Donnerstag, 30. Mai 2013

Unschuldig (Pretty Little Liars #1) - Sara Shepard





Daten.
Verlag: cbt Verlag
Preis: 7,95€ (als Kindle Edition 6,99€)
Seitenzahl: 320 Seiten
Genre: Jugendbuch
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren
Erscheinungsdatum: Juli 2009
Gekauft/Gelesen: EBook






Handlung & Stil.
Obwohl man im ersten Band dieser Reihe mehr oder weniger nur die Charaktere etwas kennenlernt, zieht sich der rote Faden doch durch jede Seite. Jedes Mädchen hat eine interessante Vorgeschichte, die man gerne näher beleuchtet haben möchte. Mit jedem Kapitel bekommt alles mehr Farbe und auch die Handlung bahnt sich immer tiefer in... ja in was eigentlich? Ins Verderben? Wir werden sehen. 
Der Stil ist wirklich sehr einfach und unkompliziert. Man liest sehr schnell, die Seiten fliegen und durch diese simple Sprache wird man irgendwie in die Geschichte hineingesogen. Auch wenn ich nicht der Fan von solch platten Stilen bin, die nichts Besonderes vorzuweisen haben, fand ich das ganze doch sehr lesenswert und unterhaltsam. In jedem Falle war es so gut, dass ich sogleich den zweiten Band lesen möchte, um zu wissen, wie es weitergeht. Denn alles wird am Ende dieses Buches noch nicht aufgelöst.

Charaktere & Schauplatz.
Wie schon gesagt, sind die Charaktere sehr interessant. Jedes Mädchen hat ein Geheimnis, die Mädchen teilen gemeinsam eines und dazu hat jede ihre Familiengeschichte. Am Anfang dachte ich, es wäre unglaublich schwer für mich, die ganzen Mädchen auseinanderzuhalten. Immerhin waren es mit Alison fünf Stück und jede ist anders. Aber ich wusste weitgehend welcher Name zu wem gehört und was es mit den Mädchen auf sich hat. Soweit so gut. 
Schauplätze gibt es bei so vielen wichtigen Charakteren natürlich einige, aber nicht alle werden wirklich analysiert oder detailliert beschrieben. Dennoch kann man sich alles vorstellen, wenn man genügend Vorstellungskraft hat. 

Sonstiges.
Insgesamt ein gut unterhaltendes Buch, welches auf jeden Fall Potenzial hat und einen zum Weiterlesen animiert. Eigentlich zwingt es einen ja förmlich dazu. Ich war sehr zufrieden, hatte Spaß und freue mich jetzt auf den zweiten Band, den ich mir sogleich vornehmen werde.



Bewertung.
Gestaltung/Aufmachung: 3/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 4/5
Sprache: 3/5
Charaktere: 4/5
Unterhaltungswert/Spannung: 4,5/5
Überraschungseffekte: 4/5
Nachdenklichkeit: 3,5/5
Bildungswert: 3/5
Länge/Lesetempo: 5/5

Punktzahl insgesamt: 38/50

4 Sterne

Dienstag, 21. Mai 2013

Touched - Der Preis der Unsterblichkeit - Corrine Jackson




Daten.
Verlag: Ullstein Verlag
Preis: 8,99€
Seitenzahl: 414 Seiten
Genre: Jugendfantasy
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: 14 - 17 Jahre
Erscheinungsdatum: März 2012
Gekauft/Erhalten: Globus






