Sonntag, 30. März 2014

Was ich dich träumen lasse - Franziska Moll



Verlag: Loewe Verlag
Preis: 14,95€
Seitenzahl: 256 Seiten
Genre: Jugendroman
Format: Gebunden
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Erscheinungsdatum: Januar 2014





Elena und Rico sind ein glückliches Paar und bis über beide Ohren verliebt, und das schon eine ganze Zeit lang. Doch von einem Moment auf den anderen werden sie durch ein Unglück auseinander gerissen. Rico rennt ohne zu gucken über die Straße und wird von einem Bus überrollt. Er überlebt, liegt aber seitdem im Wachkoma. Nicht nur für Ricos Familie ist das ein Schlag ins Gesicht, sondern auch für Elena, denn sie gibt sich an diesem Unfall die Schuld. 



Was mir gut an der Geschichte gefallen hat, war der Aufbau. Die derzeitige Situation wird immer wieder bespickt mit Erinnerungsfetzen von Elena an vergangene Zeiten mit Rico. Mit Dialogen, Aktivitäten und Gefühlen, die sie mit ihm erlebt hat. 
Somit bekommt man einen wunderbaren und klaren Einblick in die Beziehung der beiden und auch in das ganze Drumherum, was Familie und Freunde betrifft.

Das Buch kann einen zum Lachen und zum Weinen bringen und es birgt sehr viel Emotion.

Leider muss ich sagen, dass diese Emotionen oftmals für mich sehr kühl rüberkamen. Vielleicht lag es daran, dass Elena diese nur unterbewusst zeigt und auch der Leser auf eine ganz andere emotionale Ebene geführt wird, als die, die man von vielen Bücher gewohnt ist. Elena kann nicht weinen, sie verarbeitet das was passiert ist nicht richtig, oder jedenfalls anders als die anderen um sie herum.

Was ich als Contra bezeichnen muss, ist leider das Ende. Wieso kann ich natürlich hier nicht sagen. Es war toll verfasst, realistisch, authentisch und auch schön. Aber leider gab es Aspekte daran, die mir dennoch sehr missfallen sind.




Elena ist die Person, die wir durch die ganze Geschichte begleiten und sie ist ein sehr komplexer Charakter. Sie hat in ihrem Leben schon viel Schlechtes erfahren müssen und hat vor Rico auch einiges, was ihre Vergangenheit betrifft, bisher verheimlicht. Es ist auch hier recht spannend, nach und nach mehr über Elena und ihr Leben zu erfahren.
Rico ist ein wundervoller Mensch, dem man vom ersten Augenblick an nur das Beste wünscht. So einen Freund würden sich viele Mädels wünschen, das ist schon mal klar.
Insgesamt waren alle Charaktere sehr interessant und auch präsent und auch glaubwürdig in ihrem Handeln. Es gab sehr schöne Momente und Bilder, die dieses Werk dem Leser vermitteln kann und es gibt sicher Augenblicke, die einem länger im Gedächtnis bleiben werden.
Der Stil ist sehr einfach zu lesen, es gibt keine Stolpersteine, die Seiten sind recht wenig bedruckt, sodass auch das Lesetempo richtig klasse ist. Vor allem für Leute, die nicht so viel lesen oder nicht so viel Zeit dazu haben. 
ich würde das Buch nicht unbedingt als 'Buch für zwischendurch' bezeichnen, denn auch wenn es schnell zu lesen ist, muss man ab und an mal innehalten, darüber nachdenken und etwas anderes machen, bevor man es wieder zur Hand nimmt. Jedenfalls ging es mir die ganze Zeit über so. In einem Rutsch hätte ich es nicht durchlesen können. Auch wurde es mir nach ein paar Seiten immer etwas zu bedrückend, weswegen ich viele Pausen beim Lesen eingelegt habe. 
Letztendlich hat das Buch mich zweimal fast zu Tränen gerührt, die Augen waren schon feucht und der Kloß im Hals war da. Allerdings hat mir doch viel an Gefühl gefehlt. So richtig im Herzen konnte das Buch mich nicht berühren, aber ich muss sagen, dass es mich dennoch nicht wirklich loslässt.



