Sonntag, 31. August 2014

Eines Tages, Baby - Julia Engelmann

Titel: Eines Tages, Baby
Autor: Julia Engelmann
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenzahl: 96 Seiten
Genre: Lyrik, moderne Poesie
Taschenbuchausgabe: 7,00€
E-Book-Ausgabe: 5,99€
Altersempfehlung: Ab 14
Erscheinungsdatum: Mai 2014










Dieses Buch ist eine absolute Empfehlung von mir an jeden, der liest und an jeden, der sich auch nur annähernd mit den philosophischen Aspekten im Leben auseinandersetzt. 
Im Grunde ist oben in dem kleinen Text bereits alles gesagt, was man wissen muss, weswegen ich mich hier einfach kurz halte und hoffe, ihr gebt dem Buch eine Chance und lasst Julia Engelmanns Worte auf euch wirken! Diese Erfahrung sollte man nicht verpassen. 



Aufmachung des Buches: 4,5/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 4,5/5
Sprache: 4,5/5
Charaktere: /
Spannung: 4/5
Ideenreichtum: 4,5/5
Tiefgründige Aspekte: 5/5
Bildungswert: 5/5
Lesetempo: 5/5

Punktzahl insgesamt: 41,5/45



Mein Herz sagt: 


Donnerstag, 28. August 2014

Der Sommer, der nur uns gehörte - Jenny Han

Titel: Der Sommer, der nur uns gehörte
Originaltitel: We'll always have summer
Autor: Jenny Han
Verlag: dtv Verlag
Seitenzahl: 336 Seiten
Genre: Jugendroman
Taschenbuchausgabe: 8,95€
E-Book-Ausgabe: 11,99€
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Erscheinungsdatum: Juli 2014











Der finale Band dieser wunderbaren Trilogie konnte mich noch einmal sehr begeistern. Er war für mich nicht ganz so emotional, wie die ersten beiden, aber trotzdem immer noch genug, um ihn zu lieben. Es war turbulent, es war herzergreifend und Belly blieb immer das Mädchen, das einem die Geschichte auf eine ganz besondere Art und Weise nahegebracht hat. Diese Charaktere sind in meinem Herzen und ich nehme an, dass sie dort auch noch eine ganze Weile bleiben werden. In den meisten Fällen konnte ich Belly immer nachvollziehen - ihre Gedanken, ihre Handlungen, ihre Gefühle, Wünsche und Ängste. Ich habe wirklich mit ihr gefühlt, gelacht und geweint. 
Es war für mich eine erstklassige und wunderbare Erfahrung, diese Bücher zu lesen und ich kann nur hoffen, dass sie noch ganz lange und vor allem ganz viele Menschen berühren und in ihren Bann ziehen werden. 
Für mich ist diese Trilogie eine absolute Empfehlung an alle von euch, egal welchen Alters. Wer auf Liebesgeschichten steht, hinter denen viel mehr steckt, als nur das und Dreiecksgeschichten mag, die wirklich sehr realistisch und glaubhaft sind und gar nicht störend, dann greift zu dieser Trilogie! 





Aufmachung des Buches: 4/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 4,5/5
Sprache: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Spannung: 4,5/5
Ideenreichtum: 3,5/5
Tiefgründige Aspekte: 4/5
Bildungswert: 3,5/5
Lesetempo: 5/5

Punktzahl insgesamt: 41,5/50



Mein Herz sagt: 

Dienstag, 26. August 2014

Ohne dich kein Sommer - Jenny Han

Titel: Ohne dich kein Sommer
Originaltitel: It's not summer without you
Autor: Jenny Han
Verlag: dtvVerlag
Taschenbuchausgabe: 8,95€
E-Book-Ausgabe: 8,99€
Seitenzahl: 320 Seiten
Genre: Jugendbuch
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Erscheinungsdatum: März 2014








Der zweite Band beginnt sehr emotional und bleibt auch eigentlich durchgehend auf dieser Ebene. Ich fand es wundervoll zu lesen und es hat mich, wie auch schon der erste Band, wirklich sehr berührt. Die Bücher sind ein Meisterwerk für sich und sollten nicht nur von Teenies, sondern ruhig auch von Erwachsenen gelesen werden, da sie einfach viel mehr beinhalten, als man auf den ersten Blick denkt. 
Jenny Han ist eine großartige Autorin, die den Leser von der ersten Seite an direkt an die Hand nimmt und sie durch die Geschichte führt. Und zwar so, dass man glaubt, es wäre die eigene. 
Selten habe ich etwas gelesen, was mich so bewegt hat und gleichzeitig so eine kleine Sucht entfacht hat. Ich kam einfach nicht mehr von dem Buch los. 
Die Charakterentwicklung ist wieder sehr schön mit anzusehen und auch die Wendungen der Geschichte fand ich sehr einfallsreich und authentisch.

Auch den zweiten Band dieser wunderbaren Trilogie kann ich nur empfehlen und hoffe, dass die Bücher noch ganz viele Menschen erreichen werden und so tief berühren, wie mich selbst.




Aufmachung des Buches: 3/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 5/5
Sprache: 4/5
Charaktere: 5/5
Spannung: 5/5
Ideenreichtum: 4/5
Tiefgründige Aspekte: 3,5/5
Bildungswert: 3/5
Lesetempo: 5/5

Punktzahl insgesamt: 42/50



Mein Herz sagt:  







Montag, 25. August 2014

Ivo Palas Elbenthal Chroniken - Special

Heute möchte ich euch etwas ganz Besonderes vorstellen. Wenn ihr meinen Blog und meine Videos schon länger verfolgt, dann wisst ihr, dass ich vor gar nicht langer Zeit die Trilogie von Ivo Pala gelesen habe: Die Elbenthal Saga.
Während ich diese Trilogie bis ins Unermessliche genossen habe, kamen bereits die ersten Chroniken auf den Markt. Diese spalten sich in vier Charaktere auf, die man weiterhin bei ihren unzähligen Abenteuern begleiten kann.
Hier möchte ich euch den ersten Sammelband vorstellen und näher auf die einzelnen vier Kurzromane eingehen, die darin enthalten sind und die ihr selbstverständlich auch einzeln als E-Book erwerben könnt.

