Samstag, 30. November 2013

The Legion - Der Kreis der Fünf - Kami Garcia







Daten.
Verlag: cbj Verlag
Preis: 16,99€
Seitenzahl: 336 Seiten
Genre: Mystery/Jugendbuch
Format: Gebunden
Altersempfehlung: Ab 13 Jahren
Erscheinungsdatum: Oktober 2013 







Handlung & Stil.
Als ich hörte, dass es in dem Buch um Geister geht, musste ich es haben. Das stand außer Frage. Zu Anfang war ich auch wirklich davon angetan, obwohl ich mich immer wieder fragte, warum. Denn im Grunde hat mir das Buch gar nichts gegeben. Wenn mich jemand fragte, ob es mir gefällt, konnte ich immer nur sagen: Ja. Aber warum, das wusste ich nicht. Im Nachhinein schätze ich, dass es einfach an dem einfachen und schnell leserlichen Schreibstil lag. Man merkt, dass es für junge und nicht zu anspruchsvolle Leser geschrieben wurde und die Autorin jetzt nicht gerade mit irgendetwas gefordert hat. Nicht mal mit Emotion. 
Leider blieben die Emotionen in dem Buch extrem blass. Schon anfangs, als die Szene mit der toten Mutter kam, hab ich mich gefragt, wieso man diese nicht mit etwas Dramatik schmückt oder wenigstens mit den Worten, die den gewünschten Effekt hervorrufen. Aber nichts. Es kam nichts rüber, kein Schmerz, keine Trauer, einfach trockene Worte ohne Hintergrund. Leider zog sich dieses Gefühl für mich durch das ganze Buch. Und irgendwann begann es mich schlichtweg zu langweilen.
Es gab in dem Buch wirklich ein paar gute und spannende Momente. Allerdings bestanden die eben nur aus denen, wo die Geister am Start waren. Die Vorbereitungen waren irgendwann ausgelutscht und uninteressant und wirklich viel Zwischenmenschliches passierte jetzt auch nicht bei den Charakteren. Es gab einige Aussagen der Hauptperson, ob jetzt im Off oder im Dialog, die wirklich schön waren und richtig gute Ansätze für eine gute Geschichte geboten hätten. Leider waren das aber zu kleine Lichter am Horizont, die es nicht schafften, gegen die Leere anzukommen, die in dem Buch herrschte.
Ich hätte mir da wirklich viel mehr erwartet, aber leider wurde es nach der Hälfte zunehmen uninteressant. Ich tat es alles eher mit einem Schulterzucken ab, als aufmerksam der Handlung zu folgen. Für mich steht es wirklich in Frage, ob ich die Geschichte weiterführen werde. Bisher interessiert mich nicht wirklich, was weiter passiert, weil eigentlich ohnehin alles offensichtlich daliegt. Ich glaube kaum, dass die Autorin irgendwie überraschen würde. Aber bis das nächste Buch erscheinen wird, vergeht ja noch genügend Zeit, in der ich mir das noch mal durch den Kopf gehen lassen kann. 

