Donnerstag, 31. Oktober 2013

Der Schlüssel zu allem - Sarah Moore Fitzgerald





Daten.
Verlag: Bloomoon Verlag
Preis: 12,99€
Seitenzahl: 200
Genre: Jugendroman
Fomat: Gebunden
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Erscheinungsdatum: August 2013





Handlung & Stil.
Das Buch ist insgesamt ein sehr ruhiges und eine sehr zarte Geschichte. Sie ist nicht gerade facettenreich und bietet keine großen Abenteuer. Aber wenn man sich auf die Geschichte einlässt, die Cosmo erzählt und erlebt, dann kann man eine schöne Zeit damit haben. 
Es ist etwas, das mein Herz zwar nicht berührt hat, aber an der Oberfläche gekratzt hat es schon. Es ist eine Geschichte, die man gut jetzt zur Weihnachtszeit lesen kann. Es ist wie ein kleines Märchen, etwas das einem vielleicht nicht gerade Hoffnung gibt, aber ein Stück Liebe, ein Stück Zeit und ein Stück Mut, die Dinge anzupacken und etwas aus dem zu machen, was man hat.
Der Schreibstil ist ruhig und angenehm, es ist leicht zu lesen, aber für mich persönlich etwas, mit dem nur etwas ältere Leser etwas anfangen können. Lesen können es natürlich alle, da es für jedes Alter gerecht geschrieben wurde, wenn man von einer Szene absieht, die ich Kindern nicht unbedingt vorlesen würde oder sie lesen lassen würde, weil so etwas für mich nicht in Kinderohren gehört. Die Welt ist grausam und das werden Kinder schon noch früh genug erfahren. Da müssen wir sie mit solchen Aspekten in Geschichten nicht noch zusätzlich füttern. Geschichten für Kinder sollen eine heile Welt beinhalten, in der nicht viel Böses geschieht und wenn schon, dann nicht in dieser Form.
Erwachsene oder Menschen in meinem Alter können mit dieser Geschichte noch mal auf einer ganz anderen Ebene verschwinden, ganz andere Denkansätze ausleben und einfach viel mehr damit anfangen.




Charaktere & Schauplatz.
Mir wurde der Schauplatz nicht genug beschrieben. Allerdings hätte es die Geschichte in dieser Form auch nur noch in die Länge gezogen. Die Geschichte ist recht kurz und trotzdem ist sie lang genug. Die Charaktere helfen nicht gerade dabei, dass es spannend wird. Sie sind gut bearbeitet und sind authentisch und wundervoll, aber es blieben für mich einfach ein paar Märchenfiguren. Leider nicht mehr. Eine Geschichte, die ich sofort abschließe, wenn ich das Buch wieder zuklappe.
Cosmo war ein lieber Junge, über den man aber auch hätte einiges mehr erfahren können. Seine Gefühlswelt hätte sich noch weiter ausprägen lassen und es hätte der Geschichte noch etwas mitgegeben, was meiner Meinung nach wertvoll gewesen wäre. Somit blieben die Charaktere aber weitgehend neblig. Detailreich, aber neblig.
Der Schauplatz war an sich recht interessant und auch die ganze Atmosphäre im Buch wurde von Seite zu Seite dichter und man fühlt sich wirklich beim Lesen wie von einer Zeitschleife umhüllt. Als wäre man tatsächlich in einer anderen Welt, einer Traumwelt, etwas Unwirklichem. Ich habe mich zeitweise wirklich so gefühlt, als würde ich träumen... Das Buch vermittelt schon etwas Besonderes.

Sonstiges.
Ich würde das Buch auf jeden Fall Lesern ans Herz legen, die Lust auf etwas ruhiges, märchenhaftes wollen, das einem etwas über das Leben lehrt und wirklich irgendetwas hinterlässt. Das Buch beinhaltet ein doch tiefgründiges, ernstes und gesellschaftliches Thema, das eben heutzutage viele Familien mit älteren Menschen betrifft. Ein paar schöne Sätze zum Merken sind ebenfalls in der Geschichte enthalten und alleine dafür lohnt es sich schon, mal einen Blick zu riskieren.


