Schauplatz.
Wie bereits erwähnt waren die Charaktere dieses Mal recht schön ausgebaut. Man hat mehr erfahren, konnte viele Dialoge lesen und man hat einfach mehr Zwischenmenschliches gefühlt, als in seinen anderen Romanen, die ich bisher gelesen habe. Die Schauplätze konnte man sich eben vorstellen, besonders fand ich es jetzt aber nicht. Die Atmosphäre an sich hat mir keine Angst gemacht, was aber vielleicht auch einfach daran liegen mag, dass mir das Buch an sich schon viel zu langweilig wurde. Da konnte ich mich nicht mehr mitreißen lassen. 

Sonstiges. 
Die Thematik an sich, die dort behandelt wird, ist schon nicht mein Fall. Aber davon wollte ich mich nicht hindern lassen. Ich werde alle Bücher meines Lieblingsautors lesen, auch wenn es da noch ein paar gibt, die Themen beinhalten, auf die ich verzichten könnte. Allerdings hoffe ich, dass die nicht so ein Flop sind, wie das Buch. Leider kann ich es nur bedingt empfehlen und zwar an Leute, die es eher subtiler und zurückgehaltener mögen. Laymon geht hier nicht so zur Sache, wie er es sonst tut und daher wäre es für Laymon Einsteiger vielleicht sogar ganz ok. Andererseits vielleicht auch so langweilig, dass sie direkt beschließen, nie wieder was von ihm zu lesen. Entscheidet selbst.



Bewertung.
Aufmachung/Gestaltung: 3,5/5
Idee der Geschichte: 3/5
Umsetzung: 2,5/5
Sprache: 3,5/5
Charaktere: 2,5/5
Unterhaltungswert/Spannung: 3/5
Überraschungseffekte: 2,5/5
Nachdenklichkeit: 2/5
Bildungswert: 2/5
Länge/Schnelligkeit: 4/5

Punktzahl insgesamt: 28,5/50 

2 Sterne

1 Kommentar:

  1. Ich hab noch kein Buch von Laymon gelesen, hab aber "Der Wald", "Die Insel" und "Das Grab" noch ungelesen im Regal. Ich denke, dann fang ich mit "Der Wald" an, dann bin ich eventuell davon schon begeistert und es steigert sich dann. :)

    Schöne Rezension!

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