Freitag, 28. Februar 2014

Mindfuck Stories - Durchgedrehte Kurzgeschichten - Christian Hardinghaushttp://oi62.tinypic.com/t0jceb.jpg




Verlag: PRovoke Verlag
Preis: 14,80€
Seitenzahl: 177 Seiten
Genre: Kurzgeschichten
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: Ab 14
Erscheinungsdatum: Januar 2014




Skurrile Kurzgeschichten mit einer unerwarteten Wendung. Etwas, was dir wirklich den Kopf verdreht. Wenn du auf so etwas stehst, oder gern auf eine falsche Fährte gelockt wirst, gerne rätselst, wie eine Geschichte ausgeht, dann bist du bei dieser Kurzgeschichtensammlung wahrscheinlich an der richtigen Adresse.




Gut fand ich, dass manche Geschichten wirklich eine grandiose Wendung angenommen haben und ich wirklich mit aufgerissenen Augen dasaß. 
Leider gab es aber auch Geschichten, die ich absolut langweilig und unspektakulär fand und die erste Geschichte habe ich bereits auf der ersten oder zweiten Seite durchschaut.





Im Gesamten sicher ein nettes Werk für zwischendurch, aber nichts, was mich jetzt total umgehauen hätte. Leider fand ich vieles nicht so originell, wie der Autor es vielleicht beabsichtigt hatte, vieles kannte ich schon irgendwoher oder hatte das Gefühl beim Lesen. 
Leider war der Stil nicht wirklich mein Ding und ich muss sagen, dass ich den Schreibstil auch nicht länger als ein paar Kurzgeschichten 'ausgehalten' hätte. Mir war er zu knapp, zu ungeblümt, einfach trocken und nicht gerade aussagekräftig. Der Autor hat sich meiner Meinung nach auf's Wesentliche beschränkt, was mir persönlich in Geschichten aller Art einfach nicht gefällt. Eine zu einfache Aneinanderreihung von Worten macht für mich keine gute Geschichte und Spannung aufzubauen ist bei einem Leser der meinen Art damit auch recht schwer.
Und ich erwischte einen Rechtschreibfehler, der mich immer wieder zur Aggression zwingt: 'Er war doch unser Freund, man!' 
Wo ist denn da der Großbuchstabe und das zweite 'N' abgeblieben? Ein kleines 'man' hat doch in diesem Zusammenhang überhaupt keine Bedeutung. (: Darüber könnte man hinwegsehen, wenn man nicht so kritisch ist, wie ich. Also… überlest es einfach.

Trotzdem kann ich das Buch weiterempfehlen für Menschen, die gerne mal einen Blick auf solche Geschichten werfen wollen.

Und bitte! Lasst euch nicht vom Titel oder Cover täuschen, es handelt sich hierbei nicht um Horror- oder Schockergeschichten. Ganz normale Geschichten, deren Ende nur einfach ganz anders verläuft, als man es sich anfangs vorstellt. Es gibt einfach nur einen 'What the Fuck!' - Effekt.




Aufmachung: 2,5/5
Idee der Geschichte: 3/5
Umsetzung: 3/5
Sprache: 3/5
Charaktere: 2/5
Unterhaltungswert/Spannung: 2,5/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 3/5
Nachdenklichkeit: 2,5/5
Bildungspotenzial: 3/5
Lesetempo: 5/5

Gesamte Punktzahl: 29,5/50









Freitag, 21. Februar 2014

Funkensommer - Michaela Holzinger




Verlag: Freies Geistleben
Preis: 15,90€
Seitenzahl: 252 Seiten
Genre: Jugendbuch
Format: Gebunden
Altersempfehlung: Ab 13 Jahren
Erscheinungsdatum: Juni 2012




Für Hannah wird dieser Sommer unvergessen bleiben. Seitdem ihr Bruder einen epileptischen Anfall hatte, benimmt er sich ihr gegenüber immer seltsamer und aggressiver und wegen dessen Allergie bleibt die verdammte Hofarbeit an ihr hängen. Dabei hat sie gar kein wirkliches Interesse am Bauernhof. 
Dazu kommt, dass sie sich in Finn verguckt, was ihr ebenfalls noch einige Probleme einhandeln wird und selbstverständlich gibt es da noch ihre beste Freundin Jelly und den Jungfrauenfelsen, von dem Hannah einfach ins tiefe, dunkle Wasser springt, um ihre Sorgen zu vergessen. Aber um diesen Felsen schwebt nicht nur Nebel, sondern auch eine düstere Legende über die Moorhexe. Was wirklich an der Legende dran ist, werden die Freundinnen auf bittere Weise erfahren… 