Bewertung.
Aufmachung: 4/5
Idee der Geschichte: 3/5
Umsetzung: 3,5/5
Sprache: 3,5/5
Charaktere: 3/5
Unterhaltungswert: 3/5
Überraschungseffekte: 2,5/5
Nachdenklichkeit: 2,5/5
Bildungswert: 3,5/5
Lesetempo: 3,5/5

Punktzahl insgesamt: 32/50

3 Sterne

Dienstag, 22. Oktober 2013

Godspeed #1 - Die Reise beginnt - Beth Revis






Daten.
Verlag: Dressler Verlag
Preis: 19,95€
Seitenzahl: 448 Seiten
Genre: Sci-Fi/Fantasy/Jugendbuch
Format: Gebunden
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Erscheinungsdatum: August 2011






Handlung & Stil.
Nachdem der Anfang des Buches sehr spannend war und man erst mal Feuer und Flamme war zu erfahren, wie das mit dem Einfrieren nun funktioniert und was es genau damit auf sich hat, fällt das Buch leider bereits in ein Loch. Ein Loch auf triefender Langeweile. 
Im Endeffekt ist es so, dass dieses Loch schon wichtig für die Geschichte ist, denn immerhin wird viel erklärt und erläutert, was man wissen muss, um der Geschichte zu folgen. Leider wurde dies in keiner Weise spannend geschrieben, sondern eintönig und langatmig und mit sehr viel Technik. Wer sich mit Technik absolut nicht auseinandersetzen will, der muss die ersten 50 Seiten durchstehen, um vielleicht ein wenig Spaß mit dem Buch zu haben. 
Ab Seite 100 kam das Buch dann etwas in Fahrt. Amy ist mittlerweile wach geworden und erlebt jede Menge krasse Dinge auf der Godspeed und mit den Menschen, die alle gleich aussehen. All dies hat natürlich seine Gründe. Es gibt gewisse Bauern und Versorger, die ziemlich weggetreten erscheinen und nicht wirklich bei Sinnen. Amy hat auf diesem Schiff sehr viel zu entdecken, doch dies wird kein Abenteuerlauf. Es wird richtig gefährlich für sie. 
Der Stil der Autorin ist sehr einfach, manchmal wirklich einfallslos und zu schlicht, als dass ich es gut finden könnte. Vereinzelt waren ein paar Sätze drin, die schön waren, ein paar Szenen, in denen man richtig mitgefiebert hat. Letztendlich muss ich aber leider sagen, dass es zwar spannend war, mich aber nichts wirklich berühren konnte. 
Ich konnte Amys Leid nachvollziehen, was sie durchmacht. Sie vermisst ihre Eltern, sie wacht auf in einem großen Nichts, in einem Raumschiff, das ihr nichts geben kann. Sie steht vor jeder Menge Entscheidungen. Aber es hat mich nicht erreicht. Ich habe mir zwar gedacht, wie schlimm das alles sein muss, aber eben nur mit dem Verstand und kein bisschen mit dem Herzen. 

Charaktere & Schauplatz.
Mit Junior hatte ich zu Anfang meine Probleme. Eigentlich das ganze Buch über, aber ich habe mich am Ende einfach damit abgefunden. Ich hatte mit meiner Meinung schon Diskussionen auf Goodreads, deswegen versuche ich es hier noch einmal verständlicher zu machen, damit meine Meinung nicht festgefahren oder undurchdacht wirkt.
Mir ist durchaus bewusst, dass Junior nicht die Erfahrungen machen konnte, die ein Junge auf der Erde mit sechzehn Jahren gemacht hat. Ganz klar. Trotzdem ist es so, dass man mit sechzehn eine gewisse Reife vorweist, gewisse Züge des Alters, gewisse Handlungen, Aktionen und Reaktionen. Und egal was Junior getan hat oder gesagt hat, ich hatte immer einen zwölfjährigen Jungen vor Augen. Einen zwölfjährigen Jungen und ein sechzehnjähriges Mädchen. 
Das mag vielleicht daran liegen, dass Junior sehr verweichlicht war, sich nicht durchsetzen konnte, es auch nicht wirklich oft versucht hat, vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass ich es ganz allein so empfunden hab beim Lesen. Vielleicht ist auch die deutsche Übersetzung einfach scheiße und für Junior etwas mies ausgefallen, kann auch sein. Für mich muss ein Junge keineswegs immer enorme Stärke aufweisen, viel Selbstbewusstsein oder Machogehabe. Das letztere schon mal gerade gar nicht, denn das hasse ich. Aber trotz allem wünsche ich mir, dass ein Charakter seinem genannten Alter entsprechend auf mich rüberkommt. Und das konnte Junior absolut nicht erfüllen.
Trotzdem fand ich ihn natürlich sympathisch, in meinen Augen als kleiner Junge, der zwar clever ist, es aber nicht gerade nutzt. Vielleicht, oder ganz bestimmt, ändert sich das in den Folgebänden noch und er wird sicher erwachsener werden und ein guter Anführer, aber... da ich eben jetzt dieses Buch hier rezensiere, kann ich auch nur zu diesem etwas sagen und nicht zur Gesamtentwicklung des Ganzen.
Amy war ein sehr taffes Mädchen, das recht präsent war, allerdings hatte sie gar nicht mal die große Sympathie von mir. Sie war mir eigentlich ziemlich egal, ich mochte sie nicht sehr, aber ich fand sie auch nicht scheiße. Wen ich sehr gern im Buch mochte, das war Harley. Harley war eigentlich meine Lieblingsperson. Er hatte von allen die wunderbarsten Charakterzüge, die auch sehr interessant waren und ich hätte gerne noch viel, viel mehr über ihn gelesen.
Das Schiff als Schauplatz ist ganz spannend, wenn man sich für so etwas interessiert. Ich war da von Anfang an skeptisch, hab mich aber gerne mal darauf eingelassen. Ich fand es nun im Endeffekt auch ganz ok, denke auch, dass eine interessante Verfilmung wirklich gut möglich wäre und das Schiff hatte wirklich interessante Aspekte.