Im Grunde gibt es keinen Menschen, dem man dieses Buch nicht empfehlen könnte. Die Sprache ist wunderbar ehrlich und nimmt kein Blatt vor den Mund, was besonders unserer Jugend - für die das Buch ja auch geschrieben ist - sehr gut gefallen wird.





Aufmachung: 3,5/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 4/5
Sprache: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Unterhaltungswert/Spannung: 3,5/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 3,5/5
Nachdenklichkeit: 4/5
Lesetempo: 5/5

Punktzahl insgesamt: 35/50









Mittwoch, 26. März 2014

Dornenherz - Jutta Wilke


Verlag: Coppenrath Verlag
Preis: 14,95€
Seitenzahl: 224 Seiten
Genre: Jugendroman
Format: Gebunden
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Erscheinungsdatum: Januar 2014


Anna verliert sich seit einiger Zeit in Trauer. Ihre Schwester Ruth ist bei einem Autounfall gestorben, an dem sie sich mehr oder minder auch noch die Schuld gibt. Sie versucht den Eltern die tote Tochter zu ersetzen und verliert sich immer mehr selbst.
Eines Tages findet sie auf einem Friedhof durch die Hilfe einer schwarzen Katze eine vergessene Lichtung, auf der sie eine wundervolle Engelsstatue findet, die von weißen Rosen umgeben ist. Sie berührt eine von ihnen, gefesselt von diesem Anblick, und setzt damit eine schicksalshafte Wendung in Gange.





Ich bin es schon gewohnt, dass Jutta Wilke mich mit ihren Romanen nicht unbedingt begeistern kann. Ich habe ein paar Versuche gewagt und weiß mittlerweile, auf was ich mich einstellen muss. Ich mag ihre Ideen, aber leider mag ich die Art der Umsetzung nicht sonderlich.
Für meinen Geschmack wurden in diesem Werk die Emotionen leider nicht wirklich auf den Leser übertragen. Es gibt Trauer, die ich zwar sehe und wahrnehme, die aber nicht auf mich überspringt. Ich sehe es aus der Ferne und nicht mal so wie wenn ich einen Film sehe. Denn wenn ein Film sehr traurig ist, dann leide ich auch mit und weine mal. Aber hier war es wirklich einfach nur zeitweise erdrückend zu sehen, wie Anna sich verhält und wie sie fühlt. Erdrückend, aber leider nicht mitreißend. Mich hat beim Lesen nun nicht sonderlich interessiert, wie es weitergeht, auch wenn ich am Ende nun sagen muss, dass es auf jeden Fall ein Buch ist, was einem etwas für den Lebensweg mitgibt, aus dem man etwas lernen kann und ein Buch, das einem am Ende dann doch noch ein klein wenig berührt.
Ich hatte Probleme mit den Charakteren, weil ich es einfach etwas abstoßend fand, dass Anna mit dem Freund ihrer toten Schwester zusammen ist. Ich meine, dass die beiden nur zusammen sind, weil sie eine Trauer teilen und weil Anna versucht jedem die verstorbene Ruth zu versetzen, ist ja irgendwie klar. Wer macht sich schon an die Schwester seiner vor Kurzem verstorbenen Freundin ran, die er angeblich so geliebt hat? Mit Liebe oder echten Gefühlen hat das nichts zu tun. Er versucht nur etwas festzuhalten, was nicht mehr da ist und sie versucht ihre Schuld zu begleichen.
Ich fand das persönlich einfach widerlich, auch wenn ich es natürlich in irgendeiner Form nachvollziehen kann. Logisch. Leider konnte ich aber mit den Charakteren keine Sympathie oder Beziehung aufbauen, weil ich ihnen eigentlich ständig nur eine Standpauke halten wollte.
Es war für mich leider nur ein mittelmäßiges Buch mit zwar gut ausgearbeiteten, aber nicht so interessant dargestellten Charakteren. Es gab ein paar Szenen, die ich wirklich toll fand, ebenso die Gedichtverse an jedem Kapitelanfang, die mir gefallen haben. Das fand ich wirklich schön und insgesamt war alles sehr schön aufgemacht und mit Liebe und Mühe gestaltet.
Schade, dass es mich leider nicht wirklich erreichen konnte.