Charaktere & Schauplatz.
Wie schon erwähnt passiert zwischen den Charakteren nicht viel. Sie waren regelrecht austauschbar und niemand hatte irgendetwas an sich, dass ich nicht innerhalb eines Tages vergessen könnte. Obwohl viele Charaktere wirklich nett waren, konnte ich mit ihnen nicht wirklich wahr werden. Es war, als würde ich eine Stunde durch ein anderes Land rennen und Gesprächsfetzen mitbekommen, kurz abchecken, wer mir sympathisch ist und wer nicht und dann wieder gehen und nicht mehr drüber nachdenken, weil ich die Leute ohnehin nie wieder sehen werde. Das ist leider keine gute Basis für ein Buch. Für mich tragen die Charaktere einfach alles, was in einer Geschichte besteht und wenn da was schief geht, fällt die ganze Story flach. Und genau war hier für mich der Fall.
Die Schauplätze waren interessant, aber auch nicht wirklich spektakulär. Es kam mir zwischendurch vor, als hätte die Autorin irgendwie abgeschaut. Es gab eine Szene, die mich unfassbar an einen meiner absoluten  Lieblingshorrorfilme erinnert hatte und wo ich schon dachte: Ok, jetzt steigt da gleich eine Schwarzhaarige im versifften Nachthemd raus killt dich. Hätte mich nicht gewundert, denn die Grundstory stimmte ja so gut wie überein. Andere Geister, die darin vorkommen waren auch nicht wirklich von Ideenreichtum geprägt, aber die Situationen an sich waren trotzdem recht unterhaltsam erzählt. Man hat allerdings gemerkt, dass es eher was für die junge Fraktion war. Ich hätte da auch eine Folge 'Die drei Fragezeichen' hören können, das wäre definitiv gruseliger gewesen. Bei den Gänsehaut-Romanen grusele ich mich heute noch ab und zu und die sind für achtjährige… 

Sonstiges.
Für mich ein Buch, das schlichtweg okay war, aber leider nicht mehr. Empfehlen kann ich es wirklich jüngeren Lesern, die weniger auf Liebesgeschichten abfahren und wirklich mal was anderes lesen wollen. Für die wird es sicher ein tolles Erlebnis sein. Ich dachte anfangs auch, dass es das für mich sein würde, aber leider wurde ich mit der Seitenzahl dann stetig enttäuschter.



Bewertung.
Aufmachung: 3,5/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 2,5/5
Sprache: 2,5/5
Charaktere: 2,5/5
Unterhaltungswert: 3/5
Überraschungseffekte: 2,5/5
Nachdenklichkeit: 2/5
Bildungswert: 3/5
Lesetempo: 4,5/5 

Punktzahl insgesamt: 30/50

2,5 - 3 Sterne

Donnerstag, 28. November 2013

Das Geheimnis von Ella & Micha - Jessica Sorensengtn







Daten.
Verlag: Heyne 
Preis: 8,99€
Seitenzahl: 288 Seiten
Genre: Young Adult
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: Ab 14
Erscheinungsdatum: November 2013








Handlung & Stil.
In dem Buch ist einiges los und es dauerte ungefähr zwei Zeilen, bis ich komplett in dieser Geschichte versunken war. Ellas und Michas Geschichte haben mich komplett eingenommen und mitgezogen, von der ersten bis zur letzten Zeile. Die Autorin hat ein unfassbares Talent, Gefühle in realistische Worte zu verpacken, die neben den anderen Worten förmlich auferstehen und Gestalt annehmen. 
In diesem Buch existieren Charaktere wie Handlung, die einfach einzigartig sind und so lebendig geschaffen wurden, dass man entweder glaubt, selbst ein Stück Ella zu sein, oder eine Freundin von ihr. Ich habe es selten erlebt, dass jemand mit einfachen Worten so viel Großes erschaffen kann, wie diese Dame, die das Buch geschrieben hat. Für mich ist es definitiv ein Meisterwerk im Young Adult Genre und lesenswert für alle, die gerne tiefgründige Geschichte und Charaktere haben, zwischendurch mal etwas Leichtigkeit und vor allen Dingen Liebe. 
Der Stil kommt grundsätzlich ohne Kitsch aus. Das würde zu den Charakteren auch gar nicht passen. Wenn es mal gefühlvolle Momente gibt, wirken sie absolut authentisch und keineswegs überspitzt. Es wirkt wie aus dem richtigen Leben gegriffen und das Herz des Lesers pocht beim Lesen mit.