Sonstiges.
Insgesamt würde ich es als ein lesenswertes Buch bezeichnen, was man aber sicher nicht gelesen haben muss. Wenn man sich für Technik und Science Fiction interessiert, könnte das hier auf jeden Fall ein schönes Buch sein, das vielleicht auch viel Abwechslung in dem Genre bieten kann. 
Wenn man jetzt allerdings gar nichts davon mag, dann könnte es passieren, dass man sich ziemlich langweilt, so wie ich. Es war letztendlich ein spannendes Buch, man will wissen, wie es weitergeht, aber es wäre jetzt auch kein Weltuntergang, wenn man es niemals erfahren würde. Denn letztendlich wissen wir ja, dass sie irgendwann ankommen. Die Frage ist eben nur... wer kommt mit Amy an und wer fällt vorher irgendwem zum Opfer? (;



Bewertung.
Aufmachung: 4/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 3/5
Sprache: 3/5
Charakter: 2,5/5
Unterhaltungswert: 3/5
Überraschungseffekte: 2,5/5
Nachdenklichkeit: 2/5
Bildungswert: 3,5/5
Lesetempo: 4/5

Punktzahl insgesamt: 31,5/50

3 Sterne

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Haunted - Bentley Little




Daten.
Verlag: Voodoo Press
Preis: 12,95€
Seitenzahl: 397 Seiten
Genre: Horror
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: Ab 16
Erscheinungsdatum: August 2013
Verlagsseite: http://www.voodoo-press.com






Handlung & Stil.
Bentley Little schafft es, die Stimmung von der ersten Seite an, bis zur letzten aufrecht zu erhalten. Es beginnt ziemlich direkt mit den ersten Vorkommnissen und den ersten seltsamen Erlebnissen im Haus, die auch dem Leser zu Anfang schon eine Gänsehaut bescheren können. Wenn man sich Zeit für das Buch nimmt, hat man die Möglichkeit, jeden einzelnen Schauer zu spüren und sich richtig zu gruseln. 
Der subtile Horror ist etwas ganz Besonderes und kommt weitgehend ohne Blut aus. Wer sich also davor fürchtet, kann das Buch, bis auf ein zwei kleine Stellen, durchaus ohne Sorge lesen. Wer allerdings kein Freund des Paranormalen ist, kein Freund von Geistern und Erscheinungen, Dämonen oder Stimmen im Kopf, der wird hiermit wahrscheinlich keine guten Stunden haben. Das Buch steckt voller atemloser Momente und es ist ein wahrhaftes Erlebnis. 
Meinen Geschmack hat Bentley genau getroffen. Sein Stil ist eigen, er hat durchaus Wiedererkennungswert und er hat Talent dem Leser wirklich seine eigenen Urängste noch mal näher zu bringen. Er verbindet unglaublich gut das ganz normale Alltagsleben eines jeden mit den Ängsten, die wir alle in einer Form schon mal miterlebt haben. Jeder von uns hat sich schon mal einen Schatten eingebildet, jeder von uns schon mal Dinge, die scheinbar wie von Geisterhand geschahen und jeder von uns hat sich schon mal bei einem Stromausfall, flackerndem Licht oder Geräuschen im Haus gefürchtet, wenn er alleine war. Es ist ein Spiel mit den Sinnen, ein Spiel mit dem eigenen Verstand und Bentley Little schafft es, diesen Verstand eindeutig zu verwirren und auf die Probe zu stellen.

