Freitag, 9. Mai 2014

Der Sommer, der uns verband - Christie Ridgway


Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Preis: 8,99€
Seitenzahl: 400 Seiten
Genre: Roman
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: Ab 16
Erscheinungsdatum: April 2014



Jane liebt ihren Job und betreut mit Leidenschaft Autoren. Doch der letzte Job war für sie mehr als nur ein Reinfall. Sie hat noch die Chance ihren Ruf zu retten, indem sie Griffin Lowell bei seinen Memoiren behilflich ist. Doch dieser macht es ihr nicht gerade einfach. 
Griffin hat eine schwere Zeit in Afghanistan hinter sich und die Erinnerungen daran machen ihn zu einem komplexen Menschen. Er verwandelt sein Strandhaus Nr.9 regelmäßig in eine Partyhölle voller freizügiger Frauen und Alkohol. Er ist mit seinen eigenen Problemen so auf Kriegsfuß, dass Jane's Gefühle, die sie auf einmal für Griffin bekommt, bei ihm sicherlich nicht sehr gut aufgehoben wären. Für die große Liebe scheint dieser Mann absolut noch nicht bereit. 




Für mich beinhaltet dieses Buch wirklich eine sehr lesenswerte Geschichte, mit vielen interessanten Aspekten, die genau meinen Geschmack getroffen haben. Griffin ist Schriftsteller, er war im Krieg und er ist nicht gerade der ideale Mann für's Leben. Das sind drei Punkte, die ich in Geschichten wirklich gerne sehe und die sich für mich schon fast als perfekt zusammenfügen.
Leider konnte die Autorin mich mit ihrem Schreibstil aber nicht wirklich fesseln und auch von den Charakteren hätte ich mir einerseits mehr versprochen. Das Buch war zwar auf der einen Seite recht tiefgründig und die Charaktere auch recht gut ausgearbeitet, aber für mich kam das Gefühl einfach nicht wirklich zustande, weil in solchen Romanen immer so viel drumherum geredet wird.
Das beginnt schon auf der ersten Seite, dass ich mir denke: Bitte, lass die ganzen Random Details weg und komm einfach zum Punkt, weil alles andere interessiert mich überhaupt nicht.
Die Landschaft, die Blumen, die Gerüche, der Wind, Gefühle, etc. sind alles Dinge, die ich mir gerne beschreiben lasse, aber bitte in einem fesselnden und spannenden Format und nicht in einem einschläfernden. 
Für mich ist das Genre einfach nichts, mir fehlt da das gewisse Etwas, das Feuer, die Schnelligkeit. Mir ist da zu viel Stille in den Zeilen, selbst wenn eine Party im Gange ist, schwingt der Text mit so einer langsamen Leichtigkeit dahin, als würde ich komatös auf einer Wolke vorüber schweben. Wirklich nah am Geschehen habe ich mich da nicht so oft gefühlt.
Dennoch denke ich, dass es ein Buch für viele meiner Zuschauerinnen sein könnte, die sich mit Erwachsenenromanen ein paar schöne Stunden wünschen, gleichzeitig komplexe Charaktere und eine interessante Liebesgeschichte vorfinden möchten.
Ich kann das Buch keinesfalls uneingeschränkt empfehlen, aber gerne an die Damen unter euch, die genau solche ruhigen, entspannenden, sonnigen Romane mögen, die einem mit einer Brise Strand etwas Schönes erzählen wollen. 



Aufmachung/Gestaltung: 3,5/5
Idee der Geschichte: 4/5
Umsetzung: 3/5
Sprache: 3/5
Charaktere: 3/5
Unterhaltungswert/Spannung: 2,5/5
Überraschungseffekte/Ideenreichtum: 3/5
Nachdenklichkeit: 2/5
Bildungswert: 3,5/5
Lesetempo: 3/5

Punktzahl insgesamt: 30,5/50


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