Lasst euch verzaubern von starken und einzigartigen Charakteren und flieht in eine Welt, die euch so schnell nicht mehr loslässt.
Genießt die Zeit und freut euch jetzt schon auf neue Geschichten.
Denn sie werden kommen.


Hier könnt ihr die Bände der ersten Serie sehen. Wie man es von dem Autor gewohnt ist, hat er sich auch hier Mühe mit den Covers gegeben. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Sache etwas ganz Großes wird. Man braucht sich nur anzusehen, wie viel Herzblut und Wille hinter dem Ganzen steckt und wie groß Elbenthal bereits ist. Eine wunderbare Welt von Gut und Böse, Licht und Schatten, in der es so viele Abenteuer zu erleben gibt mit Charakteren, die so komplex wie echt sind, dass man sie nicht mehr missen möchte. Aus diesem Grund - um sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen - habe auch ich mich den Chroniken angenommen, um immer wieder ein Stück weit in die Welt der lieb gewonnenen Charaktere zurückkehren zu können.

Bitte beachtet, dass die Chroniken nach der Zeit der Elbenthal Saga spielen. Ich werde mein Bestes geben, bei den kleinen Inhaltsangaben nichts vorwegzunehmen. Ach was, ich verspreche es. (; Ihr wisst, dass ich noch nie gespoilert habe.



Kommen wir gleich zur Geschichte links außen. Auf dem Cover seht ihr Yrr, die Tochter von Hagen aus der Elbenthal Saga. Monster in den Schatten heißt die erste Story ihrer Serie.
Yrr möchte sich endlich von den ganzen Strapazen erholen und einen schweren Verlust verarbeiten. Sie plant in Madrid eine schöne Zeit, jedoch kommen ihr eine Band Gargoyles in die Quere und machen ihren Aufenthalt in der Menschenwelt viel schwieriger, als es ihr lieb wäre.

Auf dem zweiten Cover daneben sehen wir Raik, den Erzmagier aus der Elbenthal Saga. Der Sturmbleiche ist der Auftakt einer Serie um Raik, der nach einer langen Bewusstlosigkeit plötzlich in einer ihm völlig fremden Welt aufwacht, ohne Erinnerungen an sein vorheriges Dasein, und einen Weg nach Hause sucht. Dabei kommt ihm Odin in die Quere und ein Kampf gegen eine uralte Prophezeiung beginnt.

In dem ersten Abenteuer von Lau'Ley, der Göttin des Chaos, die sich Nacht in Atlantis nennt, geht es um die zwielichtige Sirene, nach dem großen Krieg um Alfheim. Nachdem sie Jahrtausende Gefangene in einer fremden Welt war, ist sie nun frei von allen Ketten und kehrt zurück in ein Reich voller Magie, um dort einem Schicksal zu trotzen, das niemals das ihre war. Folgt Lau'ley, Gebieterin der Weltenmeere durch ihr erstes Abenteuer nach der Elbenthal Saga und lasst euch von ihr verzaubern.

Auf dem letzten Cover rechts außen seht ihr (Prinz/König) Laurin. Nach dem Ende der Elbenthal Saga (SPOILER-GEFAHR) wurde Laurin nicht nur die Herrschaft über über sein Volk, die Dunkelelben, sondern auch die Regentschaft über die Licht- und Feuerelben übertragen worden. (SPOILER-ENDE)
Doch der schwarze König hat andere Pläne und sehnt sich nach nichts mehr, als nach seiner Freiheit. Lasst euch erzählen, was genau sein Vorhaben ist und wohin es ihn trägt. Es wird spannend, denn immerhin ist er Laurin, der Weltenkrieger.



Die Geschichten werden, wie ihr auf den Covers erkennen könnt, von unterschiedlichen Autoren verfasst, die im Gesamten ein Autorenteam mit Ivo Pala bilden. Sie alle sind somit Teil der Elbenthal Chroniken und führen uns alle in unterschiedliche Abenteuer, die aber alle eins gemeinsam haben: Sie sind spannend, lustig, verführerisch, aber vor allen Dingen fantastisch.

Wenn ich euch eine Empfehlung meines Herzens geben darf, dann solltet ihr mit der Geschichte von Raik beginnen. Ich fand sie unglaublich spannend und interessant, weil der Magier sein Gedächtnis verloren hat und in einer Welt aufwacht, die ihm unbekannt ist. Es ist eine Geschichte, in die man gleich hineingesogen wird und die man - das einzige Manko an dieser Stelle - viel zu schnell weggelesen hat.

Die erste Geschichte um Yrr ist für junge Mädels sehr empfehlenswert, die es ein wenig spannend mögen, aber auch gerne einfach Mädchen sind. Denn Yrr entführt uns immerhin nach Madrid und sucht sich ein wunderbares Kleid aus. Lasst euch einfach mal darauf ein und seht, was passiert.

Laurin ist ein Charakter, der für die gesamte Frauenwelt wahrscheinlich immer interessant sein wird, ganz egal, was er gerade tut. Deswegen ist es ein Genuss, ihn auch nach der Saga noch verfolgen zu dürfen und wer ihn als Schwarzen Prinzen bereits gemocht hat, der sollte sich seine weiterführende Serie keinesfalls entgehen lassen.

Lau'Leys Geschichte ist für all diejenigen was, die auf starke Frauen stehen, oder für Frauen, die sich von solchen gerne eine Scheibe abschneiden würden. Glaubt mir, Lau'Ley hat genug Selbstbewusstsein für alle und genug Stärke, um sie mit uns zu teilen. Wenigstens für einen Moment, denn sie ist ein wenig egoistisch und vor allem weiß sie, was sie will. Lau'Ley ist eine beeindruckende Charaktere, die nicht immer leicht zu durchschauen ist, aber umso spannender Macht sie ihre magischen Abenteuer. Und diese sprühen nur so vor Fantastik.