Handlung & Stil.
Ich habe zuerst ein wenig gebraucht, bis ich in die Handlung und zu den Charakteren gefunden habe. An manchen Stellen fand ich gewisse Dinge auch unlogisch, die sich dann im späteren Verlauf allerdings als logisch erwiesen. Allerdings hat mich das in dem Moment total gestört, da ich aus dem Grund einiges an der Handlung zu meckern hatte. Trotzdem bin ich dran geblieben und es hat sich auch gelohnt. 
Der Stil ist auf jeden Fall sehr flüssig und spannend. Auch wenn bis zum letzten Drittel des Buches nicht wirklich Mord und Totschlag herrscht, ist doch immer eine gewisse Spannung zu spüren und ein Grund nicht vorher aufzuhören. 
Vor allem wegen dem Finale lohnt sich dieses Buch. Die Spannung steigert sich stetig und das Böse kommt sozusagen auf leisen Sohlen. Ab und an vernimmt man es, aber es ist noch lange nicht greifbar. Es nähert sich Stück für Stück und greift zu. So ungefähr könnte man die Spannungskurve beschreiben. Die letzten 70 Seiten ungefähr habe ich in einem Rutsch verschlungen. Wirklich richtig gut. 

Charaktere & Schauplatz.
Ich fand die Charaktere sympathisch. Durchaus waren sie Personen mit denen man gerne eine Geschichte erlebt. Allerdings hat es auch da etwas gedauert, bis ich mit ihnen warm wurde. Remys Geschichte war das, was mich dazu animiert hat weiterzulesen. Denn dass die Vergangenheit in der Geschichte noch eine Rolle spielen würde, war von vornherein klar und ich war gespannt, inwiefern das ausgebaut wurde. Über die anderen Charaktere erfährt man mehr oder minder. Bei vielen hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin etwas näher auf sie eingegangen wäre. Aber vielleicht folgt das noch im zweiten Teil.
Ab und an fand ich die Dialoge oder Umgehensweise der Charaktere untereinander etwas seltsam. Manche Dialoge kamen mir vor, als wäre was vergessen worden. Bzw. wusste ich bei manchen Einwürfen einfach nicht, was ich damit anfangen sollte. Das war ein oder zweimal der Fall und so was kann ich gar nicht leiden. Mag aber auch an der deutschen Übersetzung liegen. Vielleicht aber auch an meiner fragwürdigen Intelligenz. (;

Sonstiges.
Insgesamt ein angenehmer Auftakt zu einer Trilogie, welchen ich durchaus als lesenswert bezeichnen würde. Es ist jetzt sicher nicht das Beste, was ich je gelesen habe, aber es war auf jeden Fall gut. Und mit der Zeit habe ich auch wirklich gemerkt, dass ich das Buch nicht mehr gerne aus der Hand legen wollte. Im Übrigen mag ich den Namen O'Malley total gerne, da er mich an Aristocats erinnert: Thomas O'Malley, O'Malley der Sunnyboy. *sing*



Bewertung.
Aufmachung/Gestaltung: 4/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 4/5
Sprache: 3,5/5
Charaktere: 3,5/5
Unterhaltungswert/Spannung: 3,5/5
Überraschungseffekte: 3,5/5
Nachdenklichkeit: 3/5
Bildungswert: 3/5
Lesetempo/Länge: 4/5

Punktzahl insgesamt: 33,5/50

3 Sterne

Sonntag, 19. Mai 2013

Dann press doch selber, Frau Dokta! - Dr. Josephine Chaos





Daten.
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Preis: 9,99€
Seitenzahl: 256 Seiten
Genre: Humor
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: Ab 14
Erscheinungsdatum: März 2013
Gekauft/Erhalten: Rezensionsexemplar 