Gut fand ich, dass dieses Buch unglaublich viel beinhaltet, was man nicht erwarten würde. Von einer lockeren und oberflächlichen Liebesgeschichte entwickelt das Buch sich in ein spannendes Familiendrama gespickt von heißen Sommertagen und vielen Emotionen. Dies immer noch lockerleicht verpackt für das junge Publikum. 

Weniger gut fand ich zu Anfang den Schreibstil. Wenn in den ersten fünf Sätzen schon zweimal das Wort 'Nämlich' fällt, dann ist das etwas, was mir gegen den Strich geht. Ich habe eine ziemliche Abneigung gegen das Wort und benutze es selbst nur, wenn es unvermeidbar und wirklich passend ist.
Gleichzeitig nervt es mich grundsätzlich in vielen Büchern, dass Ausländer in Dialogen immer falsch dargestellt werden. So viele Wortdrehungen, wie die Personen in diesem Buch hier an den Tag legten, schafft kaum ein Ausländer, vor allem nicht einer, der schon viele Jahre hier lebt. Sie lassen mal Worte weg, betonen sie anders oder mischen ihre Sprache mit ein, aber ich habe bisher persönlich nur Ausländer kennengelernt, die unsere Grammatik weitgehend besser beherrschen, als die Leute in den Büchern. Auch hier war es so, leider.



Ich hatte wirklich sehr viel Spaß mit der Geschichte. Das Buch war sehr kurzweilig, mit sehr viel Atmosphäre und mit Eigenheit und vor allem mit Liebe geschrieben. Man merkt, dass die Autorin sich richtig Mühe gegeben hat und daraus ist eine wunderbare und sehr liebenswerte Geschichte geworden, mit tollen Charakteren, die sehr schön ausgefeilt waren und in denen man sich das ein oder andere Mal selbst wiedergefunden hat. 
Man bekommt einen tollen Einblick in das Bauernleben und die Autorin hat auch viele Feinheiten eingemeißelt, die einfach authentisch wirken und die Geschichte besonders wirken lassen.
Es gibt immer wieder Sprüche vom Bauernkalender, ebenso sind zwischen den Zeilen viele Weisheiten zu erfahren. Die Autorin hat es auch wunderbar geschafft Wiederholungen wie 'Tomatensuppenfarbe' so in Szene zu setzen, dass es einem zwar auffiel, aber einen nicht störte. Wenn die Tomatensuppernfarbe erwähnt wurde, wurde Hannah zum Beispiel rot, vor Scham, vor Wut, das passiert ihr und auch anderen. Jedenfalls muss ich bei solchen Dingen immer an Shades of Grey denken, weil dort ständig solche Dinge wiederholt wurden und es einfach nur nervtötend war, mit jeder Seite mehr. Aber hier ist es wirklich so in die Story gesponnen worden, dass es sich wirklich ohne Probleme mitliest. 
Insgesamt war ich wirklich begeistert und vor allem eben überrascht, dass dort doch so ernste Themen behandelt werden, was man dem Buch eben einfach nicht ansieht. Die Autorin ist wirklich eine wunderbare Schreiberin und ich kann nur hoffen, dass es noch mehr von ihr gibt und geben wird. 


Ein wunderbares Jugendbuch, das alles beinhaltet, was es beinhalten sollte, das die jungen Leser Dinge lehrt, ohne den Finger zu heben. Ein Buch, das Emotionen beinhaltet, jede Menge Spannung, das ein oder andere Lachen, die ein oder andere Träne - und das alles auf so wenig Seiten. 
Eine absolute Empfehlung von mir, auch an alle, die keine fünfzehn mehr sind. In dieser Geschichte steckt für jeden etwas, da bin ich mir ziemlich sicher.




