Mittwoch, 8. Januar 2014

Von der Nacht verzaubert - Amy Plum






Daten.
Verlag: Loewe Verlag
Preis: 18,95€
Seitenzahl: 393 Seiten
Genre: Jugendfantasy
Format: Gebunden
Altersempfehlung: 13-16 Jahre
Erscheinungsdatum: April 2012






Handlung & Stil.
Das Buch beginnt recht schön. Der Stil ist einfach und schlicht gehalten, nichts Besonderes meiner Meinung nach. Ich finde das Französische in diesem Buch wirklich angenehm und es schafft eine tolle Atmosphäre. Allerdings nur am Anfang, im späteren Verlauf des Buches nimmt das alles etwas ab. Natürlich liegt da jede Menge Anderes im Fokus, aber dennoch blieb das Buch ein wenig farblos für mich. 
Die Handlung hat seine Vor- und Nachteile. Einerseits ist es eine 0815 Geschichte, ein Ablauf, den man in anderen Formen und mit anderen Aspekten schon tausendmal gelesen hat und der nichts mehr Neues mit sich bringt. Genauso blass und unbedeutend blieben für mich auch die Figuren in dem ganzen Buch.
Die Autorin hat es nicht geschafft, die Charaktere, die wichtig für die Geschichte gewesen wären, in Worte zu packen. Es gab Charaktere in dem Buch, die wichtig waren und die genauso plötzlich da waren, wie sie auch wieder verschwanden. Zwischendrin gab es keine Phase, wo man sie hätte kennenlernen können und gerade bei dem Wichtigkeitsgrad der Person fand ich das extrem enttäuschend.
Letztendlich war es für mich lange nicht so bezaubernd, wie es viele empfunden haben. Es ist eine nette Geschichte mit viel ungenutztem Potenzial. Es gab Atmosphäre, es gab tolle Charaktere, es gab eine nette Handlung, aber all das ist nichts, was einem lange in Erinnerung bleibt. Wenn man nichts anderes zu lesen hat, ist es okay, aber es gibt etliche Bücher und vor allem Trilogien, die es mehr wert sind, gelesen zu werden. Ich finde die Geschichte für das jüngere Publikum sehr gut, allerdings habe ich in meinem Alter schon mehr Ansprüche. 
Da muss ich wirklich sagen, dass es Bücher gibt, die für noch jüngere Leser empfohlen sind und absolut mehr hergeben. Das finde ich dann schon etwas flach.
Auch die Dialoge, die Erklärungen, fand ich in manchen Fällen so seltsam undurchdacht. Irgendwie hatte es etwas Kindliches an sich. Manchmal kam da diese jugendliche Haltung durch, ein Schulterzucken, so was wie eine Mir-egal-Haltung. Da kam einfach nicht wirklich was rüber, so als hätte es wirklich jemand geschrieben, der gerade mal dazu Lust hatte, aber nicht wirklich Ahnung von dem, was er da tut. Ich kann es nicht richtig erklären, aber es gab Momente, die fand ich einfach absolut nicht gut beschrieben.
Im Endeffekt war es ganz nette Unterhaltung, aber mehr konnte mir das Buch auch nicht geben.

Charaktere & Schauplatz.
Die Charaktere fand ich recht ok, allerdings fand ich, dass einfach jedem etwas fehlte. Ich konnte keine wirklichen Sympathien aufbauen. Vincent fand ich zu Anfang echt interessant und mich mochte ihn auch durchgehend. Aber Kate kam mir immer etwas schwammig vor, als fehlten ihr Substanzen. Georgia war mir einerseits sympathisch, andererseits fand ich es auch nervig, ständig zu hören, wie beliebt sie ist und dass sie immer die besten Parties kennt.
Was mir auch gefehlt hat, war ein Stück Liebe zwischen Vincent und Kate. Natürlich war sie da und man wusste auch, dass sie sich liebten. Die Frage, die sich mir im Nachhinein nur stellt ist, woran merkt man es, außer daran, dass die Autorin es einem sagt? Es war kein Gefühl zwischen den Zeilen, nichts wo man hätte seufzend lächeln können, weil man gespürt hat, dass sich was zwischen ihnen entwickelt.
Es war eine Mischung aus Nichts und den wegweisenden Worten, damit man wusste, aha, die beiden lieben sich also. Was sollte das? 
Für mich war es eine ziemlich leere Geschichte, die man hätte viel mehr ausfüllen können. 
Die Schauplätze waren an sich ganz gut, am Anfang fühlte ich mich auch gut informiert, aber irgendwann nahmen die Details rasant ab und mehr als: Ich bin in Paris und die Häuser sehen französisch aus, habe ich nichts von Paris gespürt. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Zu erzählen, dass wir in Paris sind und mit ein paar französischen Straßennamen rumwerfen reicht halt nicht immer aus, um dem Leser ein Gefühl dafür zu entwickeln. Aber im Großen und Ganzen war es ok.

Fazit.
Für mich ein Buch, das man nicht gelesen haben muss, aber kann, wenn man glaubt, dass einen dort etwas Wunderbares erwartet. Es gab einige spannende Stellen und interessante Augenblicke, aber leider helfen die dem Buch nicht, bei mir eine hohe Bewertung zu bekommen.
Vorerst werde ich die Reihe auch nicht weiter verfolgen. Da habe ich besseres zu lesen, was meine Zeit auch wert ist, die ich dem Ganzen widme.



Bewertung.
Aufmachung: 3,5/5
Idee der Geschichte: 3/5
Umsetzung: 3/5
Sprache: 3/5
Charaktere: 3/5
Unterhaltungswert/Spannung: 3/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 3/5
Nachdenklichkeit: 2/5
Bildungswert: 2,5/5
Lesetempo: 4/5

Punktzahl insgesamt: 30/50

3 Sterne

1 Kommentar:

  1. Hallo Sarah,
    ich lese gerade den 2.Teil, weil ich dachte, ich geb der Serie eine Chance - aber daran beisse ich mich total fest, weil es immer lahmer wird - ich hatte gehofft, dass die Autorin mit Band 2 das Potenzial ausschöpft. Also hast nichts falsch gemacht.
    Liebe Grüße
    Anett.

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