Handlung & Stil.
Die Handlung besteht irgendwie fortlaufend aus kleinen Geschichten aus dem Klinikalltag. Jedes Einzelne Kapitel ist mit einer Überschrift versehen, sodass man sie auch getrost gemischt und durcheinander lesen könnte. Ich habe, muss ich ehrlich gestehen, anfangs einiges übersprungen und mir nur das durchgelesen, was mich von der Überschrift her direkt angesprochen hat. 
Insgesamt ist aber alles in diesem Buch sehr lesenswert, wobei der Stil der Autorin auch sehr nachhilft. Sie schreibt flüssig und kurzlebig, was so viel heißt wie, man braucht echt nicht lange für ein Kapitel. Es ist ein wunderbares Buch für Zwischendurch. Man hat viel zu lachen und der Humor ist wirklich in jeder Zeile versteckt. Unterhaltsam, spritzig und sehr sympathisch beschreibt Dr. Josephine Chaos ihr Leben als Ärztin. 
Ich hatte wirklich ein wenig Schiss, als ich den Untertitel las. 'Aus dem Klinikalltag einer furchtlosen Frauenärztin'. Zu Anfang hatte ich gewisse Zweifel daran, ob mir das Buch gefallen könnte, da ich dachte, es käme mehr auf mich zu in Bezug auf Kinder, Babybauch und Säuglingsstation. 
Einige von euch, die mich schon lange schauen, wissen, dass ich mit Kindern einfach nichts anfangen kann. Und mit schreienden Babys schon gar nicht. Ich finde sie auch absolut nicht süß oder knuddelig, sondern nehme davon getrost Abstand. Sie existieren, ich nehme sie wahr und damit hat es sich dann hoffentlich auch schon erledigt. Klingt gemein, ist aber leider so. Babys sind einfach nicht meine Welt, auch wenn es für andere Frauen ein Segen ist, eines zu bekommen. 
Aber zu meinem Glück wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Auch wenn es sich natürlich mit Thema Kreissal beschäftigt, gab es doch auch viele Geschichten, die anderes erzählten. Und alle insgesamt waren richtig liebenswert geschrieben. 

Charaktere & Schauplatz.
Was ich sehr toll fand, waren die Namen der Charaktere. Dr. Josephine Chaos gibt allen Beteiligten ihre ganz eigenen Kosenamen, die ihre Charakterzüge und Verhaltensweisen wirklich gut beschreiben. Somit kann man sich dann auch super merken, wer gerade da ist und wie er sich wohl gerade in der Situation verhält. Wunderbar. Das schaffte irgendwie eine tolle und lockere Atmosphäre.
Schauplätze wurden nicht wirklich wichtig dargestellt. Sind sie für die Geschichte auch nicht. (;

Sonstiges.
Ich kann euch das Buch nur ans Herz legen, wenn ihr euch für den Berufsalltag anderer Menschen interessiert und wenn ihr auf leichte und richtig humorvolle Lektüre steht. Mit diesem Buch kann man sich sogar die schlechte Laune verbessern, da der Stil so schwungvoll und spritzig ist, dass man sich von der Stimmung einfach gleich angekurbelt fühlt. Ich wünsche viel Spaß.



Bewertung.
Gestaltung/Aufmachung: 3/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 4/5
Sprache: 4/5
Charaktere: 3,5/5
Unterhaltungswert/Spannung: 4/5
Nachdenklichkeit: 1/0
Überraschungseffekte: 2,5/5
Bildungswert: 2,5/5
Lesetempo/Länge: 5/5

Punktzahl insgesamt: 33,5/50

3 Sterne

Freitag, 10. Mai 2013

Im Pyjama um halb vier - Gabriella Engelmann





Daten.
Verlag: Arena Verlag
Preis: 12,99€
Seitenzahl: 237 Seiten
Genre: Jugendbuch
Format: Broschiert (für mich ein Ebook)
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Erscheinungsdatum: Januar 2013
Gekauft: Ebook Amazon