Charaktere & Schauplatz. 
Ella und Micha sind beide Menschen, die die Gefahr lieben. Schnelle Autos, Abenteuer und Partys. Nachdem Ella acht Monate weg war und sich eine Scheinidentität aufgebaut hat und mit einem Mädchen befreundet ist, die der Typ Mädchen ist, den sie als damalige Ella nicht mal mit dem Arsch angeschaut hätte. 
Beide haben in ihrem Leben schon viel durchgemacht. Ellas Mutter hat sich umgebracht und ihr Vater ist Alkoholiker. Zu ihrem Bruder hat Ella ein sehr schlechtes Verhältnis, aus diversen Gründen, die man dann im Laufe der Geschichte erfährt.
Micha lebt mit seiner Mutter zusammen. Sein Vater hat die beiden ziemlich früh verlassen und natürlich hat auch das bei ihm Spuren hinterlassen. 
Auch Lila, das reiche Mädchen, das anfangs so unbeschwert und glücklich erscheint und Ella zuhause absetzt, als sie im Sommer die Uni verlassen, hat ein paar Probleme. 
Ich finde, dass man in diesem Buch ganz deutlich sieht, dass jeder Mensch sein Päckchen zu tragen hat und es auch hinter einer schönen Fassade manchmal brenzlig aussehen kann. Ebenfalls lernt man aus diesem Buch, dass es nichts bringt vor seinen Problemen wegzulaufen, dass man sich manches im Leben einfach stellen muss. Der Schmerz gehört im Leben mit dazu und das einfach zu ignorieren, kann einen mehr kaputt machen, als man denkt.
Die Schauplätze in dem Buch sind ebenso wundervoll, wie der Rest. Man kann sich alles gut vorstellen und alles wirkt stimmig und harmonisch und obwohl die Örtlichkeit, in der Ella und Micha zuhause sind, nicht gerade die beste Gegend ist, ist man gerne dort. Selbst die Bedrücktheit in Ellas Zuhause hat etwas für sich und man rutscht immer tiefer in die Geschichte und lernt die Details zu lieben, egal in welche Richtung sie gehen. 

Sonstiges.
Ein unglaublich gutes, atmosphärisches Buch. Die Autorin hat richtig viel zu bieten und hat sich in kürzester Zeit in mein Herz geschrieben. Ella und Micha wird man so schnell nicht vergessen können und ich freue mich tierisch auf die Fortsetzung, die im Januar auf den Markt kommen wird. 



Bewertung.
Aufmachung: 3,5/5
Idee der Geschichte: 5/5
Umsetzung: 5/5
Charaktere: 5/5
Sprache: 4,5/5
Unterhaltungswert: 5/5
Überraschungsmomente: 4,5/5
Nachdenklichkeit: 4/5 
Bildungswert: 4/5
Lesetempo: 4,5/5

Punktzahl insgesamt: 45/50

5 Sterne

Montag, 25. November 2013

Im hohen Gras - Stephen King & Joe Hill






Daten.
Verlag: Heyne
Preis: 1,99€
Seitenzahl: 72 Seiten
Genre: Horror
Format: Ebook
Altersempfehlung: Ab 16
Erscheinungsdatum: August 2013