Aufmachung/Gestaltung: 4/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 4,5/5
Charaktere: 4/5
Sprache: 3,5/5
Unterhaltungswert/Spannung: 4,5/5
Überraschungswert/Ideenreichtum: 4/5
Nachdenklichkeit: 3,5/5
Bildungswert: 4/5
Lesetempo: 5/5

Gesamte Punktzahl: 41,5/50






Samstag, 8. Februar 2014

Das Fest - Andreas Dutter







Verlag: Titus Verlag
Preis: 0,99€
Seitenzahl: ca. 40 Seiten
Genre: Thriller
Format: E-Book
Altersempfehlung: Ab 14
Erscheinungsdatum: Februar 2014





Wir sind in der Welt der Reichen. In einer Welt, in der die Leute so reich sind, dass sie sich zu Tode langweilen, weil sie sich alles leisten können, was sie wollen und keine Wünsche mehr haben, denen sie im Alltagstrott nachhängen könnten.
In dieser Welt wird auch gefeiert. Doch die Personen, die wir hier begleiten, feiern anders. Da brennt schon mal ein Flugzeug ab oder Ähnliches, damit man wenigstens ein Mal im Jahr etwas Besonderes erlebt.
In diesem Jahr steigt wieder eine solche Party. Und wieder hat sich Gastgeber Martin etwas Spektakuläres einfallen lassen. Aber dieses Mal wird es vielleicht für manche Beteiligte nicht ganz so angenehm. Und mit höchster Wahrscheinlichkeit überschreitet der Gastgeber ein paar Grenzen. 
Doch ist nicht das gerade Sinn der Veranstaltung? 
Nun ja, lest selbst.






Da hat der liebe Autor dieser Story-To-Go sich wirklich etwas Tolles ausgedacht. Toll im Bezug auf krank, zum Kopfschütteln und Schmunzeln und irgendwie auch zum Nachdenken. 
Gleich zu Anfang hat mich die Geschichte in den Bann gezogen. So kurz sie auch ist, so eindringlich ist sie aber auch. Die ersten Sätze haben mich bereits in diese Story katapultiert, eine Atmosphäre um mich herum aufgebaut, die ich bis zum Ende nicht mehr durchbrechen konnte.
Der Stil ist wirklich klasse, richtig ausgereift, mit einem tollen Wortschatz. Im Grunde herrscht in der Story einfach eine eigenartige Harmonie, die gespickt ist mit leichtem Grusel einer psychotischen Geschichte. Stoff für einen Kurzfilm bietet sie also auch, denn verfilmt könnte ich mir diese Idee ebenfalls vorstellen.
Mit wenigen Worten hat der Autor es geschafft, eine Stimmung zu vermitteln, die Gefühle der handelnden Personen klarzumachen und die Charaktere soweit auszubauen, dass man sie sich ohne große Details richtig gut vorstellen konnte. Vor allem eben was die Persönlichkeit betrifft, denn das Aussehen spielt hier nun wirklich die mindere Rolle.
Am Schluss hätte ich mir persönlich noch ein kleines Detail gewünscht, was das Ganze für mich noch einen Ticken perfekter hätte machen können, aber um euch nichts zu verraten und vorwegzunehmen, behalte ich dieses minimale Manko selbstverständlich für mich und lasse euch nun mit der Geschichte alleine. Ich hoffe, ihr nutzt die Gelegenheit, um mal etwas Anderes zu lesen, was zwar kurz ist, den Leser aber erreicht. Und liegt nicht gerade darin die Kunst, einen Leser bereits in kürzester Zeit zu begeistern?
Die Charaktere sind in einer so kurzen Geschichte natürlich nicht unfassbar ausgeprägt und detailreich ausgeführt. Gerade deswegen bin ich begeistert davon, dass sie mir doch sogleich so realitätsnah vorkamen. Ich hatte sie vor Augen, ich kannte ihre Gefühle, fühlte ihre Stimmung und den Raum um sie herum, in dem sie sich bewegten. Für mich ist das wirklich etwas Besonderes, denn das schafft mancher Autor nicht mal in einem Dreihundert-Seiten-Buch. 
Der Schauplatz wurde nicht wirklich beschrieben, aber es handelt sich eben um ein Schloss. Jeder kennt ein Schloss und jeder wird es sich in einer Form vorstellen können. ;) Die Fantasie ist dafür ja breit gefächert.