Für mich war jede einzelne Geschichte ein Erlebnis und ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf die weiteren Teile der Elbenthal Chroniken. Ich hoffe, ich konnte ich auch ein wenig dafür begeistern und ihr nehmt euch dieser großen und wundervollen, magischen Welt an. Es lohnt sich. Für jeden von euch.





Montag, 18. August 2014

Der Sommer, als ich schön wurde - Jenny Han

Titel: Der Sommer, als ich schön wurde
Originaltitel: The summer I turned pretty
Autor: Jenny Han
Verlag: dtv Verlag
Taschenbuchausgabe: 8,95€
E-Book-Ausgabe: 8,99€
Seitenzahl: 320 Seiten
Genre: Jugendroman
Altersempfehlung: Ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum: Apri 2013


         
                                    



Belly lebt für den Sommer, denn diesen verbringt sie seit ihrer Geburt in dem Sommerhaus in Cousins Beach bei der besten Freundin ihrer Mutter und deren Familie. Und ebenfalls ist sie - seit sie denken kann - in ihren ältesten Sohn Conrad verliebt. Doch für die Jungs im Sommerhaus war sie immer nur die kleine Schwester von Steven, ihrem Bruder, der ein absoluter Idiot sein kann. 
Doch in diesem Sommer ist etwas anders. Belly ist zum ersten Mal ohne Brille da und hat sich auch sonst ziemlich entwickelt. Aber obwohl Jeremiah und Conrad sie nicht mehr nur als kleines Mädchen sehen, sondern als junge Frau, bleibt es ihr nicht unbemerkt, dass Conrad sich nur noch zurückzieht und auch Jeremiah irgendwie bedrückt wirkt. 
Belly ahnt nicht, dass dieser Sommer komplett aus dem Rahmen fallen wird und manchmal muss man zweimal hinsehen, bis man die unausgesprochenen Dinge richtig zu deuten vermag.
Aber eines steht von vornherein fest: Nach diesem Sommer wird nichts mehr so sein, wie all die Sommer zuvor. Doch hatte sich Belly das komplett anders vorgestellt....


Zu lange habe ich diese Bücher ignoriert, weil ich das Cover nicht schön fand und den Titel etwas irreführend. Das was es am Ende war, hätte ich nicht erwartet. 
Aus irgendeinem Grund habe ich mir die Leseprobe durchgelesen und scheinbar war es Schicksal, denn dieses Buch ließ mich keine Sekunde mehr los. 
Ich flog durch die Seiten, durch die Zeilen, durch die Wörter und saugte alles in mich auf, was nur ging. Belly ist ein sehr authentischer Charakter, der seine Macken hat und dadurch wirklich liebenswert und echt wird für den Leser. Sie hat etwas an sich, womit man sich gleich zu identifizieren weiß, selbst wenn man im Grunde anders drauf ist oder andere Dinge erlebt hat. Jenny Han hat mich mit ihrem leichten und packenden Schreibstil wirklich durch die Geschichte gezogen und ich fühlte mich stets in Watte gepackt. Ich hatte immer das Gefühl von 'Hier bin ich richtig', und das war wundervoll. 
Für dieses Buch habe ich ganze zwei Tage gebraucht, doch wenn man berücksichtigt, dass ich an einem Tag bereits 88% gelesen habe, kann man den anderen eigentlich fast weglassen. Schon eine Ewigkeit ist mir kein Buch mehr untergekommen, dass mich so in den Bann gezogen hatte und mich zum Ende hin völlig unerwartet emotional so mitgerissen hat. Meine Augen wurden feucht, die Tränen meldeten sich zu Wort und ich war vollends in der Geschichte drin. 
Ich lebte dieses Buch in vollen Zügen und meine eigenen Probleme waren für diese Zeit wie weggeblasen. Für mich eines der besten Bücher in diesem Genre und es wird für jedes andere schwer, da auch nur halbwegs heranzureichen.
Die Charaktere, die Umgebung - einfach alles war so leicht vorzustellen und man erlebte diesen Sommer einfach mit. So sehr, dass ich Bellys Naivität gegenüber manchen Dingen ebenfalls auslebte und am Ende genauso geschockt dastand wie sie, weil man gewissen Dinge einfach nicht gesehen hat, obwohl sie so offensichtlich waren, weil man einfach damit beschäftigt war, verliebt zu sein, das Meer und den Sand auf der Haut zu spüren und den Sommer zu etwas Besonderem werden zu lassen. 
Dieses Buch ist so viel mehr, als viele Bücher dieser Art zusammen. 
Die Charaktere haben mich eigentlich alle begeistert und selbst die, die nicht wirklich anwesend waren, über die aber ab und an kurz geredet waren, waren so präsent und fantastisch in kurzen Worten erklärt, dass es mir vorkam, als würde ich sie wirklich kennen. Ich kam mir vor, als würde ich sie alle kennen, als wäre ich Teil von der Familie - als wäre ich Belly selbst, irgendwie.
Steven war ein grausamer großer Bruder, der keine Gelegenheit ausließ, Belly zu ärgern und zur Weißglut zu treiben, aber trotzdem wusste man, dass sie sich irgendwo ganz tief in ihren Herzen trotzdem lieb hatten. Conrad war ein sehr komplexer Charakter, den man nur sehr schwer durchschauen konnte und trotz seiner manchmal abwertenden Art, war er irgendwie immer interessant. Man wollte hinter sein Geheimnis kommen, wollte ihn kennenlernen, mehr von ihm haben und wissen, als er preisgab. Und Jeremiah war einfach nur ein Junge zum lieb haben, genau wie die Mutter der Jungs. Die Harmonie innerhalb der befreundeten Familien war immer spürbar und es gab wie überall, wenn Kinder dabei waren, immer wieder kleine Momente der Anfeindungen zwischen Jungen und Mädchen und alles wirkte so unglaublich real, dass es fast wehtat, das Buch zu schließen und zu wissen, dass es nicht wahr ist, dass man nicht wirklich dabei ist. 
Aber zum Glück bleibt uns allen ja immer noch die Erinnerung, die uns bittersüß zulächelt.