Aufmachung: 3/5
Idee der Geschichte: 2,5/5
Umsetzung: 2,5/5
Charaktere: 2,5/5
Sprache: 3/5
Unterhaltungswert/Spannung: 2,5/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 3/5
Nachdenklichkeit: 2,5/5
Bildungswert: 3,5/5
Lesetempo: 4/5

Punktzahl insgesamt: 29/50










Sonntag, 16. März 2014

Lost on Nairne Island - Eileen Cook



Verlag: Ueberreuter, Betz Verlag
Preis: 16,95€
Seitenzahl: 299 Seiten
Genre: Jugendroman, Mystery
Format: Broschiert
Altersempfehlung: Ab 12 Jahren 
Erscheinungsdatum: Juli 2013




Das Leben von Isobel gerät gehörig aus den Fugen, als ihre Mutter kurzum beschließt den unsympathischen und arroganten, reichen Richard zu heiraten und mit ihr zu ihm auf die Insel Nairne Island zu ziehen, wo sie ihr letztes Schuljahr absolvieren soll. Isobel ist nicht begeistert ihre beste Freundin zurücklassen zu müssen und ihre Heimat, aber noch weniger gefällt es ihr, mit Richard und seinem Sohn Nate unter einem Dach zu leben. Richard verhält sich zunehmend seltsam und es dauert nicht, lange da geschehen die ersten unerklärlichen Dinge.
Isobel beginnt ein Bild zu zeichnen, auf dem das eingerichtete Zimmer von Nates verstorbener Schwester Evelyn zu sehen ist, welches Isobel allerdings nie zu Gesicht bekommen hatte. Richard beginnt daraufhin seine Macht auszuüben und schleift Isobel zu einem Psychologen. Richard hat gute Karten, denn Isobels Vater ist schizophren und er hat das Talent Isobels Mutter zu manipulieren. Er zieht sie auf seine Seite und Isobel beginnt nach weiteren Vorkommnissen selbst an ihrer geistigen Gesundheit zu zweifeln. Doch langsam aber sicher lüftet sich ein Geheimnis, das alles übertrifft, was Isobel sich in ihren kühnsten Träumen hätte ausmalen können....




Die Geschichte hat mir von der ersten Seite an gleich sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr mitreißend, Isobel ist eine sehr sympathische Figur mit einem sarkastischen Humor und sie liefert den Lesern Eigenschaften, mit denen sie sich identifizieren können. 
Ich hatte sogleich ein gutes Gefühl bei dem Buch und da es darin auch noch um paranormale Vorkommnisse geht, kam mir als Geisterfan natürlich gerade recht. Am Anfang weiß man noch überhaupt nicht, auf was die Geschichte und diese ganzen Geheimnisse, die sie beinhaltet, hinauslaufen soll. Es gab Punkte, bei denen war ich mir ziemlich sicher, dass ich recht hatte, mit dem, was ich vermutete, bei anderen Dingen wiederum nicht.
Man könnte sagen, dass die Geschichte im Grunde sehr vorhersehbar ist, wobei man aber die geschickt eingefädelten Wendungen dann außer Acht lassen würde, die es gibt. Es sind wirklich zwei oder drei Fäden eingeschleust worden, die unvorhersehbar gezogen werden und wo einem der Boden unter den Füßen für kurze Zeit entgleitet, weil man damit nicht gerechnet hätte.
Die Charaktere waren sehr liebevoll gestaltet, ebenso waren auch die Bösen in diesem Buch sehr gut durchdacht, sodass auch ein richtiges Feeling beim Lesen entstand. Man entwickelte Sympathien und Abneigungen und man hatte auch immer die Umgebung vor Augen, in denen die Figuren agierten.
In mancherlei Hinsicht hätte man die Geschichte noch ein wenig mehr ausbauen können, aber andererseits ist es so ein unfassbar gelungenes Buch für zwischendurch, eine tolle Lektüre für ruhige Abende, die ein wenig Spannung, ein wenig Liebe und ein wenig Geheimnis gebrauchen können. 
Von der ersten Seite an ist man in der Geschichte drin und möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht und wie sich alles auflöst. Es ist ein richtig toller, kleiner, harmloser Thriller mit mysteriösen Nebeneffekten, der wirklich jedem gefallen könnte, der sich einfach mal vom Alltag ablenken möchte. Der einzige Minuspunkt, den ich tatsächlich zu vergeben habe, richtet sich an eine Person, die in der Geschichte leider viel zu kurz kommt und auch im Nachhinein nicht mehr erwähnt wird, was sich mir als etwas unschlüssig und unüberlegt darstellt. Natürlich ist mir bewusst, dass diese Person zur Geschichte an sich nichts wirklich beiträgt, aber gleichzeitig für Isobel doch eine entscheidende Tragweite hat, die man durchaus noch hätte ausführen, oder wenigstens mit einem Schlusswort dazu abschließen können.