Insgesamt einfach unfassbar lesenswert. Für eine kleine Wartezeit, etwas vor dem Einschlafen oder einfach so bei der Lust zwischendurch. Diese Geschichte wird nicht enttäuschen, da bin ich mir eigentlich sehr sicher. Vor allem, wenn man auf die subtile Art des Horrors steht.




Aufmachung: 2,5/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 4,5/5
Charaktere: 5/5
Sprache: 5/5
Unterhaltungswert/Spannung: 5/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 4,5/5
Nachdenklichkeit: 4/5
Bildungswert: 2/5
Lesetempo: 5/5

Punktzahl insgesamt: 42/50




Sonntag, 2. Februar 2014

Eve & Adam - Katherine Applegate und Michael Grant






Verlag: Ravensburger Buchverlag
Preis: 16,99€
Seitenzahl: 340 Seiten
Genre: Jugendbuch
Format: Gebunden
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Erscheinungsdatum: Dezember 2013













Handlung & Stil.
Dieses Buch beinhaltet im Grunde eine ganz andere Geschichte, als man auf den ersten Blick erwarten würde. Wer sich für Experimente der Wissenschaft interessiert und vor allem illegale Machenschaften hinter verschlossenen Türen, der ist hier definitiv an der richtigen Stelle. 
Mir persönlich hat das Thema nicht viel geben können und ich hätte mindestens 100 Seiten weglassen können und immer noch alles verstanden. Vieles in der Geschichte erschien mir überflüssig, aber natürlich gehörte es dazu. Anders wäre sie auch nicht rund gewesen.
Der Stil hat mir von Anfang an absolut nicht zugesagt. Zuerst dachte ich, dass ich mich sicher einfinden würde, aber leider passierte das nicht wirklich. Das Buch konnte mich nicht fesseln oder mitreißen, weil ich einfach bis zur Hälfte nicht wusste, auf was die Geschichte hinauswill und was das Ganze eigentlich soll. Bis man da mal bei einer richtigen Handlung angekommen ist, die Sinn ergibt und Spannung erzeugt, ist die Hälfte des Buches schon mal weg. 
Als die Spannung mal da war und die Story etwas in Fahrt geriet und auch die wichtigen Charaktere ein wenig mehr zusammenarbeiten mussten, wurde das ganzer wirklich interessanter und das hat die Geschichte dann letztendlich auch vor einer Ein-Stern-Bewertung bewahrt. 
Aber leider konnte mir das Buch nichts Nachhaltiges mitgeben. Das einzige, was mir wirklich ganz gut gefallen hat, war eine Szene zu Schluss und eine irgendwo mittendrin. 
Somit konnte die Story mit dem absolut genialen Cover leider nicht mithalten. 

Charaktere & Schauplatz.
Die Charaktere in dem Buch waren erstaunlich real. Im Grunde war die Geschichte so plump und nichts sagend, dass es mir ein Rätsel ist, wie die Autoren es dennoch geschafft haben, die Charaktere so lebendig und ausgefeilt wirken zu lassen. Das muss ich dem Buch wirklich als positiven Punkt anrechnen. 
Vom Schauplatz bin ich leider ebenso enttäuscht worden. Wenn man schon eine Geschichte in einer solchen Klinik spielen lässt, die sich scheinbar in irgendeiner Form doch von anderen Kliniken abhebt, wünsche ich mir doch zumindest mal ein bisschen Raumführung. Ein paar Anhaltspunkte, wie es dort ausschaut und nicht nur, wo irgendwelche Kameras installiert wurden. 


Das Buch ist sicherlich nichts, was man lesen muss, aber wenn man sich für die Thematik interessiert, kann es etwas sein, was einem ein paar spannende Stunden beschert.




Aufmachung: 5/5
Idee der Geschichte: 3/5
Umsetzung: 2,5/5
Sprache: 2,5/5
Charaktere: 3/5
Unterhaltungswert/Spannung: 2,5/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 3/5
Nachdenklichkeit: 2,5/5
Bildungswert: 3/5
Lesetempo: 4/5

Punktzahl insgesamt: 31/50