Aufmachung des Buches: 3/5
Idee der Geschichte: 5/5
Umsetzung: 5/5
Sprache: 4/5
Charaktere: 5/5
Spannung: 5/5
Ideenreichtum: 5/5
Tiefgründige Aspekte: 5/5
Bildungswert: 4/5
Lesetempo: 5/5

Punktzahl insgesamt: 46/50



Mein Herz sagt: 



Montag, 11. August 2014

Happy Birthday, Leonard Peacock - Matthew Quick

Titel: Happy Birthday, Leonard Peacock
Originaltitel: Forgive me, Leonard Peacock
Autor: Matthew Quick
Verlag: dtv Verlag
Taschenbuchausgabe: 13,95€
E-Book-Ausgabe: 11,99€
Seitenzahl: 278 Seiten
Genre: Jugendroman/Roman
Altersempfehlung: Ab 16
Erscheinungsdatum: Mai 2014



             
                    

Leonard Peacock hat für seinen achtzehnten Geburtstag etwas ganz Besonderes geplant. Er will sich und seinen ehemals besten Freund Asher Beal mit der Nazi Pistole seines Großvaters erschießen. In seinem Leben gibt es Dinge, Menschen und Erfahrungen, die ihn zu diesem Entschluss getrieben haben und hätte das Buch nicht einen ganz eigenen Humor, wäre es wirklich tragisch. Wird Leonard sein Vorhaben letztendlich wirklich in die Tat umsetzen, oder gibt es noch etwas, das ihn aufhalten könnte?




Matthew Quick hat mit diesem Nachfolger zu Silver Linings mal wieder ein Meisterwerk geleistet. Leonard Peacock ist ein Charakter, dem man sich gleich ab der ersten Seite an verbunden fühlt und lange nicht vergessen wird. Seine Geschichte erzählt er mit einer Lockerheit und einer ganz eigenen Weise von Humor, die das dahintersteckende ernste Thema wirklich mit Leichtigkeit an den Leser bringt. Die Geschichte ist lustig, sie ist ergreifend und sie regt zum Nachdenken an. Die Charaktere in dem Werk sind neu und anders und man hat sogleich bei den ersten Beschreibungen ein Bild im Kopf, das zum Leben erweckt. 
Der flüssige Schreibstil und auch Leonards Leben und seine Empfindungen bringen den Leser dazu, immer wieder weiterzulesen. Das Buch aus der Hand zu legen ist wirklich nicht einfach. Auch die kurzen Kapitel machen das Lesen wunderbar leicht und man kann mit dem Buch vom Alltag abschalten. Leonard ist ein toller Weggefährte und ein Junge, dem man nur das Beste wünscht. Er ist schlau, er ist clever, er ist seltsam, anders und tief in seinem Herzen irgendwie einsam. Man möchte wissen, was er sich wünscht, was er vermisst, was er nicht mag, was mit ihm passiert ist und ob er einen Weg findet, mit sich und allem um sich herum umzugehen.
Das Buch lehrt hinterrücks den Leser, gewisse Dinge nicht für sich zu behalten, weil manche Geheimnisse einen innerlich auffressen und einen zu einem ganz anderen Menschen machen. Er lehrt, dass man nicht wegschauen soll, wenn etwas nicht stimmt, sondern hinsieht und hilft und lieber tausend Mal zu viel nachfragt, als einmal zu wenig. Eine Geschichte über Freundschaft, Familie, über die Situation etwas davon nicht zu haben oder zu verlieren. Es lehrt, dass anders sein nicht falsch ist und man sich deswegen nicht verstecken soll. Das Buch ist Gold wert und für jedes Alter zu empfehlen, sobald man gelernt hat, die Diamanten zwischen den Zeilen zu entdecken und den Kern des Ganzen zu verstehen. Ein wunderbares Buch, das jeder da draußen einmal lesen sollte.






Aufmachung des Buches: 4,5/5
Idee der Geschichte: 5/5
Umsetzung: 5/5
Sprache: 4/5
Charaktere: 5/5
Ideenreichtum: 4,5/5
Spannung: 4/5
Tiefgründige Aspekte: 5/5
Bildungswert: 5/5
Lesetempo: 5/5

Punktzahl insgesamt: 47/50



Nach der erreichten Punktzahl, wäre das Buch ein 5 Sterne Buch. Allerdings schaffen die fünf Sterne bei mir nur noch Bücher, die mich wirklich umhauen. Deswegen wird meine endgültige Bewertung zukünftig getrennt von dem Punktesystem erfolgen.



Mein Herz sagt:







Montag, 28. Juli 2014

Das Mädchen mit dem Haifischherz - Jenni Fagan

Titel: Das Mädchen mit dem Haifischherz
Originaltitel: The Panopticon
Autor: Jenni Fagan
Verlag: Antje Kunstmann Verlag
Gebundene Ausgabe: 19,95€
E-Book Ausgabe: 15,99€
Genre: Drama/Roman
Altersempfehlung: Ab 16
Erscheinungsdatum: März 2014
                                                         