Charaktere & Schauplatz.
Von Anfang an begleitet man die Charaktere abwechselnd in den Kapiteln. Da haben wir einmal den Vater Julian, die Mutter Claire, den Sohn Jason und die Tochter Megan. Allesamt sind Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann. Sie sind super durchdacht, jeder handelt auf seine Weise und man kann die Personen mit der Zeit sogar einschätzen und man lernt sie zu mögen. Es gab nicht einen Charakter, wo ich weniger gerne begleitet habe, was ich aus anderen Büchern nur zu gut kenne. Normalerweise hasse ich einen Perspektivwechsel, aber hier bei Bentley muss ich wirklich sagen, dass mir alle Charaktere richtig gut gefallen haben. 
Dazu gab es natürlich auch ein paar Widersacher in diesem Buch, wo ihr euch einfach überraschen lassen müsst. Ich fand die Leute einfach klasse und genial und das Buch ist in sich einfach total stimmig. Es passieren Dinge, die man einfach nicht verpassen darf, wofür allein es sich lohnt dieses Buch zu lesen. 
Der Schauplatz war natürlich richtig super und sowieso könnte ich mir das ganze richtig gut als Film vorstellen. Er würde die Kassen stürmen, das kann ich euch sagen. Das Haus ist wirklich gut beschrieben und dadurch, dass es eben auch auf dem Cover ist, bildet man sich das alles schon selbst im Kopf und auch die Beschreibungen sind mit guten Worten gewählt. Obwohl Bentley Little sich wirklich nicht mit großartigen Detailbeschreibungen aufhält, ist wirklich alles da gewesen, was man gebraucht hat und das Buch lief mir wirklich wie ein Film vor den Augen hab. 

Sonstiges.
Es gibt Pflanzen, die einfach über Nacht sterben, ohne ersichtlichen Grund, Türen die Knarren, Stimmen, die zu niemandem gehören, Erscheinungen, und vieles Weitere. Die Lage spitzt sich immer mehr zu, dieses Etwas scheint immer mehr Macht über die Familie auszuüben und die letzten hundert Seiten sind einfach nur geil. Eine absolute Empfehlung für Horrorfans und auch für Neueinsteiger sehr gelungen. Bitte lesen! 



Bewertung.
Aufmachung: 4,5/5
Idee der Geschichte: 5/5
Umsetzung: 5/5
Sprache: 4,5/5
Charaktere: 4,5/5
Unterhaltungswert: 4,5/5
Überraschungseffekte: 5/5
Nachdenklichkeit: 3,5/5
Bildungswert: 3/5
Lesetempo: 3,5/5 

Punktzahl insgesamt: 43/50

5 Sterne

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Days of Blood and Starlight - Laini Taylor






Daten.
Preis: 16,99€
Seitenzahl: 592 Seiten
Genre: Jugendfantasy
Format: Gebunden
Altersempfehlung: Ab 14
Erscheinungsdatum: September 2013
Bestelllink: (http://amzn.to/17rgoeA)




FORTSETZUNG ZU 'DAUGHTER OF SMOKE AND BONE'