Handlung & Stil.
Selbstverständlich kann man von King nicht das Erstbeste erwarten, was einem in den Sinn kommt, wenn man diese Inhaltsangabe liest. Ich glaube, da hat so jeder gleich ein Schema vor Augen, dass man eben schon tausend Mal gesehen oder gelesen hat: Im Gras warten böse Menschen und sie hacken auf die Leute ein, irgendwelche bekloppten Hinterwäldler, die ihr Fleisch wollen. 
Natürlich haben King und Hill sich da etwas ganz anderes ausgedacht. Als Meister des Horrors hat er etwas erschaffen, das jeden Leser mit den Knien schlackern lässt. Diese kleine Kurzgeschichte hat mich auf den ersten 40 Seiten sichtlich das Fürchten gelernt und ich war vollkommen in der Geschichte drin. Der Stil hat mich anfangs etwas aufgeregt, weil King mal wieder ein gewisses Stilmittel verwendet hat, was mich an seinen Geschichten immer tierisch aufgeregt hat. Ich möchte euch kurz ein Beispiel geben. 
''Schwanger mit neunzehn', sagte Mrs. DeMuth.
'Du warst mit neunzehn doch auch schwanger', sagte Mr. DeMuth.
'Ja, aber ich war verheiratet', entgegnete Mrs. DeMuth.
'Und das mit einem verdammt netten Kerl', sah sich Mr. DeMuth veranlasst hinzuzufügen.'
Ich weiß, dass King natürlich damit etwas bestimmtes hervorrufen möchte, beziehungsweise hat er natürlich seine nachvollziehbaren Gründe, warum er schreibt, wie er schreibt. Daran lässt sich auch nicht rütteln und ich möchte dahingegen auch keinesfalls etwas kritisieren, denn seine Stilmittel habe ich teilweise im Buch 'Das Leben und das Schreiben' fast studiert, um mir selbst Wissen anzueignen. Aber Fakt ist eben auch, dass mich ein solcher Dialog tierisch auf die Palme bringt. Dieses ständige Wiederholung des Namens, anstatt mal zu schreiben 'entgegnete seine Frau' oder sonst etwas in der Art. Für mich ist das einfach schrecklich zu lesen, aber ansonsten kann ich zu dem Stil in der Geschichte nur sagen, dass er was hermacht. Ich fühlte mich, zu meinem Überraschen, wirklich unterhalten und das habe ich bei King ja selten. Von Joe Hill hab ich bisher noch nichts gelesen, inwiefern er jetzt in der Geschichte Einfluss hegte, kann ich also nicht wirklich beurteilen. Aber die Zusammenarbeit ist den beiden hier meines Erachtens nach wirklich gelungen. 
Um noch einmal auf die Handlung zu sprechen zu kommen. In diesem Buch haben Illusionen einen hohen Punkt, was mich persönlich sehr begeistert hat. Ich fühlte mich gleich sofort mitgerissen und hab die Angst der Hauptpersonen gespürt und dieses Gefühl hielt auch noch an, nach dem ich das Buch abends zuklappte.
Die zweite Hälfte der Geschichte fand ich auch noch okay, aber die Richtung, in die es dann kurzzeitig abdriftete, gefiel mir leider gar nicht mehr gut. Und dann war die Geschichte kurz darauf auch schon zu Ende. 

Charaktere & Schauplatz.
Fakt ist wohl, dass ich nie wieder ohne Angst ein Maisfeld oder sonstiges in der Art betrete, was wirklich hochgewachsene Pflanzen hervorbringt. In dem Bezug darauf werde ich wohl immer wieder an Kings Geschichte denken müssen und mich fragen, ob so etwas nicht wirklich passieren kann. 
Das tolle an seinen Geschichten ist eben, dass man ihm jedes Wort glaubt. Ich weiß nicht, wie dieser Mann das macht, aber wenn er dich mal in die Klauen bekommen hat, ist es wie als Kleinkind in Papas Schoß. Egal ob er von einem blauen, gelben oder grünen Elefanten spricht, ob dieser fliegen kann oder pupsen, oder ob er dir erzählt, dass ein Drache dich als Kind bei ihm abgeliefert hat: Du glaubst es ihm. King nimmt als Erzähler irgendwie eine ähnliche Stellung ein.
Die Charaktere waren für eine so kurze Geschichte natürlich gut durchdacht. Wie immer erfährt man zu Anfang etwas über ihr Leben, sodass man gleich eine richtige Szene vor Augen hat. Am besten gefiel mir aber tatsächlich die Idee der Geschichte, welche die Charaktere wirklich gut rübergebracht haben. 