                                  
Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt zu Anfang des Buches blutverschmiert in einem Polizeiwagen. Sie wird beschuldigt, eine Polizistin ins Koma gebracht zu haben und wird nach einer endlosen Kette von Heimaufenthalten und Pflegefamilien in eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche gebracht. Das Panoptikum. Zwischen all den Machenschaften des Experiments, dem Anais für alles die Schuld gibt und der vergeblichen Suche nach dem Sinn ihres Lebens, findet sie dort sogar so etwas wie eine Familie. Immer wieder erlebt Anais Rückschläge und Dinge, mit denen sie einfach nicht richtig zurechtkommt. Manchmal, davon ist man überzeugt, ist es kaum auszuhalten - außer man hat ein Haifischherz und Freunde, die einem zeigen, wie man ihm folgt.
Dieses Buch ist nichts für Normale. Weshalb ich das so ausdrücke? Das wisst ihr, wenn ihr die ersten Seiten des Buches lest, denn schon da entscheidet sich, ob ihr Anais und ihre Welt verstehen könnt, oder nicht. Viele Leserstimmen sagen, der Schreibstil und vor allem auch die Dialoge wären viel zu überspitzt und alles ohnehin zu extrem dargestellt. Aber die Menschen, die selbst ihr Leben lang in der Scheiße gesessen haben oder immer noch sitzen, wissen, dass es absolut der Wahrheit entspricht, was Jenni Fagan in diesem Roman ans ungefilterte Licht bringt. 
Sie zeigt den Menschen auf, was um sie herum passiert. Sie zeigt ihnen, dass sie wegschauen, obwohl sie helfen könnten und dass die Menschen, die nicht in einer heilen Familie aufwachsen oder einfach anders sind, von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden. Die Frage lautet, warum nicht? Sind die Menschen schlechter, nur weil sie anders leben? Anders denken, anders handeln, ihre Gefühle mit Drogen kompensieren, mit Gewalt, mit Selbsthass oder mit Kälte? Sind sie schlechtere Menschen, weil sie alleine sind, nicht gewollt von ihren Eltern, nicht fähig auf dem richtigen Weg zu bleiben, weil ihnen keiner diese Stütze bietet, die sie dazu bräuchten? 
Nein. Die einzig wirklich schlechten Menschen sind die, die wegsehen obwohl sie bemerken und verurteilen, obwohl sie nichts wissen. Sie wollen den Abschaum nicht, aber der Abschaum will sie genauso wenig. 
Dieses Buch wirft so viele gesellschaftliche und soziale Themen auf, über die jeder Mensch dieser Erde einmal nachdenken sollte. Anais ist eine Heldin, die uns schonungslos erzählt, wie sie sich fühlt, als Mensch, der seine Eltern nicht kennt und von einer Pflegestation in die nächste gebracht wird, immer wieder auf sich alleingestellt ist, ohne Familie, ohne Freunde, ohne Halt und ohne Liebe. Sie ist ein niemand, weil ihr niemand sagen kann, wer sie ist. Und am wenigsten sie selbst. Wir erleben ein Gefühlschaos einer Identitätslosen, einem Mädchen, das gerne jemand wäre, aber nicht die Möglichkeit hat, dieser jemand - oder irgendjemand - zu sein. 
Wir erleben sie beim Scheitern, beim Kämpfen, beim Lachen und beim Weinen und für ihre Entscheidungen und Handlungen und Worte können wir sie achten und verachten, aber immer nur lieben, weil sie einfach genau das verdient hat. Anais ist ein wunderbares Mädchen, mit vielen Problemen und vielen Fehlern, von denen sie manche ein Leben lang mit sich tragen wird. Aber ein Mädchen, die trotz diesen Dingen auf sich stolz sein kann, einfach, weil sie durchhält.
Man spürt in jedem Satz diese Verzweiflung, diese Träume, diese Wünsche und diese Ängste all jener Personen, die im Panoptikum sind. Wir lernen so viele Personen kennen, lernen sie lieben und schätzen, obwohl sie fast jeder verachten würde, würde man sie auf der Straße treffen. 
Dieses Buch sollte den Lesern aufzeigen, was in der Welt passiert und sie lehren, was man selbst daran ändern oder verbessern könnte. Aber vor allen Dingen, sollten die Leser lernen, zu verstehen. 
Menschen, die ihr Leben lang wohl behütet aufgewachsen sind, laufen eventuell der Gefahr, die Worte dieses Buches nicht zu verstehen, weil sie die Tiefe einfach nicht ertasten und die Sinnlichkeit in der derben Sprache nicht fühlen können. Einen Versuch ist es jedoch allemal wert, aber sollte man bedenken, dieses Buch mit Fingerspitzengefühl zu behandeln. Wer nicht versteht, sollte nicht urteilen. Das ist ein Satz, den man sich für das ganze Leben merken sollte. Egal, in welcher Hinsicht.
Sicher merkt ihr, dass ich dieses Mal eine ganz andere Rezension schreibe, als sonst, und kaum auf die eigentlichen Dinge eingehe, die ich sonst gerne zur Sprache bringe.
Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes und man erkennt es an den Worten, die ich dazu sagte. Das muss reichen, um zu spüren, dass man dieses Buch lesen muss, oder eben nicht.
Ich kann bei diesem Werk nicht unbedingt viel Spaß wünschen, aber ich wünsche viel Erkenntnis.





Gestaltung des Buches: 4,5/5
Idee der Geschichte: 5/5
Umsetzung: 5/5
Charaktere: 5/5
Sprache: 4/5
Unterhaltungswert: 5/5
Ideenreichtum: 5/5
Tiefgründige Aspekte: 5/5
Bildungswert: 4,5/5
Lesetempo: 4.5/5

Punktzahl insgesamt: 47,5/50







Mittwoch, 2. Juli 2014

Die eisige Göttin - Elbenthal-Saga #3 - Ivo Pala


Das großartige Finale der Elbenthal-Saga steht an.
In 'Die eisige Göttin' von Ivo Pala geht es mit der Geschichte von Svenya weiter und ein letztes Mal tauchen wir in ein unfassbar großes Abenteuer ab, welches den Leser einfach nicht mehr loslässt.
In diesem Buch entführt Laurin Svenya nach Alfheim, aber dort ist alles anders, als zuvor. Eine fremde Macht hat diese Welt erobert und nimmt Laurin und Svenya gefangen, um sie als Gladiatoren einzusetzen, so wie auch viele andere.
Wenn die beiden ihre Völker retten wollen, müssen sie nun lernen, Seite an Seite zu kämpfen und ihre eigenen Probleme miteinander einfach mal zur Seite schieben.
Werden sie das schaffen und ihre Freiheit zurückerlangen, um alles zu retten, was ihnen etwas bedeutet?