Handlung & Stil.
Im ersten Buch wurde man von der Magie der Geschichte eingehüllt und in Hoffnung gewogen. In dem zweiten Teil muss man beweisen, wie viel Hoffnung wirklich in einem steckt und wie viel man bereit ist zu hoffen. Wie stark man ist, wie viel Mut man hat, wie viel Seele.
An Spannung und Dramatik ist dieses Buch wohl kaum zu überbieten und ich bin sehr gespannt, was die Autorin beim Finale noch rausreißen will. 
Es ist kein 0815 Schinken, in dem man sich in der Mitte schon sicher ist, wie die Trilogie am Schluss enden wird. Dieses Buch ist realistisch und es wirft Fragen auf. Wenn man einmal so verletzt wurde, wie Karou von Akiva, dann fällt man demjenigen nicht mehr einfach so in die Arme, nur weil man zu ihm eine Anziehung spürt. Weil er der einzige ist, der einem das Gefühl von Wärme geben kann. Man leidet, man ist wütend, man ist fassungslos und man ist leer. Das Herz ist gebrochen, wie ihr Wunschknochen. Einfach entzwei. Unwiederbringlich. 
Doch keinesfalls wird man mit Tränen und Leid überhäuft. Nein, Karou ist immer noch eine taffe und starke Persönlichkeit, die weiß, was sie tut und weiß, was sie zu tun hat. Und sie trägt die Leser auf Händen durch die Geschichte. Durch eine Geschichte, die ein Epos sein könnte, einfach wegen ihrer Genialität.
Der Stil ist gleichgeblieben, immer noch philosophisch und auch leicht poetisch angehaucht. Eine Sprache, die wirklich etwas aussagt, die den Leser zum Nachdenken bringt, die in fast jedem Kapitel etwas beinhaltet, das man sich zu Gemüte führen kann, man nicht sofort wieder vergisst. Die ganze Geschichte ist nicht nur die von Karou, sondern auch die des Lesers, einfach weil man sich tatsächlich mittendrin fühlt. Wie berauscht.



Charaktere & Schauplätze.
In diesem zweiten Teil gibt es die Möglichkeit ein paar Charaktere viel näher kennenzulernen. Allein die Tatsache, dass wir Akiva, Karou und auch Freundin Zuzana kapitelweise alleine begleiten. Akiva hat in diesem Buch viel zu meistern und auch Karou hat es weiß Gott nicht einfach. Im Grunde verfolgen wir hier schon fast zwei Geschichten in einem Buch, welche irgendwann wieder zusammenführen. Die auch immer zusammengehören, in einer Weise. 
Die Charaktere entwickeln sich weiter, man lernt sie besser kennen, lernt sie noch besser zu verstehen und man zweifelt keine Handlung an. Alles läuft authentisch ab und es gibt Szenen, die einfach richtig gut geschrieben waren. Szenen, die die Charaktere lebendiger machten, als vorher schon. Diese Personen haben Seele und dieses Buch lebt davon. 
Die Schauplätze waren wie immer grandios. Marokko, endlich mal etwas ganz anderes, was nicht jedes Buch vorzuweisen hat. Sandburgen und Sternschnuppen, Engel und Chimären, ein neuer Krieg oder eine neue Ära. Mittendrin sind wir, als kleiner Funke neben Karou, und wir begleiten sie durch eine schwere Zeit.



Sonstiges. 
In diesem Buch geht es sehr viel um das Bekriegen und die Beziehungen zwischen gewissen Personen, die im ersten Band nur angedeutet wurden. Es ist eine wahnsinnig gelungene Fortsetzung, die einen wieder in eine komplett andere Welt katapultiert. Nur ist es dieses Mal eine Welt, in der man nicht unbedingt bleiben möchte. Die Traurigkeit, das Blut und der Tod - ebenso der Verlust - liegen wie dicker, undurchdringlicher Nebel in der Luft und mit jeder Seite, die man blättert, atmet man ihn tiefer ein. Man droht darin zu versinken und das einzige, was wach hält, ist die Hoffnung. 
Eine Trilogie, die man nicht verpassen sollte. Wer den ersten Band geliebt hat, muss sich mit dem zweiten ins Verderben stürzen, um eventuell irgendwann belohnt zu werden. (;



Bewertung.
Aufmachung: 5/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 4,5/5
Sprache: 5/5
Charaktere: 4,5/5
Unterhaltungswert: 4,5/5
Überraschungseffekte: 4,5/5
Nachdenklichkeit: 4/5
Bildungswert: 3,5/5
Lesetempo: 4/5

Punktzahl insgesamt: 44/50

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Der Kuss der Sirene - Mandy Hubbard









Daten.
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Preis: 14,99€
Seitenzahl: 288 Seiten
Genre: Jugendfantasy
Format: Gebunden
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Erscheinungsdatum: Januar 2013