Sonstiges.
Für zwischendurch kann ich die Geschichte wirklich empfehlen und ich bitte euch darum, euch von den negativen Meinungen bei Amazon nicht zu sehr beeinflussen zu lassen. Als ich diese gelesen habe, hatte ich wirklich den Gedanken gehabt, ob ich das Buch überhaupt verkrafte, weil die sogenannten Rezensionen dort, von Kannibalismus sprachen und Ähnlichem. Ich hatte wirklich Angst, dass ich das Buch nachher abbrechen muss, weil es zu eklig wird. Aber glaubt mir eines, meine Lieben, manche Menschen finden in jeder Suppe das kleinste Haar. Ich fand persönlich auch, dass ein paar kleine Szenen nicht unbedingt hätten da sein müssen. Allerdings ist es im Grunde nicht mehr als passend zum Zusammenhang gewesen und somit nachvollziehbar und vor allen Dingen überhaupt nicht so schlimm, wie es dargestellt wurde. Das steht man schon durch, keine Frage. 



Bewertung.
Aufmachung: 2,5/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 4/5
Sprache: 4/5
Charaktere: 3,5/5
Unterhaltungswert: 4/5
Überraschungseffekte: 3/5
Nachdenklichkeit: 4/5
Bildungswert: 2,5/5
Lesetempo: 4,5/5

Punktzahl insgesamt: 36/50

3 Sterne

Montag, 18. November 2013

Lost Places - Johannes Groschupf





Daten.
Verlag: Oetinger Taschenbuch Verlag
Preis: 12,99€
Seitenzahl: 237 Seiten
Genre: Jugendroman, Thriller, Abenteuer
Format: Broschierte Ausgabe
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Erscheinungsdatum: November 2013







Handlung & Stil.
Ich habe vor dem Kauf des Buches nicht wirklich gewusst, in welche Richtung es geht und leider wurde ich in diesem Punkt etwas enttäuscht. Allerdings tut das kaum etwas zur Sache, denn die Geschichte an sich ist wirklich lesenswert. Es ist sehr kurzweilig geschrieben, dazu unglaublich spannend und mit wirklich tollen Charakteren gesegnet. Man merkt bei dem Buch schon, dass der Autor ein wenig Ahnung vom Fach hat, auch wenn er sich wohl das erste mal einem Jugendroman gewidmet hat. Obwohl die Sprache an vielen Stellen wirklich sehr jugendlich gehalten ist, was in dieser Form und in dieser Geschichte auch absolut angebracht ist, ist es wirklich angenehm zu lesen, auch wenn man selbst dieser Sprachart nicht so ganz verfallen ist. 
Der Schreibstil an sich ist sehr einfach und locker und harmoniert somit wunderbar mit der Materie. 

Charaktere & Schauplatz.
Das Buch spielt in Berlin und allein deswegen können sich wohl einige Menschen damit identifizieren. Für Berliner ist es mit Sicherheit einen Tick spannender, als für andere, weil sie die Gegenden kennen, in denen es spielt, die verlassenen Plätze kennen und vielleicht sogar heimlich selbst mal dort waren. Berlin hat einfach ein besonderes Feeling und einen Ausdruck, der die Geschichte wirklich noch mal lebendiger und greifbarer macht. Berlin hat absolut nicht mein Lebensgefühl und ich würde nicht mal für Geld hinziehen wollen, (Sorry an meine Leser und Zuschauer, die dort leben…) aber für die Geschichte ist diese Stadt Gold wert. 
Die Schauplätze kann man sich recht gut vorstellen und gerade dann, wenn man selbst schon mal in einer verlassenen Fabrikhalle oder Ähnlichem zugegen war. Wenn man selbst weiß, was für ein Nervenkitzel dahintersteckt.
Die Charaktere waren wirklich gut. Die Mädels Kaya und Moe waren einerseits recht unterschiedlich, aber trotzdem die besten Freunde. Die Mädels waren in tollen Eigenschaften verpackt, die die heutige Jugend gut repräsentiert und auch die drei Jungs waren gut aufgebaut. Lennard war jetzt kein Charakter, der mein bester Freund hätte werden können, aber es war ganz nett ihn zu begleiten. Leider hat man von den beiden Mädchen viel mehr erfahren, als von Steven und Chris, denen eigentlich auch eine wichtige Rolle zuteil wird. Aber im Gesamtpaket war alles okay.