Dieser letzte Teil der Trilogie war ein absolutes Feuerwerk der Emotionen. Es geschah so viel und man war immer mittendrin statt nur dabei. Svenyas Gefühle sprangen auf mich über und ich wollte immer weiterlesen und mehr davon haben. 
Ich habe gelitten, ich habe gelacht, ich hatte Angst und ich habe ich gefreut. Mittlerweile habe ich mich so stark mit den Charakteren verbunden, dass es wirklich ein schwerer Abschied für mich war, als ich das letzte Buch zugeklappt habe. 
Ich möchte zu diesem Werk gar nicht viel sagen, außer, dass es ein absolutes Lesehighlight war. So ein grandioses Finale habe ich selten gelesen und diese ganze Trilogie hat mir die Fantasy um einiges näher gebracht und viel interessanter gemacht. Dafür kann ich mich einfach nur bedanken und hoffen, dass es noch ganz vielen Lesern so ergehen wird, wie mir. 
Lest das Buch und liebt es! 






Bewertung.
Aufmachung: 4,5/5
Idee: 4,5/5
Umsetzung: 4,5/5
Charaktere: 4,5/5
Sprache: 4/5
Unterhaltungswert/Spannung: 4,5/5
Ideenreichtum/Überraschungseffekte: 4/5
Nachdenklichkeit/Tiefgründige Aspekte: 4,5/5
Bildungswert: 4/5
Lesetempo: 3,5/5

Punktzahl insgesamt: 42,5/50







Montag, 30. Juni 2014

Der schwarze Prinz - Elbenthal-Saga #2 - Ivo Pala


Svenyas Geschichte geht weiter.
Svenya behauptet sich als Hüterin Midgards in ihrem neuen Zuhause, doch der Frieden währt nicht lange. Nachdem im ersten Teil bereits viel auf sie zukam, sind nun auch noch drei der fünf Schicksalsschwerter gefunden. Und der, der sie beisammen hat, kann ein neues Tor zu anderen Welten eröffnen. Das gilt es für die Elben zu verhindern und Svenya wird erneut in einen Kampf nach dem anderen geschleudert und trifft dabei auf sehr interessante Persönlichkeiten. Vor allem aber ist immer wieder Laurin präsent, wohin man auch schauen mag. Der schwarze Prinz will Svenya immer noch für seine Zwecke gewinnen. Wird die Hüterin Midgards einen Weg aus der Misere finden, die viel schwieriger erscheint, als alles, was sie bisher erlebt hat?




Im zweiten Teil dieser Fantasy-Saga geht es mal wieder ordentlich zur Sache. Auch, wenn ich sagen muss, dass mir dieser Teil leider nicht so gut gefallen hat, wie der erste, trägt er wirklich eine Menge wichtiges zur Geschichte bei. Man erfährt so einiges über Hagen und über andere Charaktere im Buch und kann, wie im ersten Teil bereits, die Figuren mit größter Ehrfurcht und Bewunderung durch ihr nächstes Abenteuer begleiten. 
Es ist wahrlich eine Bereicherung, diese Trilogie zu lesen und ich würde sie jederzeit weiterempfehlen. Es gibt spannende und actionreiche Stellen, ebenso aber tiefgründige, fast philosophische Momente, in denen man wirklich zum Nachdenken angeregt wird und wo man vielleicht seine eigenen Ansichten immer mal wieder über den Haufen wirft.
Es ist schön zu sehen, wie so viele wichtige Figuren alle ihre Standpunkte und Plätze haben und niemand zu kurz kommt. Man erfährt über jeden etwas, man begleitet jeden ein Stück und lernt von ihnen. Auch das Mitgefühl ist vorhanden, eigentlich alles, was man für ein gutes Buch braucht. 
Somit kann auch diesen zweiten Teil jedem ans Herz legen, auch wenn er gegenüber dem ersten ein wenig schwächer war.




Bewertung.
Aufmachung/Gestaltung: 3,5/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 4,5/5
Sprache: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Spannung: 3,5/5
Ideenreichtum: 4,5/5
Philosophische Aspekte: 3,5/5
Bildungswerte: 3,5/5
Lesetempo: 3,5/5

Punktzahl insgesamt: 39/50






Freitag, 20. Juni 2014

Die Hüterin Midgards - Elbenthal-Saga #1 - Ivo Pala


Svenya hat im wahrsten Sinne des Wortes ein scheiß Leben. Sie hat kein richtiges zuhause, schläft die meiste Zeit unter der Brücke und hält sich mit kleinen Jobs über Wasser. An ihrem siebzehnten Geburtstag passiert jedoch etwas, was ihre ganze Welt auf den Kopf stellt.
Ein Wolf taucht mitten in der Stadt auf und jagt sie, dann tauchen seltsame Gestalten auf, die ihr diesen vom Leib halten. Svenya fällt in Ohnmacht und wacht in einer prunkvollen Umgebung auf, etwas, das sich in ihren kühnsten Träumen niemals so wertvoll hätte ausmalen können. 
Kurzum wird ihr offenbart, dass sie die Hüterin Midgards ist, die einzig wahre Elbenprinzessin, und dass von ihrer Person das Leben ihres Volkes und auch das der Menschen abhängt. 
Svenya wird in ein Abenteuer der Extraklasse geschleudert und wir dürfen sie auf dieser Reise begleiten.



