Sonntag, 16. März 2014

Lost on Nairne Island - Eileen Cook



Verlag: Ueberreuter, Betz Verlag
Preis: 16,95€
Seitenzahl: 299 Seiten
Genre: Jugendroman, Mystery
Format: Broschiert
Altersempfehlung: Ab 12 Jahren 
Erscheinungsdatum: Juli 2013




Das Leben von Isobel gerät gehörig aus den Fugen, als ihre Mutter kurzum beschließt den unsympathischen und arroganten, reichen Richard zu heiraten und mit ihr zu ihm auf die Insel Nairne Island zu ziehen, wo sie ihr letztes Schuljahr absolvieren soll. Isobel ist nicht begeistert ihre beste Freundin zurücklassen zu müssen und ihre Heimat, aber noch weniger gefällt es ihr, mit Richard und seinem Sohn Nate unter einem Dach zu leben. Richard verhält sich zunehmend seltsam und es dauert nicht, lange da geschehen die ersten unerklärlichen Dinge.
Isobel beginnt ein Bild zu zeichnen, auf dem das eingerichtete Zimmer von Nates verstorbener Schwester Evelyn zu sehen ist, welches Isobel allerdings nie zu Gesicht bekommen hatte. Richard beginnt daraufhin seine Macht auszuüben und schleift Isobel zu einem Psychologen. Richard hat gute Karten, denn Isobels Vater ist schizophren und er hat das Talent Isobels Mutter zu manipulieren. Er zieht sie auf seine Seite und Isobel beginnt nach weiteren Vorkommnissen selbst an ihrer geistigen Gesundheit zu zweifeln. Doch langsam aber sicher lüftet sich ein Geheimnis, das alles übertrifft, was Isobel sich in ihren kühnsten Träumen hätte ausmalen können....




Die Geschichte hat mir von der ersten Seite an gleich sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr mitreißend, Isobel ist eine sehr sympathische Figur mit einem sarkastischen Humor und sie liefert den Lesern Eigenschaften, mit denen sie sich identifizieren können. 
Ich hatte sogleich ein gutes Gefühl bei dem Buch und da es darin auch noch um paranormale Vorkommnisse geht, kam mir als Geisterfan natürlich gerade recht. Am Anfang weiß man noch überhaupt nicht, auf was die Geschichte und diese ganzen Geheimnisse, die sie beinhaltet, hinauslaufen soll. Es gab Punkte, bei denen war ich mir ziemlich sicher, dass ich recht hatte, mit dem, was ich vermutete, bei anderen Dingen wiederum nicht.
Man könnte sagen, dass die Geschichte im Grunde sehr vorhersehbar ist, wobei man aber die geschickt eingefädelten Wendungen dann außer Acht lassen würde, die es gibt. Es sind wirklich zwei oder drei Fäden eingeschleust worden, die unvorhersehbar gezogen werden und wo einem der Boden unter den Füßen für kurze Zeit entgleitet, weil man damit nicht gerechnet hätte.
Die Charaktere waren sehr liebevoll gestaltet, ebenso waren auch die Bösen in diesem Buch sehr gut durchdacht, sodass auch ein richtiges Feeling beim Lesen entstand. Man entwickelte Sympathien und Abneigungen und man hatte auch immer die Umgebung vor Augen, in denen die Figuren agierten.
In mancherlei Hinsicht hätte man die Geschichte noch ein wenig mehr ausbauen können, aber andererseits ist es so ein unfassbar gelungenes Buch für zwischendurch, eine tolle Lektüre für ruhige Abende, die ein wenig Spannung, ein wenig Liebe und ein wenig Geheimnis gebrauchen können. 
Von der ersten Seite an ist man in der Geschichte drin und möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht und wie sich alles auflöst. Es ist ein richtig toller, kleiner, harmloser Thriller mit mysteriösen Nebeneffekten, der wirklich jedem gefallen könnte, der sich einfach mal vom Alltag ablenken möchte. Der einzige Minuspunkt, den ich tatsächlich zu vergeben habe, richtet sich an eine Person, die in der Geschichte leider viel zu kurz kommt und auch im Nachhinein nicht mehr erwähnt wird, was sich mir als etwas unschlüssig und unüberlegt darstellt. Natürlich ist mir bewusst, dass diese Person zur Geschichte an sich nichts wirklich beiträgt, aber gleichzeitig für Isobel doch eine entscheidende Tragweite hat, die man durchaus noch hätte ausführen, oder wenigstens mit einem Schlusswort dazu abschließen können.



Ein empfehlenswertes Jugendbuch, mit dem auch ältere Menschen noch Spaß haben können. Wer eine schöne Mischung aus Liebe, Spannung und Geheimnis sucht, der sollte dieses Buch auf keinen Fall verpassen. Schade nur, dass man sich an die Charaktere gewöhnt und das Buch dann im Endeffekt viel zu schnell vorbei ist. Lesen sollte man es allerdings trotzdem. :)



Aufmachung: 4/5
Idee der Geschichte: 4,5/5
Umsetzung: 4,5/5
Sprache: 4/5
Charaktere: 4/5
Unterhaltungswert/Spannung: 4,5/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 4/5
Nachdenklichkeit: 3,5/5
Bildungswert: 3/5
Lesetempo: 5/5

Gesamte Punktzahl: 41/50

4 Sterne









1 Kommentar:

  1. Hi Sarah

    Ich habe "Lost on Nairne Island" letztes Jahr im Juli gelesen und es hat mir auch sehr gut gefallen. Eigentlich schade, dass dieses Buch so wenig Beachung bekommt.
    Falls es dich interesiert, kannst du gerne einmal bei meiner Rezension vorbei schauen: http://www.favolas-lesestoff.ch/2013/07/rezension-lost-on-nairne-island-von.html

    lg Favola

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