Handlung, Stil & Atmosphäre.
Zuerst muss ich sagen, dass das Buch wirklich recht kurz war. Natürlich ist das einerseits gut. Man kann es wunderbar flüssig lesen, man ist schnell durch das Buch durch, hat daher aber auch nur eine kurze Lesefreude. Ich hätte mir eine längere Geschichte der beiden gewünscht. 
Da möchte ich gleich zu Anfang noch einmal fragen, weiß jemand von euch, ob es eine Fortsetzung geben wird?
Die Handlung ist bei einem solchen Roman recht simpel. Leider auch sehr vorhersehbar. Ich konnte mir alles denken, wie es passiert und irgendwie fand ich das nicht unbedingt so toll. Aber das hat mir das Buch zum Glück nicht madig gemacht. Dennoch fand ich es wirklich toll und spaßig. Allerdings habe ich immer noch die Ansicht, dass man sich nicht in jemanden verlieben kann, den man nicht kennt. Sicher, es gibt genügend Beweise dafür, aber vielleicht sind das auch einfach nur Leute, die so einsam sind, dass sie sich an den letzten Strohhalm im Internet klammern. Sorry an diejenigen, denen so was passiert ist, aber meine Meinung darf ich ja sagen. Ihr dürft mich gerne umstimmen, wenn ihr es schafft. 
Wenn ich die Handlung mit 'Gut gegen Nordwind' vergleiche, der erste Email Roman, der mir untergekommen ist, dann muss ich sagen, dass in diesem Buch hier einiges realistischer wirkte. Wobei man das auch nicht so sagen kann, schließlich handelt jede Person anders. Aber hier kam es mir doch sehr authentisch rüber. In 'Gut gegen Nordwind' musste ich schon an ein, zwei Stellen mal skeptisch gucken.
Die Atmosphäre war okay, sie war halt so, wie man sich das bei einem Email Roman vorstellen kann. Man fiebert mit und man ist immer wieder schnell in der Geschichte drin. Das Buch gab mir eine schöne Stimmung beim Lesen und es war durchaus spannend. 
Die Sprache war auf jeden Fall gut getroffen, jugendlich aber niveauvoll.

Charaktere & Schauplatz.
Ja, Schauplätze gab es ja eigentlich keine, außer die PC's hinter denen die jeweiligen Personen saßen. Es wurden natürlich ein paar Gebäude und Straßen aus München und Hamburg genannt, aber wer da nicht wohnt oder da nicht mal war, kann damit auch im Endeffekt nichts anfangen. Was nicht schlimm ist, denn es spielt keine große Rolle, bis auf ein, zwei Details. 
Allerdings kann ich etwas mehr zu den Charakteren sagen. Die beiden, Lulu und Ben, waren mir beide von Anfang an sympathisch. Außer eine Aussage, die fand ich von Ben richtig grausam und zwar war die auf Brüste bezogen. 'Ich glaube, dass kein Mann es verkehrt findet, wenn Brüste groß sind'. 
Da muss ich unbedingt widersprechen. An alle Damen da draußen mit Körbchengröße A oder B: Es gibt Männer, die kleine Brüste bevorzugen! Ich kenne selbst welche und weiß, dass es so ist. Es gibt sogar Männer, die große Brüste abstoßend finden, aus diversen Gründen. 
Ansonsten kann ich mich über die Charaktere nicht beklagen, alles in allem zwei tolle Personen, die so ihre Vor- und Nachteile haben. Eben ganz normale Jugendliche, wie man sie überall findet.
Lulu ist Balletttänzerin und Ben spielt Basketball, beide sind also sportlich veranlagt und haben auch sonst einige Gemeinsamkeiten. Sie helfen sich gegenseitig, wenn es Probleme mit dem anderen Geschlecht gibt und erfahren dadurch eine Menge über sich. Dabei machen sich beide erstmals keine Gedanken, wer eigentlich hinter dem Profil steckt. Und da kommen wir noch zu einem Punkt, den ich total bescheuert fand. Das Profil. Also ehrlich... wir sind fast alle auf Facebook und es gibt KAUM jemand auf dieser Welt, der kein Bild von sich selbst als Profilbild oder wenigstens im für Außenstehende gesperrtem Fotoalbum hat! Da treffen sich aber jetzt plötzlich genau die zwei im Internet, die überhaupt kein Foto von sich online haben und fragen sich, wie derjenige aussieht, mit dem sie chatten. Sorry, aber... ich fand es irgendwie blöd, schließlich finde ich auf Facebook wirklich einmal in drei Monaten jemanden, der kein Bild von sich im Profil hat. Hat mir nicht gefallen.
Was ich auch sehr komisch fand, waren die Chats, bzw. Posts mit der Allgemeinheit. Wenn Lulu etwas postet, sie aber nur mit Ben befreundet ist, dann können andere Menschen, die mit Ben befreundet sind für gewöhnlich nicht sehen, wenn Lulu was postet. Aber die Freunde von Ben antworten darauf. Hat sie sich jetzt einfach mal so mit denen allen befreundet? Das glaube ich kaum, denn sie kennt die doch gar nicht. Ok, Ben auch nicht, aber das ist ja eine ganz andere Sache. Fand ich total komisch, dass die Gruppen sich in den Chats so mischen, obwohl das eigentlich gar nicht sein kann, weil man nur chatten kann bei Facebook oder Posts einsehen kann, wenn man mit der Person auch befreundet ist.