Vor zwei Jahren habe ich dieses Buch bereits einmal gelesen und empfand es als gut. Dieses mal empfand ich als grandios. Wer lange und viel liest weiß, dass sich der Horizont immer erweitert und dass man mit der Zeit die Geschmäcker ändert. Mein Lesegeschmack hat sich um 180 Grad gedreht - in vielerlei Hinsicht - was mir nun, bei diesem Re-Read, zugute kam. 
Nicht nur, dass die Charaktere in diesem Auftakt unglaublich präsent und gut ausgearbeitet sind, nein, auch die Handlung, die Plot-Twists und alles, was dazugehört, waren einfach nur perfekt. 
Viel mehr Spannung hätte man in diese fast 400 Seiten gar nicht reinpressen können und man lebt auf jeder einzelnen Seite die Geschichte. 
Svenya ist eine sehr interessante Hauptperson. Sie ist von Anfang an taff und lässt sich nichts sagen, sie zieht ihr Ding durch, ist nicht beeinflussbar, aber trotzdem menschlich. Sie macht Fehler, sie gesteht sie sich ein, sie zweifelt an sich, sie möchte aufgeben und trotzdem spürt man in jeder einzelnen Zeile, wie viel Stärke dieses Mädchen besitzt. 
In ihrem vorherigen Leben hat sie sehr viel durchgemacht und auch Midgard hält für sie keine Ruhephase bereit. Das einzige, was sie dort aber finden könnte, wäre ein Zuhause. Etwas, das sie nie hatte und nachdem sie sich immer sehnte.
Svenya macht in diesem ersten Band bereits eine wahnsinnige Entwicklung durch und man merkt, wie der Charakter an seinen Aufgaben wächst. Sie ist loyal, sie ist ehrlich und sie ist wundervoll. 
Svenya ist meine absolute Lieblingsheldin in der Jugendfantasy. 
Darüber hinaus gibt es aber auch jede Menge andere erwähnenswerte Charaktere in dem Buch, wie den schwarzen Prinz namens Laurin, der sich schnell als ihr Widersacher entpuppt und gefährlich für Midgard ist. Denn selbstverständlich gibt es unter Dresden, wo diese Parallelwelt sich befindet, über die Svenya herrschen soll, nicht nur gute Elfen. Es gibt weitaus viele Geschöpfe, vor denen sie sich in Acht nehmen muss. 
Eigentlich könnte ich hier über alle Personen noch ewig berichten. Über Yrr, die Tochter von Hagen zum Beispiel, die den Platz von Svenya eingenommen hätte, wenn sie diese nicht in Dresden hätten ausfindig machen können. Die beiden können sich zu Anfang gar nicht riechen, aber auch Yrr macht auf die ein oder andere Weise eine große Charakterentwicklung durch. 
Im Gesamten sind die Charaktere Ivo Palas Stärke, wenn man mich fragt. Aber dieser Autor hat noch viele andere Talente auf seiner Seite. Seine Fantasie, die Welt, die er hier erschaffen hat und diese absolute Hochspannung, die selbst ein Kinofilm nicht immer abzuliefern weiß. 
Für mich ein absoluter Top-Favorit in der Fantasy und lesenswert für alle, die sich auch nur halbwegs dafür interessieren. Aus diesem Buch wird niemand enttäuscht herausgehen. Garantiert! 



Bewertung.
Aufmachung/Gestaltung: 4/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 4,5/5
Sprache: 4/5
Charaktere: 5/5
Unterhaltungswert/Spannung: 4,5/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 4,5/5
Nachdenklichkeit/Philosophische Aspekte: 4/5
Bildungswert: 3,5/5
Lesetempo: 3,5/5

Punktzahl insgesamt: 42/50






Mittwoch, 4. Juni 2014

Damon - Krieg der Engel - Michael Schmid



Damon entdeckt in einer kleinen Gasse einen schwer verwundeten Mann. Kurzum entscheidet er, auf sein Gefühl zu hören und den Mann mit Hilfe seines besten Freundes Kai, mit zu sich nach Hause zu nehmen. Allerdings ahnt er nicht, dass er damit direkt zwischen die Fronten eines jahrtausendealten Krieges gerät. Damon hat einiges zu meistern, vor allem, als seine Freunde in tödliche Gefahr geraten.


Lange hat es gedauert, bis ich mich nun auch an den ersten Fantasyroman von Michael Schmid gewagt habe. Jetzt ist es soweit, auch ich darf endlich etwas dazu sagen. 
Vorneweg muss gleich sagen, dass ich - obwohl mir diese Art von Fantasy ganz und gar nicht liegt - dem Buch gegenüber recht positiv gestimmt bin. Es gab hier und da zwar Momente, in denen ich einfach merkte, dass ich mich im falschen Universum bewege, auch wenn ich gewisse Romane dieses Genres ja mittlerweile sehr lieb gewonnen habe. Trotzdem hat der Autor es geschafft, dass ich gerne am Ball bleibe und wissen möchte, was Damon und Kai weiterhin passiert. 
Mit den Charakteren wurde ich leider nicht wirklich warm und ich habe es eher oberflächlich verfolgt. Das hat aber nichts wirklich Negatives zu dem Buch beigetragen, denn es gab so viele spannende Stellen und so vieles, was einen weitergetrieben hat, dass mir das während des Lesens gar nicht so bewusst war.
Insgesamt hat der Autor auch eine wirklich wahrhaftige und greifbare Atmosphäre gestaltet, was ich wirklich gut fand. Man war gleich in der Geschichte drin, sogleich ist etwas Krasses passiert, was mir persönlich immer gut gefällt, da ich es absolut nicht mag, erst mal eine elend lange Einleitung zu lesen, bevor dann mal der erste Hammer kommt. Darauf musste man bei diesem Buch eigentlich nie warten, was wirklich erfrischend war und auch gut für den Lesefluss.
Insgesamt kann ich sagen, dass dieser Auftakt wirklich Potenzial für mehr aufweist.
Wer ein fantastisches Abenteuer mit viel Spannung und viel Atmosphäre lesen möchte, der wird bei diesem Buch wohl nicht enttäuscht werden.
Das einzige, was mir aufgefallen ist - was aber nicht als Kritik dienen soll - ist, dass in der Beschreibung auf Amazon steht, dass er den Mann in der Gasse abends findet. Allerdings passiert das im Buch morgens, nach einem Bäckereibesuch um zehn oder elf Uhr morgens, auf dem Nachhauseweg. Ob das schon jemandem aufgefallen ist? (: 


Bewertung.
Aufmachung: 3,5/5
Idee der Geschichte: 3,5/5
Umsetzung: 3,5/5
Sprache: 3,5/5
Charaktere: 3,5/5
Unterhaltungswert/Spannung: 3,5/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 4/5
Nachdenklichkeit/Tiefgründige Aspekte: 3/5
Bildungswert: 2,5/5
Lesetempo: 4/5

Punktzahl insgesamt: 34,5/50







Dienstag, 27. Mai 2014

Nachtsonne - Laura Newman





Verlag: CreateSpace
Preis: 12,99€
Seitenzahl: 406 Seiten
Genre: Dystopie
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: Ab 12
Erscheinungsdatum: April 2014




Nova führt ein Leben unter der Erde. Für sie ist das nichts Besonders, denn sie kennt es nicht anders. Ihr Leben findet in einem HUB statt, denn auf der Erde ist ein Leben angeblich nicht mehr möglich, weil die Temperatur viel zu hoch gestiegen ist.
Doch eines Tages kommt es zu einem schwerwiegenden Vorfall, der Nova und ihre Freunde in Gefahr bringt. Aber nicht nur das, denn sie begegnen auch einer gewissen Magie, die sie nie für möglich gehalten hatten, betreten unbekanntes Terrain und finden vielleicht sogar einen Menschen, der das ganze Erlebte wundervoll macht...