Ein empfehlenswertes Jugendbuch, mit dem auch ältere Menschen noch Spaß haben können. Wer eine schöne Mischung aus Liebe, Spannung und Geheimnis sucht, der sollte dieses Buch auf keinen Fall verpassen. Schade nur, dass man sich an die Charaktere gewöhnt und das Buch dann im Endeffekt viel zu schnell vorbei ist. Lesen sollte man es allerdings trotzdem. :)



Aufmachung: 4/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 4,5/5
Sprache: 4/5
Charaktere: 4/5
Unterhaltungswert/Spannung: 4,5/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 4/5
Nachdenklichkeit: 3,5/5
Bildungswert: 3/5
Lesetempo: 5/5

Gesamte Punktzahl: 41/50

4 Sterne









Mittwoch, 5. März 2014

Das Schicksal ist ein mieser Verräter - John Green




'Und mir kam der Gedanke, dass die gefräßige menschliche Sehnsucht nie gestillt wird, 
wenn Träume wahr werden, weil sich immer sofort der Gedanke einstellt, es könnte alles noch besser und öfter passieren.'

[Zitat, Seite 276]




Verlag: Hanser Verlag
Preis: 16,90€
Seitenzahl: 288 Seiten
Genre: Jugendroman
Format: Gebunden
Altersempfehlung: Ab 13 Jahren
Erscheinungsdatum: Juli 2012




Hazel Grace ist 16 und an einer unheilbaren Form von Krebs erkrankt. In ihrer Selbsthilfegruppe lernt sie immer wieder neue Menschen kennen, doch einer derjenigen versucht tatsächlich ernsthaft mit ihr in Kontakt zu treten. Sie lernt Augustus Waters kennen, einen jungen Mann, der seinen Krebs besiegt zu haben zu scheint und er interessiert sich aus irgendeinem Grund sehr für sie.
Die beiden verbringen einen Abend zusammen und Hazel Grace entdeckt nach und nach Sympathien an Augustus. Doch dieser toppt ihre neugewonnene, mutmachende Freundschaft noch, indem er seinen Herzenswunsch mit ihr teilt. Nachdem Hazel ihm ihr Lieblingsbuch 'Ein herrschaftliches Leiden' zu lesen gibt und er sich nach seinem Ende genau die gleichen Fragen stellt, wie sie, entscheidet er sich dafür, mit Hazel nach Amsterdam zu fliegen und sich die Antworten des Autors persönlich zu holen.
Eine unvergleichbare Reise wartet auf die beiden, aber auf den Leser erst recht.




Ich habe mich sehr lange dagegen gesträubt, es zu lesen, weil ich einfach keine Lust auf ein Krebs-Buch hatte und weil mich die ganze Geschichte aus irgendeinem Grund nicht reizen konnte. 
Durch liebe Menschen auf Youtube, deren Meinung ich jedoch sehr vertraue, nahm ich es vor zwei Wochen nun doch zur Hand und war von den ersten Seiten an begeistert.
Die Geschichte hat mich für sich eingenommen und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Lange hatte ich kein Buch mehr, wo ich ständig den Drang hatte weiterzulesen, wenn ich gerade nicht konnte.
Die Charaktere haben mich wirklich sehr begeistert und ich habe Augustus Waters sogleich in mein Herz geschlossen. Hazel Grace war ebenfalls ein Mädchen, das man einfach mögen muss, das auch ihren ganz eigenen Charakter hat und für das man es wirklich extrem schade findet, dass gerade sie an einer solchen Krankheit leidet. Aber der liebe Augustus hat mein Herz ein Stückchen mehr erobert und seine Fähnchen eingesteckt, die wahrscheinlich noch lange wehen werden, damit ich ihn nicht vergesse. Denn davor hat der liebe Augustus am meisten Angst, einfach vergessen zu werden.
Ich habe die Personen in dem Buch geliebt, weil sie anders waren. Sie waren viel inniger, viel mehr, viel größer, viel intensiver in ihrer Art. Hazel war ein sehr schlaues Mädchen, sehr liebenswert, literaturbegeistert, nachdenklich und sehr stark. Augustus war etwas freier, unbekümmerter, er brachte frischen Wind in Hazels Leben und er steckt sich Zigaretten in den Mund, ohne sie jemals anzuzünden. 
Diese Menschen waren einfach echt, keine Geschichte. Sie existierten für mich, irgendwo in meinen Gedanken, irgendwo in meiner eigenen kleinen Welt.