Sonstiges.
Ich kann das Buch auf jeden Fall denjenigen empfehlen, die gerne mal zwischendurch auf Abenteuerreise gehen und sich dabei wirklich mittendrin fühlen wollen. Steht ihr auf Gefahren, fürchtet ihr euch gern oder liebt die Dunkelheit? Dann seid ihr hier absolut richtig. Dazu gibt es eine gute Portion soziales Umfeld plus skurrile Charaktere, die das ganze noch einmal spannender und echter wirken lassen. Ich fand's gut.
Ein weiterer Pluspunkt für mich als großer Breaking Bad Fan: Im Zusammenhang mit Drogen wird sogar der gute Heisenberg erwähnt. (; Oh ja,…. dies wurde von mir mit einem Post-it markiert. 



Bewertung.
Aufmachung: 4/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 4/5
Sprache: 4/5
Charaktere: 3,5/5
Unterhaltungswert: 4,5/5
Nachdenklichkeit: 3/5
Überraschungseffekte: 3,5/5
Bildungswert: 3,5/5
Lesetempo: 5/5

Punktzahl insgesamt: 39/50

4 Sterne

Montag, 11. November 2013

Im Garten der Pusteblumen - Noelia Blanco und Valeria Docampo





Daten. 
Verlag: Mixtvision
Preis: 13,90 €
Seitenzahl: 40
Genre: Bilderbuch
Format: Gebunden
Altersempfehlung: 36 Monate bis 7 Jahre
Erscheinungsdatum: Juli 2013







Handlung & Stil.
Dieses Buch ist ein Bilderbuch und daher kann man nicht wirklich von einem Stil sprechen. Jedenfalls nicht, was das Schreiben betrifft. Was die Zeichnungen betrifft allerdings schon und da muss ich sagen, dass diese mir unglaublich gut gefallen haben. Auf diesen Bildern entdeckt man wirkliche Leidenschaft, Liebe zum Detail, Können und einfach eine wertvolle Geschichte, die sicherlich nicht nur etwas für Kinder bis sieben Jahre ist. Ich verstehe ohnehin nicht, wieso man so etwas nur Kindern vorlesen oder zeigen sollte. Erwachsene können sich aus diesen Bilderbüchern so viel nehmen, so vieles, was vergessen wurde, die kleinen Dinge, die eigentlich wichtigen Dinge des Lebens. Ich finde solche Bücher unglaublich wertvoll. In kleinen Sätzen kann man so viel erzählen. Dafür braucht es keinen Roman, einfach nur wunderschöne Zeichnungen, die ohnehin mehr als tausend Worte sprechen.

Charaktere & Schauplatz.
Anna, die kleine Schneiderin, hat es mir schon von vornherein angetan. Als ich sie auf dem Cover sah, musste ich das Buch einfach haben. Ich wollte die Geschichte lesen und kennenlernen. Das Tal der Windmühlen ist wundervoll gezeichnet, das Buch umgibt wirklich eine kleine Magie, in die man tauchen kann und ich habe beim Lesen und Blättern ständig gelächelt. 

Sonstiges.
Ein wirklich schönes Bilderbuch, das für den Preis wirklich umso schöner ist. Eine Geschichte, die einem etwas über das Leben erzählt, in den kleinsten Sätzen. Auch wenn man nur 40 Seiten mit Anna verbringt, wird man sie so schnell nicht vergessen. Ich fand sie einfach wundervoll. 