Fangen wir doch damit an, was ich an dem Buch positiv fand. Davon abgesehen, dass die Autorin wirklich sympathisch ist, hat sie auch einen durchaus lesenswerten Roman geschrieben. Jedenfalls für die Zielgruppe, die darauf abfährt. Meinen Geschmack hat sie nicht ganz getroffen, aber wie schon gesagt, beginnen wir mit dem Positiven.
Ich mochte den Anfang des Buches sehr, da er mich unerwartet gefesselt hat. Es begann gleich richtig spannend mit einer Vermutung eines jungen Mannes, der Nova damit sehr verunsichert. Denn er sagt ihr, dass er mitbekommen hätte, dass es nicht nur ihren HUB gibt, sondern noch andere, die vor ihnen hier geheim gehalten werden.
Natürlich möchte man sofort wissen, wie es weitergeht, was passiert und worauf das alles hinausläuft. Ich habe die ersten Seiten wirklich genossen und konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. 
Irgendwann allerdings war es bei mir so, dass nach und nach das Interesse flöten ging. Zwischendurch langweilte ich mich, Nova ging mir auf die Nerven und immer wieder habe ich mich dabei ertappt, wie ich mit den Gedanken total abgeschweift bin. 
Das lag aber im Grunde wohl weniger daran, dass das Buch nicht gut wäre, sondern schlichtweg daran, dass mir persönlich ein paar Aspekte am Schreibstil nicht so lagen, was sich nun mal nur als Geschmacksache filtern lassen kann. 
Mir ging Nova zwischendurch immer etwas gegen den Strich. Warm wurde ich mit ihr nie. Aber abgesehen vom Charakter an sich, fand ich es nicht so toll, wie die Autorin sie hat sprechen lassen.
Es gab Aussagen, wie 'Wir nannten es den Kaninchenbau, obwohl wir noch nie einen gesehen hatten, geschweige denn ein Kaninchen.' Nun... woher wissen sie denn dann, wie einer aussieht und ob man den HUB damit vergleichen könnte und woher kennen sie überhaupt den Ausdruck dafür? Wurden ihnen mal Bilder von der alten Welt gezeigt? Es wurde mir leider nie so wirklich plausibel.
Ebenso stellte Nova sich das echte Sonnenlicht eher warm vor und nicht so kalt wie ihres im HUB. Nun, wieder einmal frage ich mich, woher sie überhaupt weiß, dass ihr Licht kalt ist, wenn sie gar keine Alternative, gar keine Vergleichsmöglichkeit kennt? 
Das waren so Punkte, da musste ich wirklich auf die Zähne beißen. Andere sehen darüber locker hinweg oder merken es nicht einmal, aber mir fällt so etwas oftmals direkt ins Auge. Wenn solche Aussagen getätigt werden, hätte ich auch gern eine logische Schlussfolgerung dazu.
Dann, was mich ebenfalls gestört hat, war die Tatsache, dass die Autorin uns einen sehr großen Einblick in Novas Gedankenwelt gab. Im Grunde spricht da ja nur etwas dafür und nicht dagegen, aber man sollte es auch nicht zu sehr ausführen, denn der Leser hat auch ein Hirn, das er benutzen kann und sollte. Ich möchte beim Lesen nicht gesagt bekommen: Ach, genau, das ist so, weil das uns das und das. Ja, klar doch!
Ja... das hätte ich nun auch selbst geschlussfolgert, ohne dass die Liebe Nova mir das noch extra einmal erzählen musste. 
So etwas bringt mich beim Lesen zum Augen verdrehen. Ich möchte gezeigt bekommen, nicht erzählt. Ich möchte sehen, fühlen können, was Nova fühlt und denkt und nicht jeden Satz vor mir sehen. Mein Kopf schafft das schon alleine. 
Auch die Charaktere blieben für mich persönlich ein wenig blass. Ich habe sehr viel über das Leben von ihnen erfahren, über die Welt, in der sie wandeln und über die Welt, die sie nicht betreten dürfen. Aber leider hat mir etwas gefehlt. Die Dialoge wirkten für mich ab und an auch nicht wirklich authentisch, wohingegen andere Dialoge wirklich wieder sehr gut rüberkamen. 
Ich hatte positive wie negative Momente mit dem Buch, aber kann es für Fans des Genres auf jeden Fall weiterempfehlen. Ihr werdet eine spannende Geschichte bekommen, die im zweiten Teil sicher noch einiges mehr zu bieten haben wird!

Ansonsten war das Buch für mich aber - wie oben erwähnt - durchaus lesenswert. Es war für mich nun keine meiner liebsten Dystopien und ich bin mir auch noch unschlüssig, ob ich den zweiten Teil noch lesen werde. Das werde ich dann wohl nach Lust und Laune entscheiden.





Aufmachung/Gestaltung: 4/5
Idee: 3,5/5
Umsetzung: 3/5
Sprache: 3/5
Charaktere: 3/5
Unterhaltungswert/Spannung: 3/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 3/5
Nachdenklichkeit/Philosophische Aspekte: 2/5
Bildungswert: 3,5/5
Lesetempo: 4/5

Punktzahl insgesamt: 23/50