Leider hat das Buch mich nicht zum Weinen gebracht. Es gab eine Stelle, da war ich sehr geschockt und etwas aufgewühlt, weil es eine Wendung gab, die ich nicht gerade erwartet hätte und ich wollte mich damit nicht abfinden. Ich dachte, wenn ich jetzt weiterlese, dann wird mir das Buch das Herz brechen und ich werde sicherlich weinen und vielleicht werde ich es sogar hassen. 
Aber nichts von alldem traf ein. An zwei Stellen im Buch musste ich schlucken und es berührte mich ganz tief im Herz, und auch wenn die Tränen ausblieben, hat mir das Buch und seine Geschichte sehr, sehr viel gegeben. John Green hat ein Meisterwerk erschaffen, dass die Massen begeistert und endlich verstehe ich auch, wieso. Ich bin sehr froh, es gelesen zu haben, bin froh, dass ich diese Menschen kennenlernen durfte und mit ihnen eine Weile Zeit verbringen konnte.
Ich weiß nicht, wie die Leute das Ende dieses Buches sehen. Ich persönlich finde es speziell, anders als erwartet, aber stimmig und passend, wenn man erst mal realisiert hat, dass es die letzte Seite ist und es nicht mehr weitergeht. Zuerst fand ich es nicht gut, aber ich las die letzte Seite noch mal und dann hat es für mich doch gepasst. Es war okay. Okay! Auch dieses Wort spielt in der Geschichte eine Rolle.

Ich muss dazu sagen, dass es in diesem Buch Zeilen und nachdenkliche Spiralen gibt, denen ich nicht ganz folgen konnte. Es gab Sätze, Anregungen, die ich nicht ganz verstanden habe, was aber nicht schlimm war, weil man es sich im Kontext wunderbar erschließen konnte und es mir zeigt, dass es wirklich noch Bücher gibt, wo sich jemand wirklich Gedanken macht, wo wirklich philosophiert wird und wo wirklich ein hohes Handwerk besteht. Mich hat es sehr gefreut, dass man in diesem Buch auch ein wenig gefordert und gefördert wurde.

Dazu gab es keine einzige Seite, die einen gelangweilt hat. In dieser Geschichte gibt es jede Menge Humor, vor allem der Galgenhumor wird hier des Öfteren untergebracht und ich musste des öfteren Schmunzeln und Grinsen und es hat einfach Spaß gemacht, mit den Charakteren zu lachen, mit den Augen zu zwinkern und den Kopf zu schütteln. 
Die Mischung aus Ernsthaftigkeit, Humor und dem Lebensmut war es, die das Buch zu etwas Vollkommenem gemacht hat. Zu etwas, an dem ich eigentlich nichts Bemängeln könnte.




Dieses Werk ist etwas, was man getrost jedem Menschen, jedem Leser, empfehlen kann. Menschen in allen Altersgruppen werden ihren Spaß, ihre schönen und auch traurigen Stunden damit haben und jeder Leser kann sich davon irgendetwas weises mitnehmen. Meiner Meinung nach ist es wirklich ein Buch, das man gelesen haben sollte und am Ende wird man es auch sicher nicht bereuen. 
Eigentlich kann man es nicht bereuen.




Aufmachung: 2,5/5
Idee der Geschichte: 5/5
Umsetzung: 5/5
Sprache: 4,5/5
Charaktere: 5/5
Unterhaltungswert/Spannung: 5/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 4,5/5
Nachdenklichkeit: 4,5/5
Bildungswert: 4,5/5
Lesetempo: 5/5

Gesamte Punktzahl: 45,5/50