Mittwoch, 4. Dezember 2013

Mein böses Herz - Wulf Dorn




Daten.
Verlag: cbt Verlag
Preis: 16,99€
Seitenzahl: 416 Seiten
Genre: Jugendthriller
Format: Gebunden
Altersempfehlung: Ab 14 Jahre
Erscheinungsdatum: Februar 2012







Handlung & Stil.
Wulf Dorns Schreibstil konnte mich in diesem Werk leider nicht so wirklich fesseln. Es gab viele Sätze, bzw. Abschnitte, die irgendwie ohne Harmonie verliefen. Des Öfteren hatte ich das Gefühl, dass etwas nicht so ganz passt. Ich bin ständig abgeschweift, obwohl mich die Geschichte sehr interessiert hat. Der Stil ist für ein Jugendbuch schon recht speziell und man merkt, dass der Autor eigentlich eher für Erwachsene schreibt. Ich fand es daher etwas befremdlich und fühlte mich wie zwischen den Stühlen. Einerseits war es spannend, andererseits wusste ich nicht recht, was ich von dem Ganzen halten sollte. So richtig reinfühlen konnte ich mich nicht. Ob sich Jugendliche ab 14 da wirklich schon von dem Stil fesseln lassen können sei mal in den Raum gestellt. 
Gestört habe ich mich des Öfteren auch an den Kapitelabschlüssen. Ich mag es, wenn Kapitel mit einm Bäm-Satz enden, der einen weitertreibt. Nicht unbedingt mit Cliffhanger, aber einfach mit Sätzen, die das ganze rund und abenteuerlich gestalten. Ich bin selbst Autorin und liebe Wörter. Ich liebe Besonderes. Bei diesem Buch kam es mir allerdings eher gezwungen rüber, so unecht. Ich weiß einfach nicht, woher dieses Gefühl kommt, aber es war stetig da. Das hat mir das ganze ein bisschen vermiest. 

Charaktere & Schauplatz.
Leider waren mir die Charaktere nicht wirklich so sympathisch geworden. Vor allem konnte ich keinen Draht zu ihnen finden, nichts, was mich ihnen verbunden hätte, näher gebracht hätte. Doro mochte ich nicht so wirklich, ihre Mutter war okay. Sogleich zu Anfang hat mir der Vater gut gefallen, aber dann ziehen die beiden ja auf's Land und irgendwie wollte ich mit der Mutter von Doro nicht so viel Zeit verbringen. 
Ich fand die Schauplätze allerdings ganz gut und konnte mir alles schön ausmalen. Allerdings hat mich die Atmosphäre auf dem Land an so viele Horrorfilme erinnert, dass es für mich sehr klischeehaft wirkte. Natürlich bringt jeder Autor seine eigene Note mit ein und Wulf Dorns Geschichte hat definitiv richtig gute Aspekte, aber dennoch geschieht doch fast alles immer abgeschieden auf dem Land. Für mich war das sehr eintönig, weil ich es eben in der Sparte schon auswendig kenne. Dennoch hat er das ganze in ein interessantes Licht gerückt. Sowieso ist der Autor sehr talentiert auf seine eigene Weise zu beschreiben, Details einzubringen. 

Sonstiges.
Die Geschichte an sich ist lesenswert, aber ich hätte mir zu Anfang wirklich mehr davon erwartet. Gruselfaktor war auf jeden Fall da, aber der Schreibstil war einfach nicht so mein Ding, weswegen ich da irgendwie in der Luft schwebte. Trotzdem kann ich es auf jeden Fall an Leute weiterempfehlen, die sich vielleicht mal an das Genre rantasten wollen. Vor allem, wenn sie sich davor fürchten, gleich etwas für Erwachsene in der Sparte zu lesen, sollten sie das hier einfach mal wagen. 



Bewertung.
Aufmachung: 4/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 3,5/5
Sprache: 3/5
Charaktere: 3/5
Unterhaltungswert: 3/5
Nachdenklichkeit: 2,5/5
Überraschungseffekte: 3,5/5
Bildungswert: 3/5
Lesetempo: 3/5

Punktzahl insgesamt: 32,5/50

3 Sterne

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