Sonstiges.
Das Buch hat mich also wirklich für sich eingenommen und mir ein paar sehr schöne Stunden beschert. Leider ohne jegliche weitere Emotionen wie lachen oder mitfühlen. Dennoch waren mir die Charaktere irgendwie vertraut, keine Distanzierten oder Fremden. Und so unoriginell wie die Handlung des Buches eigentlich ist, so bearbeitet die Autorin darin dennoch recht komplexe Themen, die viele Jugendliche betreffen und selbst erleben.



Bewertung.
Aufmachung/Gestaltung: 3/5
Idee der Geschichte: 2/5
Umsetzung: 3,5/5
Sprache: 4/5
Charaktere: 3,5/5
Unterhaltungswert/Spannung: 4/5
Nachdenklichkeit: 3/5
Überraschungseffekte: 2/5
Bildungswert: 2,5/5
Länge/Schnelligkeit: 5/5

Punkte insgesamt: 32,5/50

3 Sterne


Samstag, 4. Mai 2013

Ein Herzschlag danach - Sarah Alderson






Daten.
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Preis: 14,99€
Seitenzahl: 352 Seiten
Genre: Jugendroman/Jugendfantasy
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Erscheinungsdatum: 01.Dezember 2012
Gekauft: Amazon Ebook






Handlung, Stil & Atmosphäre.
Die Geschichte beginnt mit einem richtigen Höhepunkt. Die Spannung steigt beim Lesen der ersten Zeilen sofort an, vor allem, wenn man es nicht gewöhnt ist, dass in der Handlung gleich etwas Derartiges passiert. Andere Bücher beginnen ruhig, dieses hier beginnt sofort mit einer Art Cliffhanger. Denn nach der ersten Seite kann man einfach nicht mehr aufhören.
Der Stil ist sehr leicht und schön zu lesen, für das angesprochene Alter doch recht reif und ausgebaut. Die Autorin versteht es, den Leser mitzureißen, ihn bei Laune zu halten und immer wieder mit neuen Informationen und Spannung zu füttern. Dieses Buch hat mich über den Tag hinweg sehr beschäftigt, da ich ständig wissen wollte, was als Nächstes passiert und wie es für Lila weitergeht. Vor allem, was sie noch alles über sich und ihr Leben herausfindet, was ihr bisher verwehrt blieb.
Die Handlung ist also durchweg spannend und turbulent, man rutscht Stück für Stück mit Lila tiefer in etwas rein, was man zu Anfang einfach nicht deuten kann. Aber man spürt, dass etwas nicht stimmt. Und es ist etwas, was sie wirklich in Gefahr bringen kann. Eine sehr schön durchdachte Handlung mit gutem Stil, dem sicherlich einige Leser etwas abgewinnen können.
Die Atmosphäre in diesem Buch war greifbar und schön, man konnte die Verbindung fühlen, die die drei langjährigen Freunde zueinander hegen und wie viel Wert sie auf sich legen. Auch wenn manche Stellen ein wenig übertrieben schienen, hat das alles seine Gründe und am Ende ist einem das alles auch vollkommen klar. 

