Freitag, 12. Juli 2013

Salzige Küsse - Tine Bergen






Daten.
Verlag: Coppenrath Verlag
Preis: 9,95€  
Seitenzahl: 167 Seiten
Genre: Jugendbuch
Format: Gebunden, Taschenbuch
Altersempfehlung: 12 - 17 Jahre
Erscheinungsdatum: Juni 2009





Handlung & Stil.
Bis zur Hälfte des Buches fand ich die Geschichte so richtig seltsam und sinnlos. Aber mit der Zeit nahm die Geschichte etwas form an. Spannend war es nicht wirklich, genauso war auch der Stil wenig ansprechend. Überhaupt kein richtiger Tiefgang, auf den ersten zwanzig Seiten las ich zweihundertmal das Wort 'Mama' und ich dachte, ich werde verrückt. Es las sich so kindlich und unreif, dass es mich fast dazu gebracht hätte, das Buch gleich wieder wegzulegen. Allerdings wollte ich anfangs einfach wissen, was es mit alldem auf sich hat und vor allem, wieso das Buch so viele Meinungen als sinnlos bezeichnen. 
Ich muss sagen, dass ich es nicht als sinnlos bezeichnen würde. Die Geschichte darin hätte sehr schön verpackt werden können, mit Sicherheit besser, als es von der Autorin gemacht wurde. Die Idee, die dahintersteckt ist ganz gut, aber der Stil macht einiges kaputt. Die Charaktere waren mir auch nicht so sympathisch und einen Draht konnte ich erst recht nicht zu jemandem finden. Es blieb einfach so vieles unausgesprochen. Das Buch hat schon so wenige Seiten, aber es ist faszinierend, wie kurz und oberflächlich man eine Geschichte eigentlich schreiben kann. 
In der einen Szene redeten sie davon, bald loszufahren und dann kam sofort hintenan der nächste Dialog, der aber bereits bei der Autofahrt spielte und ohne jeglichen Übergang war man plötzlich wieder wo ganz anders. Alles schien so ineinandergequetscht und gedrückt, also wollte man einfach Zeit sparen. Als hätte man keine Lust, mehr als das Wesentliche zu erzählen. 
Zwischendrin gab es dann auch mal ein paar schöne Sätze, da hat man schon gemerkt, dass die Autorin ja doch irgendwie Talent zu haben scheint. Nur kam es mir so vor, als hätte sie keinen Funken davon genutzt. Ich finde es schade, dass so viel Potenzial der Story einfach verschenkt wurde.
Dazu kam dann noch ein Ende, dass absolut bescheuert in meinen Augen ist. Ich will hier nicht erwähnen, ob es gut, schlecht, einfach unpassend oder offen war, aber mir hat es einfach absolut nicht gefallen. Zufriedengeben kann ich mich damit nicht, muss ich aber wohl. 
Für diejenigen, die es gelesen haben - Achtung SPOILER für die anderen: Man wurde einfach so aus der Geschichte gerissen und wird niemals wissen, wie es für gewisse Personen ausgeht. Was soll das denn bitte? Ich fand das so unfassbar enttäuschend, dass man im letzten Drittel des Buches auf etwas gewisses hinfiebert, was man dann am Ende gar nicht bekommt! 

Charaktere & Schauplatz.
Die Charaktere blieben im Grunde genauso flach, wie das ganze Buch. Daher kann und will ich nicht viele Worte dafür verschwenden. Die Schauplätze kann man an einer Hand abzählen, eigentlich spielt die Geschichte nur in diesem baufälligen Haus, das die neuen Bewohner eben jetzt renovieren. Daneben spekuliert Eve dann über die Briefe. Fertig. Mehr gibt's zum größten Teil gar nicht in dem Buch. Neben langweiligen Charakteren, eine langweilige Handlung und einen eintönigen Schauplatz. 

Sonstiges.
Wie man sicher erahnen kann, empfehle ich das Buch nicht gerade weiter. Wer aber dennoch Lust hat, sich reinzulesen und es vielleicht besser zu finden, als ich es tat, der kann das gerne machen. Eine Leseprobe findet man beispielsweise bei Amazon. 




Bewertung.
Aufmachung: 3/5
Idee der Geschichte: 3,5/5
Umsetzung: 2/5
Charaktere: 2/5
Sprache: 1,5/5
Unterhaltungswert: 2,5/5
Überraschungseffekte: 2/5
Nachdenklichkeit: 1/5
Bildungswert: 1/5
Lesetempo: 4,5/5

Punktzahl insgesamt: 23/50 

2 Sterne

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