Handlung & Stil.
Das Buch ist wirklich gut gewesen. Der Stil ist einfach gehalten, einem Jugendbuch angepasst, das man zwischendurch lesen kann, welches Freude bereitet, Spannung verbirgt und sogar Menschen zum Lesen animieren könnte, die es eigentlich eher selten oder nicht so gerne tun. Die Hauptperson ist ein Mädchen, sie heißt Lexi und ein sehr angenehmer Charakter. Sie hat ihre Probleme, die man nachvollziehen kann und somit wird man von Anfang an in ihre Gefühlswelt eingegliedert. 
Wer sich eine schöne und spannende Geschichte erhofft, die mit etwas Liebe bestickt ist, dann ist er bei diesem Buch genau richtig. Einerseits hat die Geschichte etwas leichtes, andererseits etwas bedrückendes, ernstes und melancholisches. Gleichzeitig eine Portion Magie und Zauber, die sich auf den Leser legt. Ich würde auch behaupten, dass es sogar etwas für Jungs wäre, die diesem Genre und der Art von Geschichte nicht ganz abgeneigt sind. Es ist nicht mit Kitsch durchzogen. Natürlich hat es liebevolle Aspekte und mehr oder minder spielt die Liebe auch eine entscheidende Rolle, aber dennoch ist es nicht übertrieben und die Spannung und das Leben und die Probleme von Lexi stehen im Vordergrund.
An manchen Stellen hätte ich mir die Geschichte noch etwas tiefgründiger und ergreifender gewünscht, aber das letzte Drittel des Buches hätte ohnehin alles rausgerissen. Euch erwartet ein actionreiches Finale, so viel sei gesagt. 

Charaktere & Schauplatz.
Die Charaktere sind wirklich schön gestaltet. Es gibt Personen, auf die man noch etwas mehr hätte eingehen können, aber für die Länge der Geschichte war es okay. Gerne hätte ich noch etwas mehr über Sienna erfahren, Stevens Schwester und Lexis ehemalige beste Freundin. 
Cole ist ein Charakter, der in der Geschichte eine tragende Rolle spielt, Eric ebenso. Beide haben etwas  Anziehendes, jedenfalls ist es von der Autorin so gewollt, schätze ich. Allerdings habe ich gegen Eric vom ersten Blick an eine Abneigung gehabt und ich wollte die Seiten, auf denen Lexi mit ihm zu tun hatte, am liebsten so schnell wie möglich umblättern. Es gehörte zur Geschichte, es war wichtig und es hat nicht gestört, aber wenn man Zeit mit einem Charakter verbringen muss, für den man einfach keine Sympathie hegen kann, ist man trotzdem froh, wenn er mal gerade nicht am Start ist. (;
Cole hingegen war mir total sympathisch. Ich fand ihn super. Anfangs kam er mir seltsam vor, ich wusste nicht ganz, wie ich sein Verhalten, diese plötzliche Freundlichkeit gegenüber Lexi deuten sollte. Auch Eric hat etwas Seltsames an sich. Und an diesem Punkt stellt man sich die Frage, wer wird es sein, wie wird es ausgehen, wohin führt das Ganze und wer treibt mit Lexi nur ein Spiel. Motive hätten sie beide, besonders zu Anfang und Lexi blickt nicht so viel, wie der Leser. 
Ich rate euch, nicht den Rückentext und auch nicht die Beschreibung bei Amazon durchzulesen, denn da steht von Anfang an drin, wer etwas im Schilde führt. Und das nimmt einem alles vorweg. Das Gute bei mir war, dass ich es nicht mehr wusste, als ich das Buch anfing. Daher hatte ich noch die Chance, mich führen zu lassen. Entweder ins Verderben oder ins Glück. 
Die Schauplätze waren simpel, aber schön gewählt. Es spielt viel am Meer, an einem kleinen See mitten im Wald, umgeben von duftenden Zedern. Der Sommer ist vorüber, es wird frischer und abends richtig kalt und Lexi schwimmt trotzdem und es macht ihr gar nichts aus. Das Schwimmen wird oft erwähnt, weil es für die Geschichte nötig ist und vor allem bringt es eine Gewisse dunkle Magie mit sich. 

Sonstiges.
Eine schöne Geschichte für zwischendurch, die vielleicht nicht sonderlich nachhallt, aber eine besondere Wirkung auf den Leser hat. Von der Autorin lese ich gerne wieder etwas.


Bewertung.
Aufmachung: 3,5/5
Idee der Geschichte: 3,5/5
Umsetzung: 3,5/5
Sprache: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Unterhaltungswert: 4/5
Überraschungseffekte: 4/5
Nachdenklichkeit: 3/5
Bildungswert: 2,5/5
Lesetempo: 5/5

Punktzahl insgesamt: 36,5/50

3 Sterne