Bewertung.
Aufmachung: 5/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 5/5
Sprache: 4/5
Charaktere: 5/5
Unterhaltungswert: 5/5
Überraschungseffekte: 3/5
Nachdenklichkeit: 4/5
Bildungswert: 4,5/5
Lesetempo: 5/5 

Punktzahl insgesamt: 45/50

5 Sterne


Freitag, 8. November 2013

Vom Glück mit Katzen zu wohnen - Maike Grunwald und Anja Hölper



Daten.
Preis: 29,95€
Seitenzahl: 160 Seiten
Genre: Bildreportage 
Format: Gebunden
Altersempfehlung: Ab 0
Erscheinungsdatum: August 2013







Handlung & Stil.
Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes und für alle Katzenliebhaber ein Muss. Die darin enthaltenen Fotos der freiberuflichen Fotografin Anja Hölper, die seit 2000 in dem Beruf arbeitet, sind unglaublich toll und wirklich schön anzusehen. Die Katzen darin sind genau wie die Wohnungen der Interviewten einfach grandios dargestellt. Als hätten die Katzen es genossen für die Kamera zu posieren. Und manche davon haben das sogar ganz sicher!
Die Autorin des Buches, Maike Grunwald, hat wirklich tolle Arbeit geleistet. Oftmals kommen solche Berichte ja extrem gestellt rüber, eben wie eine Dokumentation, ein trockenes Interview, das die Leute einfach in ganz besonders tolles Licht stellen soll. An einer Stelle war das auch so, aber auf den anderen 159 Seiten habe ich praktisch ein ganz neues Genre für mich entdeckt. Jedenfalls würde ich jederzeit wieder zu einem solchen Buch greifen, wenn es um Katzen geht.

Charaktere & Schauplätze.
Für Fans und Leser von Kerstin Gier sollte das Buch schon recht interessant sein. Wer schon immer mal wissen wollte, an welchem Platz sie schreibt, wie sie lebt, wie ihr Haus und ihr Garten aussieht, dann solltet ihr diesem Buch auf jeden Fall einen Blick zuwerfen. Man erfährt von etlichen Künstlern, Autoren und Schauspielern einen privaten Einblick, der wundervoll, aber dennoch distanziert ist. Man erfährt also eigentlich etwas Privates und gleichzeitig einen Hauch von Nichts. Letztendlich dreht es sich ja auch nur um die Katzen, denn eigentlich sind sie die Hauptpersonen des Buches. Wie verhalten sie sich, was lieben ihre Menschen an ihnen und wie sind sie überhaupt zu ihren wundervollen Begleitern gekommen. An Vielfalt mangelt es dem Buch kaum und es ist wirklich spannend über kreative Menschen zu lesen, die mit Katzen leben, vor allem, wenn man selbst eben auch in irgendeiner Form dazugehört. Oftmals findet man sich oder seine eigene Katze in dem Buch wieder und man schmunzelt und nickt dabei. 

Sonstiges.
Mir hat das Buch wirklich viel gegeben und auch die Einrichtungen der Häuser war unglaublich interessant. Wie leben kreative Menschen, wie sieht ihre Wohnung aus. Auch solche Fragen werden hier beantwortet und man kann sich wirklich darin verlieren. Man kann sich inspirieren lassen und wird richtig verträumt. Ich würde es auf jeden Fall Menschen empfehlen, die mit Katzen etwas anfangen können, aber auch gerne denjenigen, die es eher auf Einrichtungen abgesehen haben. Denn auch da bietet das Buch eben wirklich etwas Neues. Wer sich privat auch gerne mit diversen Berühmtheiten auseinandersetzt, die jetzt vielleicht auch nicht jeder kennt, der ist hier ebenfalls gut bedient.
Wirklich ein sehr sympathisches, bereicherndes Buch, das man im Regal haben sollte, wenn man eines der drei aufgezählten Dinge mag. Da lohnt sich auch der Preis. 



Bewertung.
Aufmachung: 5/5
Idee: 5/5
Umsetzung: 5/5
Sprache: 4,5/5
Charaktere: 4/5
Unterhaltungswert: 5/5
Überraschungseffekte: 3,5/5
Nachdenklichkeit: 3,5/5
Bildungswert: 4/5
Lesetempo: 5/5

Punktzahl insgesamt: 44,5/50

5 Sterne



Einen großen Dank an Blogg dein Buch! [Klick]