Charaktere & Schauplatz.
Die Autorin hat es geschafft ihre Charaktere sehr realistisch und ihrem Alter angepasst handeln zu lassen. Vieles, was man am Anfang über gewisse Dinge nicht weiß und sie in Frage stellt, erfährt man später in der Handlung. Das soll heißen, dass ihr euch davon nicht abschrecken lassen sollt, wenn euch irgendetwas nicht ganz Logisch erscheint. Denn alles, was in diesem Buch gesagt wird oder geschieht, ist auf etwas Großem aufgebaut, was natürlich erst am Ende gelüftet wird. Und genauso wirkt sich das auch auf ein paar Züge oder Eigenschaften der Charaktere aus. Im Gesamten sind die Menschen, die man dort begleitet gut ausgebaut. Über manche hätte man sicher gerne mehr erfahren, aber da ich in den letzten zwanzig Seiten dann doch erkennen musste, dass das Buch kein Einzelband bleiben wird, mache ich darüber keine großen Sorgen mehr. Sicherlich wird man im nächsten Band genau über die Charaktere noch mehr erfahren, die bisher nicht so sehr beleuchtet wurden. Im Allgemeinen fand ich das Buch dazu aber auch zu kurz. Da ich aber nicht weiß, was danach noch kommt, kann ich nicht behaupten, dass die Autorin es hätte mehr ausbauen sollen. Vielleicht steckt eine Absicht dahinter.
Die Schauplätze in dem Buch sind recht gut dargestellt. Die Autorin hält sich aber nicht ständig mit irgendwelchen Beschreibungen der Örtlichkeiten auf. Einerseits hätte man sich das vielleicht wünschen können, andererseits muss ich sagen, reicht meine Vorstellungskraft da alleine auch vollkommen aus um mir Jacks Haus und die Einfahrt und die Umgebung davon vorzustellen.

Sonstiges.
Die Autorin hat mit diesem Buch definitiv etwas Schönes geleistet und für mich selbst war es eine Bereicherung. Nicht, dass man mit diesem Buch nur ein paar spannende Stunden hat, man lernt sogar noch etwas dabei. Es gibt im Anschluss sicher viele Dinge, die man nachlesen wird, über die man sich erkundigen möchte. Das finde ich gut, somit hat man nach dem Buch noch den Anreiz, über Dinge nachzudenken und zu recherchieren, was einen im Grunde ja nur weiterbringt. Vor allem Leser im jungen Alter, für die das Buch gemacht ist. Für manche Erkenntnisse in dem Buch finde ich es sogar ein wenig zu tief angesetzt. Man muss manchmal schon etwas mitdenken und kann sich nicht nur auf die Autorin verlassen. Klar, sie wird einem früher oder später alles vor die Füße werfen, aber bis das passiert, braucht man schon die eigenen logischen Gedankengänge oder ein paar Lebenskenntnisse, damit man manches nachvollziehen kann. So empfand ich es jedenfalls mal. 
Ich denke, somit habe ich genug zu diesem Buch gesagt und kann die Rezension hiermit abschließen. Ich hoffe, dass sich einige von euch diesem Buch annehmen werden. Aber bedenkt bitte, es ist ein Auftakt zu einer vermutlichen Trilogie und... es gibt einem enormen Cliffhanger. Nicht, dass ihr euch nachher noch bei mir beschwert. (;



Bewertung.
Aufmachung/Gestaltung: 3/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 4,5/5
Sprache: 3,5/5
Charaktere: 3,5/5
Überraschungseffekte/Unvorhergesehene Wendungen: 3,5/5
Unterhaltungswert/Spannung: 5/5
Nachdenklichkeit: 3,5/5
Bildungswert: 4/5
Länge/Schnelligkeit: 5/5

Punkte insgesamt: 40/50

4 Sterne